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Herstellen eines Terrassenbelages

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Auszug

Balkone und Terrassen sind auf Grund ihrer Lage im Freien höchsten Beanspruchungen ausgesetzt:
  1. A)

    Temperaturunterschiede: Im Sommer herrschen auf Balkone und Terrassen Temperaturen bis 80° C. Zwischen Winter und Sommer unterliegen die Freiflächen Temperaturunterschieden von bis zu 100 Grad Kelvin. Aber auch im Sommer kann ein plötzlicher Temperaturabfall von 50 Grad Kelvin eintreten, zum Beispiel durch ein Gewitter mit Hagel.

     
  2. B)

    Niederschläge: Durch die ungeschützte Lage sind die Bodenflächen dem Regenwasser ungehindert ausgesetzt. Um eine lange Lebensdauer des Belages zu erhalten, muss das Niederschlagswasser unverzüglich und restlos abgeführt werden. Dafür gilt ein Mindestgefälle von 1 % bei Fliesen oder Platten mit einer glatten Oberfläche, bei allen anderen Belagstoffen von 2 %.

     
  3. C)

    Frost: Ist die Terrassen- oder Balkonkonstruktion durchfeuchtet, kann Frost zu erheblichen Zerstörungen führen. Wasser vergrößert beim Gefrieren sein Volumen und kann dann sowohl beim Belagsmaterial als auch in der Unterkonstruktion zu Absprengungen führen. Ein weiteres Problem ist ein mehrfacher Frost-Tau-Wechsel innerhalb einer Winterperiode - und diesen Wechsel muss die gesamte Konstruktion möglichst über viele Jahre hinweg unbeschadet überstehen.

     
  4. D)

    Umwelteinflüsse wie Staub, Schmutz und Abgase: Die Ablagerung dieser Stoffe ist erst dann erkennbar, wenn sie sich in einer dickeren Schicht auf der Belagsoberfläche angesammelt haben. Im Interesse jedes Nutzers ist es, den Belag möglichst einfach und anhaltend sauber zu halten. Zugleich ist auf eine ausreichende Rutschhemmung der Fliesen und Platten - insbesondere im nassen und verschmutzten Zustand — zu achten.

     
  5. E)

    Längenänderungen: Die Balkon- oder Terrassenkonstruktion besteht aus verschiedenen Schichten, die über eine unterschiedliche Ausdehnung bei Erwärmung bzw. Schwinden bei Abkühlung verfügen. Dabei können Längenänderungen von rund 2 mm pro m auftreten. Diese stoffspezifischen Bewegungen müssen von der Belagskonstruktion schadensfrei aufgenommen werden.

     
  6. F)

    Genau im Grenzbereich zwischen zwei Schichten kommt es auf Grund der unterschiedlichen Wärmedehnzahlen (Wärmeausdehnungskoeffizienten) zu Schub- und Scherspannungen. Eine starre Verbindung kann zum Reißen der Schichten und dadurch zu Schäden innerhalb der Konstruktion führen. Um das zu verhindern, werden Trennschichten — so genannte Gleitschichten — an den kritischen Punkten angeordnet.

     

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© Vieweg+Teubner | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2009

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