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Schutzhelme

  • Gerd Janke
  • Sebastian Reitebuch
Chapter
Part of the ATZ/MTZ-Fachbuch book series (ATZMTZ)

Zusammenfassung

Seit über 100 Jahren wird auf Motorrädern Kopfschutz getragen. Anfangs wurden Leinen- und Lederkappen benutzt, bei denen der Windschutz im Vordergrund stand, dann Halbschalenhelme, Jethelme und seit den späten 1960er Jahren Integralhelme. 1958 wurde in Deutschland mit der DIN 4848 die erste Norm zur Prüfung von Kraftfahrer-Schutzhelmen verabschiedet. 1975 wurde diese Norm durch die europäische Norm ECE-R 22.01 abgelöst, die in regelmäßigen Abständen überarbeitet wird. Zurzeit gilt die ECE-R 22.05.

Helmpflicht auf Krafträdern besteht in Deutschland seit dem 1.1.1976. Nach § 21a, Absatz 2 StVO müssen „die Führer von Krafträdern und ihre Beifahrer während der Fahrt amtlich genehmigte Schutzhelme tragen“. Zwar wird das Tragen eines Helms ordnungsrechtlich durchgesetzt, die amtliche Zulassung aber derzeit noch nicht. Deshalb sieht man im Straßenverkehr bisweilen Helme ohne ECE-Zulassung, die kleine Bauformen aufweisen und in keiner Weise das notwendige Maß an Sicherheit garantieren.

Während in ganz Europa Motorradfahrer Helme tragen müssen, gibt es in den USA eine wechselvolle Geschichte von Einführungen und Abschaffungen der allgemeinen Helmpflicht (Ulmer und Shabanowa Northrup 2005). Erst kürzlich (2012) wurde im Bundesstaat Michigan die allgemeine Helmpflicht für Motorradfahrer wieder abgeschafft.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2013

Authors and Affiliations

  • Gerd Janke
    • 1
  • Sebastian Reitebuch
    • 1
  1. 1.Schuberth GmbHMagdeburgDeutschland

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