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Ausgewählte Analogbausteine

  • Erwin Böhmer
  • Dietmar Ehrhardt
  • Wolfgang Oberschelp
Chapter

Zusammenfassung

Ein einfacher und vielseitig nutzbarer Operationsverstärker ist der Typ TAA 765, die verbesserte Version der mittlerweile ausgelaufenen Typen TAA 861/TAA 761. Abb. 12.1 stellt die Schaltung vor, ausgelegt für symmetrische Betriebsspannung mit ± UB ≤ 18 V (siehe Anhang B.11 und B.12). Die Eingangsschaltung wird gebildet durch das Transistorpaar T1–T2 als Differenzverstärker in Verbindung mit Transistor T5 als Stromsenke. Bei ausschließlicher Gleichtaktsteuerung fließt der vom Transistor T5 aufgenommene Strom je zur Hälfte über T1 und T2. Über die Transistoren T3 und T6 schließt sich dabei eine Regelschleife, die im Sinne einer Stromkonstanthaltung wirkt und so für eine hohe Gleichtaktunterdrückung sorgt.

Bei Gegentaktsteuerung ändern sich die Ströme der Transistoren Tl und T2 gegenläufig, ebenso ihre Kollektorpotentiale. Die sich bildende Potentialdifferenz steuert Transistor T4, wobei der zwischengeschaltete Transistor T3 als Emitterfolger die Schleusenspannung von T4 ausgleicht. Transistor T4 steuert schließlich die Darlington-Endstufe mit T7–T8. Diese nur als „Eintaktverstärker“ ausgebildete Endstufe mit Offen-Kollektor-Ausgang setzt für linearen Verstärkerbetrieb einen externen Pull-up-Widerstand RL voraus. Zusätzlich ist ein externer Kondensator Cc erforderlich zur Frequenzgangkorrektur (20 dB-Abfall). Für die Anwendung als Schalter kann man auf den Kondensator verzichten. Transistor T8 kann dabei Ströme bis zu 70 mA aufnehmen.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2018

Authors and Affiliations

  • Erwin Böhmer
    • 1
  • Dietmar Ehrhardt
    • 1
  • Wolfgang Oberschelp
    • 2
  1. 1.Analoge SchaltungstechnikUniversität SiegenSiegenDeutschland
  2. 2.FB Elektrotechnik und angewandte NaturwissenschaftenHS GelsenkirchenGelsenkirchenDeutschland

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