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Musik fühlen

  • Eckart AltenmüllerEmail author
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Zusammenfassung

Musik kann mächtige Emotionen erzeugen und uns Glücksgefühle und Gänsehautmomente bescheren. Hirnphysiologisch beruhen Emotionen auf einer Aktivierung des limbischen Systems, tief im Inneren des Gehirns. Musik, die angenehme Gefühle erzeugt, wird stärker in der linken Stirnhirnhälfte verarbeitet, unangenehm empfundene Musik eher in der rechten Stirnhirnhälfte. Man kann Musik auch als emotionale Kommunikation auffassen. Das Erschrecken bei einem plötzlichen, sehr lauten Klang beruht auf Hirnstammreaktionen, die nostalgischen Gefühle beim Hören eines Hits aus der Jugendzeit hingegen auf einer Gedächtnisspur und Konditionierung. Der vermutlich wichtigste Mechanismus ist jedoch die Erzeugung einer Erwartung und ihre intelligente Enttäuschung. Das unterscheidet gute Kompositionen von Fahrstuhlmusik. Sehr starke Emotionen beim Musikhören lösen Gänsehaut- oder Chill-Erlebnisse aus. Diese seltenen Ereignisse gehen mit einer Aktivierung der Belohnungszentren im Gehirn einher.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH, Deutschland 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Hochschule für Musik, Theater und Medien HannoverHannoverDeutschland

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