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Schmerztherapie bei Failed-Back-Patienten (Postdiskotomiesyndrom): Erfolgreiche Langzeitbehandlung mit Fentanyl-TTS

  • T. Theodoridis
  • S. Schwalen
  • J. Krämer
Conference paper

Zusammenfassung

Als Postdiskotomiesyndrom bezeichnet man anhaltend starke Beschwerden nach einer Operation an einer lumbosakralen Bandscheibe. Diese treten nach Krämer in mindestens 10% der Fälle postoperativ auf [1], Die Erfolgschancen der Reoperation liegen zwischen 30 und 75% [2]–[4]. Das pathologisch-anatomische Substrat für chronische Schmerzen beim rückenoperierten Problempatienten stellen neuropathisch veränderte Nerven und sensibilisierte Nozirezeptoren dar, die durch Narbenzug wiederholten Reizen ausgesetzt werden [5]. Klinisch steht die Unfähigkeit der Patienten, sich vornüber zu neigen im Vordergrund, weil die Narben zwischen Nervenwurzel, Dura und dorsaler Wirbelkanalwand eine Verschiebung nicht möglich machen. Der Schweregrad des Postdiskotomiesyndroms wird einerseits nach den subjektiven Schmerzen im Hinblick auf Ruhe- und Belastungsschmerz und andererseits durch das Vorhandensein und die Ausprägung eines Lasègue-Zeichens definiert. Im Rahmen der Schmerztherapie werden kausal Krankengymnastik, Rückenschule, vorübergehender Einsatz von Orthesen und symptomatisch Analgetika, Wirbelsäulennahe Injektionen mit Lokalanästhetika und Steroiden sowie die Bewegungstherapie eingesetzt. Stark wirksame Opioide werden zur Zeit noch nicht generell zur Therapie von chronischen Rückenschmerzen vorgeschlagen. In einer von Simpson et al. durchgeführten Studie konnte die Wirksamkeit von Fentanyl-TTS (Transdermal Therapeutisches System) in diesem Patientengut im Hinblick auf die Schmerzreduktion und eine Verminderung der schmerzbedingten Beeinträchtigungen nachgewiesen werden [6].

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2004

Authors and Affiliations

  • T. Theodoridis
  • S. Schwalen
  • J. Krämer

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