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Muskelschmerz interdisziplinär

  • D. Pongratz
Conference paper

Zusammenfassung

Die lokale Entstehung von Muskelschmerzen basiert entweder auf einer chemischen oder mechanischen Erregung freier Nervenendigungen im Mesenchym des Muskels. Verschiedenste Reize, wie z.B. Ischämie, Muskelfaseruntergänge oder entzündlicher Prozesse führen zur Freisetzung von biogenen Aminen und Prostaglandinen. Die Weiterleitung der so entstehenden Schmerzen erfolgt überwiegend über unmyelinisierte langsam leitende Nervenfasern (Gruppe IV) oder in geringerem Ausmaß über dünne myeli-sinierte Fasern (Gruppe III). Durch Verschaltung der Schmerzfasern im Bereich des zentralen Nervensystems können Schmerzen, die nicht primär in der Muskulatur entstehen, in diese projiziert werden. Komplexe Steuerungsmechanismen auf spinaler und supraspinaler Ebene bedingen, dass die Schmerzempfindung nicht allein von „äußeren“, durch Rezeptoren aufgenommenen Reizen, sondern zu einem großen Teil auch von höheren Funktionen, von Aufmerksamkeit und Erwartungshaltung geprägt wird.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2004

Authors and Affiliations

  • D. Pongratz

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