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Einfluss von arteriellen Bypassrekonstruktionen auf die Lymphdrainage bei Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit

  • Th. Krössin
  • R. I. Rückert
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Part of the Berliner Gefäßchirurgische Reihe book series (BERLINGEFÄß, volume 8)

Zusammenfassung

Ziel dieser Studie war die Evaluierung qualitativer (morphologischer) und semiquantitativer (funktioneller) Informationen mittels der Lymphszintigraphie bei Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK) der unteren Extremität vor und nach arterieller Gefäßrekonstruktion. Prä- und postoperativ wurde bei 16 Patienten (Fontaine-Stadium ≥ IIb) nach Injektion von 110 MBq 99mTc-Nanokolloid in die Schwimmhäute der Füße eine dynamische und statische Lymphszintigraphie durchgeführt. Unterschieden wurden Gruppe I mit femoro-poplitealen (n = 7) und Gruppe II mit aorto-iliakalen Gefäßokklusionen (n = 16). In Gruppe I wurden femoro-popliteale oder -krurale, in Gruppe II aorto-bifemorale oder -profundale Bypässe angelegt. Alle semiquantitativen und qualitativen Parameter aus der Lymphszintigraphie wurden in dem Transportindex nach Kleinhans abgebildet, in einen Score umgerechnet und mit einer Kontrollgruppe von Probanden (n = 12) ohne PAVK verglichen. Der Score für den Kleinhans-Transportindex wurde bei Werten zwischen 0 und 19 als normal und bei Werten > 19 als pathologisch definiert. In Gruppe I zeigte er sowohl prä- als auch postoperativ einen Median von 24,0 (14; 28) (25. und 75. Perzentile) und 29,0 (19; 34), in Gruppe II mit 26,0 (18; 33) und 27,2% (26; 30) einen erhöhten pathologischen Wert im Vergleich zur Kontrollgruppe. Die Ergebnisse der Lymphszintigraphie und die Abbildung in einem Transportindex konnten zuverlässig prä- und postoperativ den Lymphgefäßstatus in beiden Gruppen darstellen. Interessanterweise zeigten die femoro-poplitealen oder aorto-iliakalen Bypassoperationen postoperativ keine deutliche Verschlechterung des Lymphgefäßstatus. Dies ist ein indirekter Hinweis für die Güte und Qualität heutiger Bypassoperationen. Die standardisierte Lymphszintigraphie ist daher ein geeignetes nuklearmedizinisches Verfahren, um präoperativ morphologische und funktionelle von postoperativen Veränderungen nach arterieller Rekonstruktion bei Patienten mit PAVK abzugrenzen.

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Copyright information

© Steinkopff Verlag Darmstadt 2006

Authors and Affiliations

  • Th. Krössin
    • 1
  • R. I. Rückert
    • 2
  1. 1.Klinik für Nuklearmedizin Campus Mitte CharitéUniversitätsmedizin BerlinBerlin
  2. 2.Klinik für Chirurgie/GefäßmedizinFranziskus-KrankenhausBerlin

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