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Marktversagen durch externe Effekte

  • Bodo SturmEmail author
  • Carsten VogtEmail author
Chapter
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Part of the Physica-Lehrbuch book series (PHYSICALEHR)

Zusammenfassung

Eine Annahme, die wir unausgesprochen die ganze Zeit über zugrunde gelegt haben, ist die, dass wir es mit Wettbewerbsmärkten zu tun haben. Es gibt eine ganze Reihe von Kriterien, die herangezogen werden, um Wettbewerbsmärkte zu charakterisieren. Das zentrale Kriterium ist jedoch, dass Unternehmen auf Märkten als Preisnehmer agieren, d. h., Unternehmen dürfen keine Möglichkeit besitzen, den Marktpreis zu beeinflussen. Typischerweise ist dies nur in der Marktform atomistischer Konkurrenz gewährleistet, wenn sich also viele sehr kleine Anbieter in einem Markt tummeln. Die Mikroökonomik weiß seit langem, dass in abweichenden Marktformen wie etwa dem Monopol oder dem Oligopol die Effizienzeigenschaft des Markts zerstört wird. Der Monopolist etwa verfügt über ein Maximum an möglicher Marktmacht: Er kann durch seine Ausbringungsmenge bestimmen, welchen Preis er von den Nachfragern verlangen kann. Im Standard-Monopolmodell der Mikroökonomik kann man leicht zeigen, dass ein Monopol mit Wohlfahrtsverlusten einhergeht. Marktmacht auf Unternehmensseite kann also ein Grund sein, weshalb reale Märkte nicht effizient funktionieren.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2011

Authors and Affiliations

  1. 1.Fakultät WirtschaftswissenschaftenHTWK LeipzigLeipzigDeutschland
  2. 2.Fachbereich WirtschaftHochschule BochumBochumDeutschland

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