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Verhältnismäßigkeitsgebot und Grundrechtsschutz

  • Richard Novak

Zusammenfassung

a) “Der Gesetzgeber ist nach der ständigen Judikatur des Verfassungsgerichtshofes (...) dem Art 6 StGG zufolge ermächtigt, die Ausübung der Berufe dergestalt zu regeln, daß sie unter gewissen Voraussetzungen erlaubt oder unter gewissen Umständen verboten ist (also auch den Erwerbsantritt behindernde Vorschriften zu erlassen), sofern er dabei den Wesensgehalt des Grundrechtes nicht verletzt und die Regelung auch sonst nicht verfassungswidrig ist. — Die jüngere Judikatur (...) hat dies dahin ergänzt und präzisiert, daß gesetzliche, die Erwerbsausübungsfreiheit beschränkende Regelungen nur dann zulässig sind, wenn sie durch das öffentliche Interesse geboten, geeignet, zur Zielerreichung adäquat und auch sonst sachlich zu rechtfertigen sind”.

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Notes

  1. 6.
    Ohne Anspruch auf Vollständigkeit seien hier genannt die frühe Stellungnahme von Kafka, Die Entwicklung der Grundrechte in Österreich, 2. ÖJT 1964, II/2, 6 (16 ff); ferner Berka, Die Europäische Menschenrechtskonvention und die österreichische Grundrechtstradition, ÖJZ 1979, 365; 428 (372 ff, 430 f); ders, Medienfreiheit und Persönlichkeitsschutz (1982) 80 ff.Google Scholar
  2. Korinek-Gutknecht, Der Grundrechtsschutz, in: Schambeck (Hrsg), Das österreichische Bundes-Verfassungsgesetz und seine Entwicklung (1980) 291 (304 f, 317 f)Google Scholar
  3. Novak, Schlechtwetter, Gleichheitssatz und Tendenzen der Verfassungsgerichtsbarkeit (Entscheidungsbesprechung), ZAS 1982, 232 (233 f)Google Scholar
  4. Griller, Verfassungswidrige Schrottlenkung? ÖZW 1985, 65 (71 ff); Kopetzki, Rechtsfragen des Anhalteverfahrens, ÖJZ 1988,193; 232 (234). Im Rahmen der Lehrbuchliteratur erste Hinweise bei Walter — Mayer, Grundrilß des österreichischen Bundesverfassungsrechts6 (1988) 438 f.Google Scholar
  5. 8.
    Dazu Korinek, Gedanken zur Lehre vom Gesetzesvorbehalt bei Grundrechten, in: Merkl-FS (1970) 171 (177 ff).Google Scholar
  6. 14.
    Dazu insb Binder, Entscheidungsbesprechung, ÖZW 1985, 25; eingehend Griller, ÖZW 1985, 65. Im Gesamtüberblick zum folgenden ferner Stolzlechner, Der verfassungsrechtliche Rahmen des Wirtschaftsrechts und seine Konkretisierung durch die verfassungsgerichtliche Judikatur, ÖZW 1987, 33 (41 f); Binder, Der materielle Gesetzesvorbehalt der Erwerbsfreiheit (Art 6 StGG) — Überlegungen zur neuen Judikatur des VfGH, ÖZW 1988, 1.Google Scholar
  7. 22.
    Dazu Schwaighofer, Entscheidungsbesprechung, ÖZW 1986, 125; Mayer, Die Bezeichnung von Anwaltssozietäten, das Werbeverbot für Rechtsanwälte und die Grundrechte, ÖJZ 1988, 292 (296 f).Google Scholar
  8. 30.
    Vgl die Glosse von Höhne, Erste Runde im Kampf um den Ladenschlulß: Aufhebung des “Sperrnachmittags”, WBl 1988, 33; Kupka, Ladenschlulß in Österreich, WiVerw 1988, 120 (141 f).Google Scholar
  9. 50.
    ZB Novak, ZAS 1982, 233 f; Korinek, Gedanken zur Bindung des Gesetzgebers an den Gleichheitsgrundsatz nach der Judikatur des Verfassungsgerichtshofes, in: Melichar-FS (1983) 48 f; Karollus, Zur verfassungsrechtlichen Verankerung des strafrechtlichen Schuldprinzips, ÖJZ 1987, 677 (678 ff).Google Scholar
  10. 58.
    Berka, Die Gesetzesvorbehalte der Europäischen Menschrechtskonvention, ZÖR 1986, 71 (82).Google Scholar
  11. 60.
    Dazu Berka, Menschenrechtskonvention, ÖJZ 1979, 370 ff; ders, ZÖR 1986, 80 ff; Geistlinger, Wehrpflicht und Grundrechte — Gedanken zur Rechtsprechung von VfGH und Konventionsorganen, ZÖR 1982, 75 (92 ff); Engel, Die Schranken der Schranken in der Europäischen Menschenrechtskonvention..., ZÖR 1986, 261; Bernegger, Die wirtschaftsrechtliche Bedeutung der Europäischen Menschenrechtskonvention, ÖZW 1987, 11; 45 (49 f).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag/Wien 1989

Authors and Affiliations

  • Richard Novak

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