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Fosfomycin in Cerebral and Spinal Abscesses

  • H. Tritthart

Summary

The treatment of intracranial and spinal abscesses remains controversial. There are advocates for primary surgical excision, external drainage and/or antibiotic therapy. During the last four years 45 patients with intracranial and spinal abscesses were treated surgically with addition of fosfomycin therapy 2 × 8 g daily. Bacterial flora was sensitive to fosfomycin in only 31 of 45 patients (25 patients with intracranial, 6 patients with spinal abscesses) in whom fosfomycin treatment was continued postoperative; the other patients were treated with an antibiotic regimen according to the antibiogram.

Pharmakokinetic properties of fosfomycin were determined in these 31 patients and revealed excellent penetration of this agent into the brain abscess and its membrane. The bacteriologic cure rate was 96%. One patient with multiple brain abscesses expired in the immediate postoperative period. Two patients survived with severe neurological sequelae. No adverse side effects could be demonstrated by fosfomycin therapy. 8 g of fosfomycin given 12 hourly IV is highly effective in the treatment of abscesses in the CNS.

Keywords

Brain Abscess Cerebral Abscess Subdural Empyema Spastic Diplegia Bacteriologic Cure Rate 
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Zusammenfassung

Intrakranielle und spinale Abszesse sind mit einer hohen Mortalität und Morbidität verbunden. Gründe dafür liegen zum Teil auf Seiten der Erkrankung: der oft unbekannten Ätiologie, den multipel resistenten Hospitalkeimen und in der Schwere des Verlaufs. Hirnabszesse entstehen entweder als fortgeleitete Infektion von einer Sinusitis oder Otitis media bzw. durch direkte Inokulation im Rahmen eines Traumas oder eines chirurgischen Eingriffes. Ein epiduraler spinaler Abszeß entsteht häufig auf der Basis einer Osteomyelitis eines Wirbelkörpers. Tuberkulöse Infektionen sind selten geworden.

Keime, die bei spinalen und intrakraniellen Abszessen isoliert werden, sind fakultativ anaerobe Streptokokken, Bakteroides spp, häufig werden jedoch koagulasepositive und -negative Staphylokokken sowie auch Enterobakterien gefunden.

Zudem bestehen jedoch gravierende therapeutische Probleme.

Hier geht es um die Frage chirurgische Intervention allein, chirurgische Intervention + Antibiotika oder Antibiotika allein. Sowohl über den optimalen Operationszeitpunkt und die Operationstechnik als auch über die Wahl des Antibiotikums gibt es divergierende Meinungen.

β-Lactam-Antibiotika und Aminoglykoside besitzen eine schlechte Penetration in intrakranielle Abszesse und sind daher von unbefriedigenden therapeutischen Ergebnissen gefolgt.

Im Rahmen einer klinischen und pharmakokinetischen Untersuchung bei 45 Patienten mit intrakraniellen und spinalen Abszessen wurde Fosfomycin in Kombination mit chirurgischer Exzision des Abszesses untersucht. Von diesen ursprünglich 45 Patienten wurde bei 31 (25 Patienten mit intrakraniellen Abszessen, 6 mit spinalen Abszessen) ein fosfomycinempfmdlicher Erreger isoliert und die Patienten entsprechend behandelt.

Die Patienten erhielten maximal 8 g Fosfomycin 2 × täglich oder je nach Körpergewicht weniger. Das Medikament wurde in jedem Fall gut vertragen, es wurden keine Nebenwirkungen beobachtet.

Im Rahmen einer pharmakokinetischen Untersuchung wurde bei 10 Patienten die Fosfomycinkonzentration in der Abszeßmembran und im Abszeßinhalt untersucht. Die Konzentrationen waren ähnlich hoch wie im Serum und betrugen im Mittel 170 μg/ml nach 120 Minuten.

Die ausgezeichnete Penetration von Fosfomycin ist neben der chirurgischen Intervention verantwortlich für die guten klinischen Ergebnisse. Nur 1 Patient von 31 verstarb an multiplen Hirnabszessen unmittelbar postoperativ. 2 Patienten zeigten wegen der ungünstigen Lokalisation des Herdes Spätschäden.

Patienten, die fosfomycinunempfindliche Keime im Abszess aufwiesen, wurden mit verschiedenen anderen Antibiotika (Cephalosporine, Aminoglykoside) behandelt. 4 dieser 14 Patienten verstarben.

Bei allen Patienten mit spinalen Abszessen konnte eine bakteriologische Heilung, bei 5 eine klinische Heilung erzielt werden.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, daß ausgezeichnete Behandlungsergebnisse bei intrakraniellen und intraspinalen Abszessen mit Fosfomycin und Exzision des Abszesses zu erzielen sind, was einerseits auf der guten antimikrobiellen Wirksamkeit von Fosfomycin auf die isolierten Keime als auch auf der guten Penetration des Präparates in den Abszeßherd beruht.

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Copyright information

© Springer-Verlag/Wien 1987

Authors and Affiliations

  • H. Tritthart
    • 1
  1. 1.Universitätsklinik für NeurochirurgieGrazAustria

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