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Heimholung und Gestaltung der Welt

  • Leopold Lentner
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Zusammenfassung

Leo XIII. hatte bei seinem Regierungsantritt nicht nur ein schwieriges Erbe übernommen, sondern zugleich war ihm auch die Aufgabe gestellt worden, die Kraft der Kirche in den neuen Strukturen der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts zum Ausdruck zu bringen. Es gibt kein Gebiet des öffentlichen Lebens, das damals nicht einer Veränderung unterworfen gewesen wäre. Gerade das Staatsleben wurde zum erbitterten Kampfplatz der Geister. Es ging nicht bloß um die eine oder andere Staatsform oder Staatsverfassung. Kleineren Geistern dünkte es wohl so und sie verwandten alle Kraft und Mühe darauf, in dieser Richtung sichtbare Erfolge zu erringen und liebgewordene Gedanken alter und neuer Art festzuhalten oder zu verwirklichen. Nicht so Leo XIII. Gerade seine fast stereotyp anmutenden Hinweise auf den gewaltigen Geisteskampf, der sich schon mehr als drei Jahrhunderte im Abendland abspielte, zeigen, daß sich dieser Papst der ungeheuren Tragweite bewußt war, die aus diesem Vorgang in Wirklichkeit resultierte und wie der heraufkommende Staat mit seinem „neuen Recht“beschaffen sein werde. Darum schürft Leo XIII. nach den lauteren Quellen der menschlichen Existenz und ihren urhaften Lebensbedingungen.

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Literatur

  1. 230.
    Erich Seeberg, Staat und Religion. In dem Sammelband: Menschwerdung und Geschichte. Aufsätze, Stuttgart 1938, S. 187.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1952

Authors and Affiliations

  • Leopold Lentner
    • 1
  1. 1.WienÖsterreich

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