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Die Antigen-Antikörper-Reaktion

  • R. Doerr
Chapter
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Part of the Die Immunitätsforschung book series (MGPPT, volume 7)

Zusammenfassung

Sie ist nicht nur die Ursache der anaphylaktischen Phänomene, sondern bestimmt auch durch die Geschwindigkeit ihres Ablaufs die Schwere der Symptome sowie das Ausmaß der Abgabe toxischer Stoffe (Histamin, Heparin, Acetylcholin) durch die Zellen, an denen sie sich abspielt. Sehen wir doch, daß wir beim sensibilisierten Versuchstier auch auf der Höhe seiner anaphylaktischen Reaktivität die Auswirkung einer intravenösen, also besonders gefährlichen Injektion sonst letaler Antigendosen beliebig abschwächen, ja bis auf Null reduzieren können, wenn wir das Tempo der Injektion hinreichend verlangsamen oder das gesamte Antigenquantum in kleinen Teildosen verabreichen; an den beiden Reaktionskomponenten, dem Antikörper und dem Antigen, wird in diesem Falle weder in qualitativer noch in quantitativer Hinsicht etwas geändert, sondern es wird nur der Reaktionsablauf abgebremst. Anderseits ist es bekannt, daß, so wie bei den Immunitätsreaktionen in vitro auch im anaphylaktischen Experiment das mengenmäßige Verhältnis der Reaktionskomponenten eine entscheidende Rolle spielt. Im aktiv anaphylaktischen Versuch kann man die Menge des Antikörpers nur darnach beurteilen, ob ein Schock von gewünschter Intensität oder Letalität erzielt werden kann. Sehr aufschlußreich ist dagegen in dieser Beziehung das passiv anaphylaktische Experiment am Meerschweinchen. Mit Hilfe dieser Versuchsanordnung konnte gezeigt werden:

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1951

Authors and Affiliations

  • R. Doerr
    • 1
  1. 1.BaselSchweiz

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