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Der Schultz-Dale-Test. — Grenzen seiner Beweiskraft. — Fehlerquellen

  • R. Doerr
Chapter
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Part of the Die Immunitätsforschung book series (MGPPT, volume 7)

Zusammenfassung

Zunächst muß festgestellt werden, daß der Schultz-Dale-Test isolierter Dünndarmsegmente von sensibilisierten Meerschweinchen und die Beeinflussung ihrer Reaktion gegen Antigen-Kontakt durch verschiedene chemisch definierte Antagonisten (Aminosäuren, Atropin, Physostigmin, synthetische Antihistaminica) in solchem Umfange verwendet wurde, daß man fast nicht von „einer“ Methode, sondern von der Methode der Wahl sprechen kann. In Anbetracht dieser Sachlage ist es zu begrüßen, daß P. A. Nicoll und D. H. Campbell (1940) die Geschichte dieses Tests mit größter Vollständigkeit dargestellt und Verbesserungen der erforderlichen Apparaturen vorgeschlagen haben. Nicoll und Campbell schreiben dem überlebenden Dünndarmsegment sensibilisierter Meerschweinchen denselben, wenn nicht noch größeren Wert als Testgewebe zu wie dem virginalen Uterus, wenn es sich um den Nachweis der „Anaphylaxie in vitro“ handelt. Sie selbst konnten mit dieser Methode zeigen, daß der Darmtest nicht vor dem sechsten Tage nach der sensibilisierenden Injektion des Meerschweinchens positiv wird und daß er sich nicht langsam zu entwickeln scheint, wenn man die für eine positive Reaktion erforderliche Antigen-Konzentration als Maßstab der Sensibilität zur Zeit der Ausführung der Probe betrachtet.

Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1951

Authors and Affiliations

  • R. Doerr
    • 1
  1. 1.BaselSchweiz

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