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„Externe“ und „interne“ Fragen: eine problematische Lösung

  • Lothar Krauth
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Part of the LEP Library of Exact Philosophy book series (LEP, volume 1)

Zusammenfassung

Es wurde in Kapitel I c) dargelegt, wie durch die konsequente Entwicklung der semantischen Grundgedanken Carnaps alte philosophische, besonders ontologische Fragen sich neu stellen können (hier das Universalienproblem), und wie nach der Veröffentlichung von 1947 [Meaning] der Vorwurf erhoben wurde, Carnap vertrete in seiner Semantik implizit eine „platonische Metaphysik“ (oben,S. 45). Man klagte Carnap eines übertriebenen (naiven) Realismus an und sagte zum Beispiel, die Auffassung, daß jeder Ausdruck einer semantischen Sprache (intensional) eine reale Entität bezeichne, das, „Fido‘-Fido-Prinzip“, sei eine „groteske Theorie“ 1. Carnap verteidigt sich gegen diese Angriffe insbesondere in 1950 [Empiricism]. Die dort entwickelten Überlegungen betreffen zwar in erster Linie die (angeblichen) ontologischen Implikanzen seiner Semantik, dienen aber später auch zur Klarstellung anderer in den Arbeiten Carnaps aufgetretener grundsätzlicher Probleme, so die Frage nach der Begründung der induktiven Logik2. Die Art der Argumentation und deren philosophische Tragweite berechtigen zu der Annahme, daß„Externe“ und „interne“ Fragen: eine problematische Lösung hier ein weiterer fundamentaler Aspekt der philosophischen Ansichten Carnaps zum Ausdruck kommt Auf die Frage, was „Philosophie“ für Carnap sei, wird so ein neues Licht geworfen; außerdem eröffnet sich von da her ein wichtiger Zugang zum Gesamtverständnis der Arbeiten Carnaps überhaupt.

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© Springer-Verlag/Wien 1970

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  • Lothar Krauth

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