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Die grundsätzliche Auffassung der Philosophie bei Carnap

  • Lothar Krauth
Chapter
Part of the LEP Library of Exact Philosophy book series (LEP, volume 1)

Zusammenfassung

Schon wiederholt ist in den vorausgegangenen Kapiteln angeklungen, welche Auffassung bei Carnap und im logischen Empirismus allgemein hinsichtlich der Bestimmung von Sinn und Aufgabe jener Tätigkeit besteht, welche üblicherweise als „Philosophie“ bezeichnet wird. Diese Auffassung ist einerseits gekennzeichnet durch die Ablehnung der traditionellen Art des „Philosophierens“ als „metaphysisch“, also durch eine Antimetaphysik, und soweit das Bestehen eines eigenen philosophischen Erkenntnisgebietes neben dem der Einzelwissenschaften überhaupt bestritten wird, vielleicht sogar durch eine „Antiphilosophie“ 1. Andererseits soll hier zum ersten Mal eine wissenschaftliche Bestimmung des Begriffs der „Philosophie“ erfolgen dadurch, daß sie als „Wissenschaftslogik“, später als „Philosophy of Science“, verstanden wird. Sowohl die verneinenden als auch die bejahenden Aspekte der bisher erwähnten empiristischen Charakterisierungen der „Philosophie“ blieben letztlich recht unbestimmt. Wenn wir nun in den Arbeiten Carnaps nach näheren Hinweisen suchen in der Hoffnung, vielleicht eine ausdrückliche Definition oder ein Explikat seines Begriffes der „Philosophie“ zu finden, so müssen wir feststellen, daß er sich entweder nur in gelegentlichen, eher allgemeinen Bemerkungen, die nicht viel weiterhelfen, dazu äußert oder aber, wo hinsichtlich einer diesbezüglichen Definition eingehendere Überlegungen angestellt werden, daß er diese schon nach kurzer Zeit wieder verwirft oder als änderungsbedürftig bezeichnet.

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© Springer-Verlag/Wien 1970

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  • Lothar Krauth

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