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Die theoretischen Begriffe der Wissenschaft

  • Lothar Krauth
Chapter
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Part of the LEP Library of Exact Philosophy book series (LEP, volume 1)

Zusammenfassung

Stellt man sich die in den Einzelwissenschaften tatsächlich verwendeten Begriffe in einer Liste zusammengestellt vor, in der Weise geordnet, daß die konkretesten Begriffe am Anfang stehen und die abstraktesten am Ende, dann lassen sich in großen Zügen verschiedene Begriffsgruppen unterscheiden. Eine erste Gruppe — oder Schicht — umfaßt die „Elementarbegriffe“ („elementary terms“), wie sie Carnap nennt. Damit sind einfache Ausdrücke gemeint, die sich direkt auf „Beobachtbares“ beziehen, auf unkomplizierte Ding-Eigenschaften, wie sie von unseren Sinnen oder höchstens mit elementaren technischen Hilfsmitteln festzustellen sind. Eine zweite Schicht besteht aus Begriffen, die zwar nicht direkt Beobachtbares bezeichnen, aber mit den Elementarbegriffen eng verbunden sind, da sie durch einfache Beobachtungsausdrücke explizit oder mittels Gebrauchsdefinitionen definiert werden können. Die Begriffe der darauffolgenden Gruppen entfernen sich in fortschreitendem Maße immer weiter von der Beobachtungsbasis, werden also immer „abstrakter“, jedoch nur so weit, als sie sich noch in irgendeiner Weise auf die Elementarbegriffe zurückführen lassen, etwa in „Reduktionssätzen“ oder durch die Angabe einer „Bestätigungsmöglichkeit“ für den ganzen Satz, in dem sie vorkommen (siehe das vorhergehende Kapitel II). Nach empiristischer Ansicht, wie wir sie bis hierher kennengelernt haben, müßte unsere Liste bis zu diesem Punkte alle wissenschaftlich zulässigen Begriffe umfassen.

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© Springer-Verlag/Wien 1970

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  • Lothar Krauth

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