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Schlaganfall pp 153-157 | Cite as

Die spontane intrazerebrale Blutung

  • J. Langmayr
Chapter

Zusammenfassung

Trotz verbesserter bildgebender Diagnosemöglichkeiten, verfeinerter Operationstechniken und neuer intensivmedizinischer Kenntnisse stellt die Hirnblutung ein schwerwiegendes Krankheitsbild mit einer Todesrate von 37–75% dar. Die rasche diagnostische Abklärung ist deshalb so wichtig, weil heute zumindest ein Teil dieser Blutungen einer chirurgischen Behandlung zugänglich ist, während in früheren Zeiten mit der Diagnose Apoplexie meist ein unheilvoller Verlauf vorgezeichnet war. Unabhängig von der Art des oft dramatisch einsetzenden Krankheitsbildes wird der Begriff Apoplexie verwendet. Dieser Ausdruck leitet sich vom griechischen apoplesso, d. h. niederschlagen, betäuben, ab. Die ein klinisches Zustandsbild ausdrückende Bezeichnung wurde mit der Zeit gleichbedeutend mit dem anatomischen Befund der Hirnblutung. Ja, man benützt das Wort Apoplexie jetzt auch im übertragenen Sinn zur Kennzeichnung stürmischer Blutungen in anderen Organen und spricht z.B. auch von Bauchspeicheldrüsenapoplexie oder apoplektiformen Blutungen. Streng genommen ist der Begriff Apoplexie nur bei schwerwiegend verlaufenden, meist mit Bewußtlosigkeit einhergehenden zerebrovas- kulären Erkankungen zu verwenden. Ursache der spontanen Hirnblutungen sind zu 75% Bluthochdruck und Arteriosklerose, zu weiteren 10% andere Blut- und Gefäßkrankheiten einschließlich der Folgen nach Blutverdünnungstherapie.

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© Springer-Verlag/Wien 1996

Authors and Affiliations

  • J. Langmayr

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