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Einleitung

  • Wolfgang Kristoferitsch

Zusammenfassung

Eine schmerzhafte, nach Zeckenstich und Hautrötung auftretende Meningoradikulitis wurde erstmals 1922 von den französischen Neurologen Garin und Bujadoux (93) beschrieben. Das bereits von den Erstbeschreibern erwähnte Erythem konnte 1930 von Hellerström (123) als Erythema migrans (EM) identifiziert werden. Das EM imponiert als eine zunächst meist homogene Hautrötung, die sich von der Stelle des Zeckenstiches zentrifugal ausbreitet, große Hautareale einnehmen kann, schließlich vom Zentrum her abblaßt und ringförmig erscheint (Abb. 1, 2 [Farbtafel I, S. 149]). Histologisch liegt der Entzündung eine mononukleäre, überwiegend perivaskulär angeordnete Zellinfiltration der mittleren und oberen Dermis zugrunde. Das EM wurde erstmals 1909 vom schwedischen Dermatologen Afzelius (9) beobachtet, der bereits den Zusammenhang mit einem vorausgegangenen Zeckenstich erkannt hatte. Der Wiener Dermatologe Lipschütz (191) machte 1913 auf den chronischen Verlauf mancher Fälle aufmerksam und führte die Bezeichnung Erythema chronicum migrans ein.

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Copyright information

© Springer-Verlag, Wien 1989

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Kristoferitsch
    • 1
  1. 1.Neurologische AbteilungWilhelminenspitalWienAustria

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