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Zusammenfassung

Im vorigen Kapitel suchte ich die verschiedenen Glückserlebnisse, jedes einzeln, in seiner Eigenart zu kennzeichnen. Ganz vorurteilslos, wie eine phänomenologische Beschreibung eigentlich sein sollte, war diese Beschreibung nicht, da ja die Kategorie, in welcher das psychische Geschehen ausgedrückt wurde, durch Abstraktion erhalten ward. Dies führte zur Aufstellung eines Schemas, und jedem Schema haftet notwendigerweise mehr oder weniger ein Vorurteil an. In diesem Kapitel werden wir nun das Individuelle in den Hintergrund stellen und uns mit den allen hier beschriebenen Glücksgefühlen gemeinsamen Zügen und dem Wechsel der verschiedenen Phänomene, die wir als Akte, Intentionen, Bewußtseinszustände kennen gelernt haben, beschäftigen. So wollen wir versuchen, zu vollkommenem statischem Verstehen des Glücksgefühls, d. h. des subjektiven Glücksgefühls als Zustand, zu kommen. Danach werden wir untersuchen, ob die beschriebenen Zustandsbilder etwas lehren über die Art und Weise des Auftretens im Strome des gesamten psychischen Geschehens, über die Genese des Glücksgefühls.

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Literatur

  1. 1).
    Zum Vergleich füge ich hier noch die andern Umschreibungen Husserls hinzu, in welchen er das Bewußtsein auffaßt als „den gesamten reellen phänomenologischen Bestand des empirischen ‚Ich‘, als Verwebung der psychischen Erlebnisse in der Einheit des Erlebnisstromes“ und „Bewußtsein“ als zusammenfassende Bezeichnung für jederlei „psychische Akte“ oder „intentionale Erlebnisse“. (Zit. aus Binswanger: Probleme der allgemeinen Psychologie, S. 152).Google Scholar
  2. 1).
    Ausführlicher schrieb ich hierüber in meiner oben genannten Publikation.Google Scholar
  3. 1).
    Ein typischer Fall wurde von L. Bouman und A. Grünbaum in den Psychiatrische en Neurologische Bladen 1921 beschrieben.Google Scholar
  4. 1).
    Daher werden hier Zustände als nicht psychogen betrachtet werden, die später in dem klinischen Teile als psychogen genannt werden, weil sie wenigstens teilweise als die Folge von Gemütsbewegungen angesehen werden können.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1924

Authors and Affiliations

  • H. C. Rümke
    • 1
  1. 1.AmsterdamNiederlande

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