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Neue Niederschlagszahlen aus den zentralen Ötztaler Alpen

  • H. Hoinkes
Conference paper
Part of the Jahresberichte des Sonnblick-Vereines book series (SONNENBLICK, volume 1951/52)

Zusammenfassung

Unsere Kenntnis von den Niederschlagsverhältnissen des höchsten Teiles der zentralen Ötztaler Alpen gründet sich auf die Beobachtungsergebnisse von sechs Totalisatoren, die vom Deutschen und Österreichischen Alpenverein in den Jahren 1926 bis 1937 nach und nach aufgestellt worden sind. Sie stehen alle im Einzugsgebiet der Rofenache, die einige der bedeutendsten Gletscher der Ostalpen, so Hintereis-, Hochjoch- und Vernagtf erner, entwässert. Die Bedeutung dieser Gletscher ist nicht allein durch ihre Ausdehnung gegeben; hier war und ist seit der in der Geschichte der Gletscherforschung denkwürdigen Vermessung des Vernagtferners im Jahre 1889 durch S. Finsterwal-der [6] einer der Schwerpunkte der Bemühungen, den Problemkomplex Gletscher verstehen zu lernen. Getragen vom D. u. Ö. Alpenverein, wurde das Verhalten der Gletscher des Rofentales seither durch häufige Vermessung von Quer- und Längsprofilen und durch in längeren Abständen wiederholte photogrammetrische Aufnahmen sorgfältig überwacht. Zur Ergänzung des geodätisch-topographischen Arbeitsprogrammes war von A. Wagner eine umfassende Kontrolle des Eishaushaltes im gesamten Einzugsgebiet der Rofenache geplant worden. Die zunächst so erfolgversprechend angelaufenen Totalisatorenbeobachtungen wurden aus kriegsbedingten Schwierigkeiten in den Jahren 1940/41 eingestellt, während die unerläßlichen definierten Abflußmessungen — der Einbau einer Sohlenschwelle in die Rofenache war 1939 bereits bewilligt worden, mußte dann aber zurückgestellt werden — aus den gleichen Ursachen nicht über das Versuchsstadium hinaus gediehen. Lediglich die zur Erleichterung der klimatologischen Deutung der festgestellten Tatsachen im Herbst 1934 eingerichtete Klimabasisstation in Vent (1900 m) konnte dank der großzügigen und traditionsbewußten Förderung durch den Alpenverein, später Österreichischen Alpenverein — ebenso wie das geodätische Arbeitsprogramm [15] — mit vergleichsweise geringfügigen Einschränkungen durch die Nöte der späteren Kriegs- und Nachkriegsjahre fortgeführt werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Wien 1954

Authors and Affiliations

  • H. Hoinkes
    • 1
  1. 1.InnsbruckÖsterreich

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