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Zur Geschichte des k. u. k. Technischen Militär-Komitees 1869–1918

  • Oskar Regele
Chapter
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Part of the Blätter Für Technikgeschichte book series (TECHNIKER, volume 14)

Zusammenfassung

Unter dem Eindruck des letzten, des technischen Jahrhunderts, hat sich bisweilen die Meinung verbreitet, die Kriegführung hätte in den vorangegangenen Epochen mit der Technik wenig zu tun gehabt, man hatte vornehmlich die Feldschlachten vor sich, die von mehr oder minder dürftig bewaffneten Massen aus-gefochten wurden. Und doch ist die Kriegstechnik so alt wie die Kriegführung selbst, denn die Erzeugung aller Waffen, die Überwindung der natürlichen Hindernisse, wie der Gebirge oder Flüsse, besonders aber das Ringen um Fortifikationen, also um Festungen, Burgen oder befestigte Lager, erforderte jederzeit gründliche technische Vorbereitungen. Jahrtausende zurück benützten die Assyrier Kampfwagen und machten Feuerangriffe mit Pech und Schwefel; die Griechen kämpften mit Sichelwagen; die Körner wurden durch ihre Militärstraßen und -brücken wie auch durch gute Wurfmaschinen berühmt; die Chinesen und Araber bedienten sich betäubender Gase und Dämpfe, der Minenkrieg ist uralt und das griechische Feuer der Byzantiner fehlt in keiner Chronik der Kriegstechnik. Die Waffenfabrikation hat nicht nur das Handwerk gefördert, die Geschützerzeugung hat — nach Sombart 1 — am meisten zur Fortentwicklung der metallverarbeitenden Industrie, das Schieß wesen zur Entwicklung der Meßverfahr en beigetragen. Zur Entstehung der nordböhmischen Industrie gab Wallenstein den Anstoß, als Schöpfer der schwedischen kann Gustav II. Adolf gelten.

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Literatur

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Copyright information

© Wien · in Kommission: Springer-Verlag 1952

Authors and Affiliations

  • Oskar Regele

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