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Der Ursprung der Riesenehromosomen

  • Wolfgang Beermann
Chapter
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Part of the Protoplasmatologia book series (PROTOPLASMATOL., volume 6 / D)

Zusammenfassung

Es ist eine auffallende Tatsache, daß alle Dipteren, mit Ausnahme vielleicht der Tipuliden, in den somatischen Ruhekernen höherer Wertigkeit durch den Besitz polytäner Chromosomen ausgezeichnet sind, während die polyploiden Zellkerne der taxonomisch den Dipteren am nächsten stehenden Insekten, etwa der Neuropteren, Lepidopteren, Siphonapteren usw. stets nur normale (einwertige) Chromosomen in polyploider Anzahl enthalten. Auch bei den übrigen Insekten, ja bei allen Arthropoden und im gesamten übrigen Tierreich ist die Polytänie in dieser Form niemals beobachtet worden. Die einzige Ausnahme von dieser Regel bildet (falls sich der Befund bestätigt) eine indische Collembolenspezies, die der Gattung Womersleya angehört (PRABHOO und NAYAR 1961). Da sich die echten Polytänchromosomen zweifellos von normalen, einwertigen Chromosomen ableiten, wäre zu erwarten, daß sich im übrigen Organismenreich (außerhalb der Dipteren) wenigstens phylogenetische Vorstufen der Polytänie auffinden lassen. Vielwertige Chromosomen, die derartige Zwischenformell auf dem Wege von der Polyploidie zur Polytänie hin repräsentieren und die morphologisch in vieler Hinsicht den in den Nährzellen der Dipteren beobachteten Übergangsstadien (S. 32 ff.) vergleichbar sind, kommen überraschenderweise bei den Blütenpflanzen vor (TSCHERMAK-WOESS 1956, 1957; HASITSCHKA 1956).

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Reference

  1. 8.
    Vgl. COOPER (1938): „Concerning the origin of the polytene chromosomes of the Diptera.“Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag in Vienna 1962

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Beermann
    • 1
  1. 1.TübingenDeutschland

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