Advertisement

Die stoffliche Zusammensetzung der Riesenchromosomen

  • Wolfgang Beermann
Chapter
  • 12 Downloads
Part of the Protoplasmatologia book series (PROTOPLASMATOL., volume 6 / D)

Zusammenfassung

Im lebenden oder im überlebenden Zustand sind die Riesenchromosomen nach übereinstimmender Auskunft aller Autoren, die mit dem Micromanipulator gearbeitet haben, weiche, leicht deformierbare Gele von hoher Elastizität (z. B. VONWILLER und AUDOVA 1933, DOYLE und METZ 1955, BUCK 1942, GLANCY 1946). Sie lassen sich im Leben bis zum Zehnfachen ihrer ursprünglichen Länge reversibel strecken (GLANCY). Dabei vergrößert sich ihr Volumen, weil die Quer-Kontraktion nicht der Streckung entspricht (BUCK). Die Streckung und das eventuelle Zerreißen finden ausschließlich in den Zwischenscheiben statt. Die Zwischenscheiben müssen also eine lockere, schwammige Struktur besitzen, was durch die licht- und elektronenoptischen Befunde (S. 64 ff.) und durch Massenbestimmungen (ENGSTRöM und RUCH 1957) auch direkt belegt ist. Durch Zusatz verdünnter Alkalien zum Präparations-Medium wird die Dehnbarkeit unhxierter Riesenchro-mosomen erhöht und ihre Elastizität erniedrigt. Verdünnte Säuren und Calcium wirken sich wie die Fixierung mit Formol oder OsO4 umgekehrt in einer Steigerung der Viskosität und Rigidität aus (GLANCY 1946; über die Wirkung verschiedener Fixierungen vgl. DOYLE und METZ 1935). Als optimales Präparations-Medium zur Isolierung lebender Speicheldrüsenchromosomen von Ghironomus gibt GLANCY folgende Lösung an: KC10,09 M, NaCl0,06 M, Phosphatpuffer 0,005 M, pH 7,0.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag in Vienna 1962

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Beermann
    • 1
  1. 1.TübingenDeutschland

Personalised recommendations