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Heterochromatin und Heteropyknose in Riesenchromosomen

  • Wolfgang Beermann
Chapter
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Part of the Protoplasmatologia book series (PROTOPLASMATOL., volume 6 / D)

Zusammenfassung

Ihr charakteristisches Gepräge als „Riesenehromosomeii“ erhalten die polytänen Chromosomen fast ausschließlich durch das Euchromatin. Die heterochromatischen Chromosomenabschnitte, die oft das Bild des Chromosomensatzes entscheidend mitbestimmen, treten im polytänen interphasi-schen Zustand wenig in Erscheinung, weil sie an der Gestaltung und am Wachstum der Riesenchromosomen kaum teilnehmen. Als „heterochroma-tisch“ bezeichnet HEITZ (1928) Chromosomen oder Chromosomenabschnitte, deren Kondensationsgrad in bestimmten Phasen des Form Wechsels oder permanent erhöht ist („Heteropyknose“). Die genetisch-physiologische Bedeutung des Heterochromatins und seine chemische Zusammensetzung sind Gegenstand zahlreicher Untersuchungen gewesen (vgl. RESENDE 1945, BARI-GOZZI 1950, HANNAH 1951). Die heterochromatischen Anteile des Genoms haben sich nach der Voraussage von HEITZ (1929) dort, wo sie daraufhin untersucht wurden, als genetisch „inert“ erwiesen, d. h. der Verlust oder die Vermehrung derartiger Abschnitte hat keine schwerwiegenden Folgen, und es gelingt nicht, das Heterochromatin mit genetischen Methoden in diskrete, qualitativ verschiedene genetische Einheiten aufzugliedern. Die experimentelle Verlagerung euchromatischer Chromosomenabschnitte an heterochromatische führt in den verlagerten euchromatischen Loci zu Positionseffekten vom „variegated“-Typus.

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Reference

  1. 1.
    In der Chromosomenkarte der Abb. 101 ist das lockere Kinetoehoren-Hetero-chromatin nicht dargestellt.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag in Vienna 1962

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Beermann
    • 1
  1. 1.TübingenDeutschland

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