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Morphologie der Riesenchromosomen im euehromatischen Zustand

  • Wolfgang Beermann
Chapter
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Part of the Protoplasmatologia book series (PROTOPLASMATOL., volume 6 / D)

Zusammenfassung

Chromosomen oder Chromosomenahschnitte, die ein typisches Quer-scheibenmuster (vgl. S. 64) aufweisen, werden als euchromatisch bezeichnet. Diese seit langem gebräuchliche Definition (z. B. BAUER 1936 a) setzt voraus, daß der Bündelungszustand der Chromosomen eine Aneinanderlagerung der homologen Chromomeren zu Querscheiben überhaupt möglich macht. In Kernen, die ganz locker gebündelte polytäne Chromosomen enthalten, wie die Kerne in den Speicheldrüsen einiger Cecidomyiden oder die ovaria-len Nährzellen, nähert sich die Binnenstruktur mehr oder minder dem retikulären Zustand an. Hier ist für die Unterscheidung von Eu- und Heterochromatin nur noch das Kriterium der Heteropyknose brauchbar (vgl. Heterochromatin und Heteropyknose, S. 113 ff.).

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References

  1. 3.
    Ähnlich ist die Situation bei Culiciden, z. B. Anopheles maculipennis atro-parvus (FRIZZI 1947 und später).Google Scholar
  2. 4.
    Vollständiges Zitat: Es ist „unbestreitbar, daß hier eine vital gegebene Struktur der Kernfäden vorliegt, deren Wesen eine Zusammensetzung aus different beschaffenen Längenabschnitten ist. Und danach wird der Analogie-Schluß naheliegen, daß jene Granulierungen der Fäden in anderen Kernen, wenn sie auch verwaschener und vielfach nicht demonstrierbar sind, auf dasselbe Prinzip des Baues hinauskommen.Google Scholar
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    Painter bezieht sieh hier auch auf die Entdeckung der Paarnatur der Riesenchromosomen und auf die besonderen Verhältnisse im Chromocentrenkern von Drosophila (Lokalisierung der genetisch inerten Bereiche, Zuordnung der Chromosomenarme).Google Scholar
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    Bei diesen „Doppelscheiben“ handelt es sich oft — nicht immer! — um Elemente, deren Doppelnatur morphologisch nicht feststeht, vgl. S. 71; auch sind Doppelscheiben nicht überall so verbreitet wie bei Drosophila, Bauer 1935. Die Ansicht von Bridges (1935 b, c: 1937), wonach jedes Gen eine „Kapsel“ mit achromatischem Zentrum darstellt, kann, wie Bauer belegt hat. schon aus morphologischen Gründen nicht allgemein zutreffen.Google Scholar
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    Hierzu wird die Mutationsrate an einzelnen (durch Allelie definierten) Genorten mit der Mutationsrate des gesamten Genoms verglichen. Für das X von Drosophila melanogaster kommt z. B. Aljikhanian (1937) mit dieser Methode auf die Zahl von 968 Loci — gegenüber 1024 Querscheiben nach Bridges (1938).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag in Vienna 1962

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Beermann
    • 1
  1. 1.TübingenDeutschland

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