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Zusammenfassung

  • Erwin Bünning
Part of the Protoplasmatologia book series (PROTOPLASMATOL., volume 8 / 9a)

Zusammenfassung

Unser Wissen über die Polarität des Protoplasten beruht fast nur auf Indizien; wir müssen uns im wesentlichen noch damit begnügen, aus dem physiologisch-anatomischen Verhalten Rückschlüsse zu ziehen. Diese Rückschlüsse ergeben ungefähr folgendes Bild über Entstehung, Natur und Wirkung der protoplasmatischen Polarität:
  1. 1. Phase

    Die Zelle ist unpolarisiert, polar gebaute Moleküle sind vorhanden, aber nicht geordnet. Infolgedessen sind auch alle morphogenetisch wichtigen Substanzen in der Zelle mehr oder weniger gleichmäßig verteilt.

     
  2. 2. Phase

    Äußere Faktoren (lebendes oder totes Milieu) verursachen in der Zelle stoffliche Gradienten.

     
  3. 3. Phase

    Die stofflichen Gradienten richten die polar gebauten Moleküle aus; diese werden dabei zu einer festen, wahrscheinlich schraubigen Struktur in peripheren Plasmaschichten verankert, die sich ohne Energiezufuhr erhalten kann.

     
  4. 4. Phase

    Die genannte, aus polar gebauten Molekülen aufgebaute Struktur bedingt die Schaffung weiterer stofflicher und energetischer Gradienten (Gradienten der Auxinkonzentration, der Mikrosoniendichte, elektrische Potentialdifferenzen usw.). Verantwortlich für diese polaren Verlagerungen sind Form- oder Zustandsänderungen der einzelnen polar gebauten Moleküle. Diese Zustandsänderungen bedürfen der Energiezufuhr.

     
  5. 5. Phase

    Die stofflichen und energetischen Gefälle bedingen weitere polare stoffliche Verschiedenheiten in den Zellen.

     

Copyright information

© Springer-Verlag in Vienna 1958

Authors and Affiliations

  • Erwin Bünning
    • 1
  1. 1.TübingenDeutschland

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