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Einleitung

  • Günther Oberdorfer
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Zusammenfassung

Die äußere Natur affiziert unsere Sinne durch Erscheinungen, deren Wesen an und für sich dem Menschen unzugänglich bleibt. Die an die Vernunft weitergeleiteten Sinneseindrücke veranlassen den Verstand, diese zu ordnen und zu verknüpfen, so daß ihr vermeintlicher oder wirklicher Zusammenhang den Menschen befähigt, die Erscheinung zu „verstehen“ und vermöge eines Postulates über Ursache und Wirkung vorauszusagen. Die auf diese Weise aufgestellten Gesetze, die als Naturgesetze die Erscheinungen beschreiben oder als Formeln die Berechnung gewünschter Abhängigkeiten oder Festsetzungen möglich machen sollen, bedienen sich als einziger, dem Menschen für diesen Zweck zugänglicher, exakter Sprache der Mathematik. Um diese auf die physikalischen Erscheinungen anwendbar zu machen, ordnet man den Erscheinungen mathematische Buchstabensymbole zu, die man Gröβen nennt und die aus zwei Faktoren bestehen, einer Maβzahl und einer Einheit. Es ist dann allgemein eine Größe G
$$G = G*\left( G \right),$$
das Produkt aus einer Maßzahl G* und einer Einheit (G). Die Einheit ist ein bestimmtes Exemplar aus einer Vielzahl gleichartiger Größen, dessen Ausdehnung (Abmessung) so günstig liegt, daß es bequem zum Vergleich der Ausdehnung der übrigen gleichartigen Größen dienen kann. Dieser Vergleich, bei dem festgestellt wird, wie oft die Einheit in der mit ihr verglichenen Größe enthalten ist, bildet den Gegenstand des Messens, die Vergleichszahl ist die Maßzahl.

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Copyright information

© Springer-Verlag in Vienna 1952

Authors and Affiliations

  • Günther Oberdorfer
    • 1
  1. 1.Technischen Hochschule GrazÖsterreich

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