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Rückblick

  • Gustav Theodor Fechner
Part of the Kleine Bibliothek für das 21. Jahrhundert book series (BIBLIOTHEK, volume 1)

Zusammenfassung

Man sieht nach allem, was ich vorweg sagte, die Atomistik erfreut sich einer doppelten Bewährung, einmal darin, daß man in das Tiefste, in das Feinste der Erscheinungen eingeht, dann, daß man zum allgemeinsten, umfassendsten Zusammenhange der Erscheinungen geht. Beides aber hängt zusammen. Denn sofern auf der feinen Gliederung der Materie auch eine Menge, ja ganze Gebiete feiner Erscheinungen beruhen, fallen diese notwendig außer den Zusammenhang der Wissenschaft, wenn diese die feine Gliederung der Materie nicht in ihren Zusammenhang aufnimmt, bleiben nur abgesonderte Tatsachen, statt Folgerungen für sie zu werden. Das Grobe der Erscheinungen bedarf der Atomistik so wenig als die Besonderheit der Erscheinungen. Die feinste Zergliederung und allgemeinste Verknüpfung aber bieten sich die Hand, die Atomistik zu fordern. Hierin liegt zugleich die Antwort auf die Frage, die man erheben kann, warum doch das Bedürfnis der Atomistik sich erst im Fortschritt der Naturwissenschaften geltend gemacht hat, nun aber fortgehends damit gewachsen ist. Überall fängt man mit dem Groben und Einzelnen an und schließt mit der feinsten Ausarbeitung und vollständigsten Verknüpfung. Wem dann freilich das Feine zu fein, der Zusammenhang zu hoch, dem bleibt auch die Atomistik zu fein und zu hoch.

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© Springer-Verlag Wien 1995

Authors and Affiliations

  • Gustav Theodor Fechner

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