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Gründe für die Atomistik aus dem Bedürfnis, die magnetischen mit den elektrischen und anderen Erscheinungen gesetzlich zu verknüpfen

  • Gustav Theodor Fechner
Part of the Kleine Bibliothek für das 21. Jahrhundert book series (BIBLIOTHEK, volume 1)

Zusammenfassung

So schlagend für den Sachverständigen und Unbefangenen, der sich an das Urteil Sachverständiger zu halten gewohnt ist, die Gründe des vorigen Kapitels erscheinen mögen, kann doch ein Dynamiker, um sich nicht für überwunden zu erklären, zur Beschwerde greifen, daß ihm zugemutet werde, jene Gründe ohne Möglichkeit eigener genauer Prüfung gelten zu lassen, oder sich in Studien zu vertiefen, in welche die meisten Anhänger der Atomistik selbst sich scheuen zu vertiefen. Mag diese Ausflucht ihm zugute kommen, so findet er aber hier eine neue Reihe von Tatsachen, wo sie nicht mehr hilft; da vielmehr an jeden, der über die Atomenfrage urteilen will, die Zumutung gestellt werden kann, so viel, und es ist in der Tat sehr wenig, von der Physik zu verstehen, um die folgenden Gründe zu verstehen. Noch weniger Zumutung liegt in den Gründen der folgenden Kapitel.

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Anmerkungen Teil 1

  1. 1.
    Eine Abweichung, welche darin liegt, daß in den elektrischen Spiralen die Pole (Stellen stärkster Anziehung) ganz an den Enden, in den Magneten in einem kleinen Abstande von den Enden liegen, braucht, als nur von untergeordneter Bedeutung, hier nicht berücksichtigt zu werden, da sie sich leicht dadurch repräsentieren läßt, daß in den Magneten die Kreisströme nach dem Ende zu an Intensität abnehmen oder den Parallelismus gegen die übrigen Ströme verlieren; indes sie in allen Windungen der Spirale gleich stark und (nahehin) parallel sind.Google Scholar
  2. 2.
    So ist es nach Entdeckung des Elektromagnetismus noch längere Zeit von vielen Physikern geschehen, und vielleicht stehen manche noch jetzt auf diesem Standpunkte; doch scheint die Beziehung auf Elementar-oder Molekularmagnete statt auf elektrisch umkreiste Teilchen, wo sie noch stattfindet, im allgemeinen mehr durch die bequemere Repräsentation, welche sie in Verhältnis zur Ampèreschen Auffassung für manche Kreise der Erscheinungen bietet, als durch einen Abweis der Ampèreschen Auffassung veranlaßt, mit Rücksicht, daß die schließliche Übersetzung der einen Auffassung in die andere in jedem Falle leicht ist.Google Scholar
  3. 3.
    Fortschr. Phys. 1858, S. 486) [vermtl. Wiedemann (1858), S. 563–577]Google Scholar
  4. 4.
    Ebd., S. 486) [vermtl. Wiedemann (1858), S. 563–577]Google Scholar
  5. 5.
    Wiedemann (1858), Fortschr. Phys. 1858, S. 503, Wiedemann (1860), S. 744 (?) [oder PA Bd. 103, S. 563, PA Bd. 106, S. 161, Auszüge daraus in: Fortschr. Phys. 1859, S. 4, außerdem: Fortschr. Phys. 1860, S. 521 „Alle diese Erscheinungen sprechen wiederum für die, von G. Wiedemann bei Gelegenheit seiner früheren Untersuchungen verfochtene Ansicht über die Zusammensetzung der Magnete aus Molecularmagneten, welche um ihren Schwerpunkt drehbar sind.“ Beetz W., Erlangen]Google Scholar
  6. 6.
    Den Ausdruck latente Wärme,dessen sich die Physiker bedienen, trifft nicht derselbe Vorwurf, weil sie damit eine klare, mit der Vorstellung von der freien Wärme in angebbarer Weise zusammenhängende Vorstellung zu verbinden wissen, statt wie hier den Mangel einer solchen mit dem Ausdrucke latent zu decken.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1995

Authors and Affiliations

  • Gustav Theodor Fechner

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