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Zusammenfassung

Ein Lichtbild gibt ein bestehendes Bauwerk anschaulich wieder. Wie man ein anschauliches Bild von einem geplanten Bauwerk konstruiert, zeigt die Lehre von der Perspektive. Dem Architekten dient die Perspektive bei jedem Entwurf. Aber auch der Bauingenieur zeichnet Perspektiven von Hochbauten, Brücken, Wasserbauten usw.; sogar im Straßenbau und in der Landschaftsgestaltung hat die Perspektive Anwendung gefunden (siehe Abb. 353). Das Beispiel in Abb. 324 zeigt drastisch, daß Grund-, Auf- und Kreuzriß zusammen noch keine anschauliche Vorstellung des Gegenstands vermitteln müssen; erst die Perspektive gibt die optische Erscheinung deutlich wieder und gestattet die ästhetische Wirkung zu beurteilen.

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Literatur

  1. 1.
    perspicere = klar sehen, durch-blicken; Index c von zentral, bequemer als z zu schreiben. — Schon LEONARDO DA VINCI und nach ihm ALBRECHT DÜRER haben zwischen das Auge und den darzustellenden Gegenstand eine Glastafel mit Raster gestellt; der Zeichner blickte mit einem Auge durch die Glastafel zum Gegenstand und übertrug das Bild jedes Punktes in eine mit dem gleichen Raster überzogene Zeichenfläche. Ein neuerer Apparat zur Konstruktion eines perspektiven Bildes ist der Perspektograph nach V. v. RANKE, erzeugt von M. Wolz, Bonn/Rh.Google Scholar
  2. 2.
    Sonnenstrahlen, die durch eine Wolkenlücke brechen, parallele gerade Schienen, gerade Straßenränder oder Hauskanten erscheinen im Lichtbild als Geraden, die von einem Fluchtpunkt ausgehen. Dieser Fluchtpunkt liegt im allgemeinen im Endlichen. Er ist ein Fernpunkt, wenn die Gerade zu 77 parallel ist.Google Scholar
  3. 1.
    F. Hohenberg, El. d. Math. 10 (1955), 57–61.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1961

Authors and Affiliations

  • Fritz Hohenberg
    • 1
  1. 1.Technischen HochschuleGrazÖsterreich

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