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Geschichte einer der ältesten Industriestätten: Treibach in Kärnten

  • Franz Fattinger

Zusammenfassung

Grundlage der Entwicklung der Industrie an dieser Stelle war der Hüttenberger Erzberg, den schon die Kelten und anschließend die Römer ausbeuteten; das norische Eisen war weltbekannt und ein Ausfuhrartikel in den Orient. Manche Damaszenerklinge mag aus Hüttenberg stammen. Alte Stollen, die eingestürzt sind und uns Kunde von Unglücksfällen im Altertum geben, lassen uns heute noch Münzen und Werkzeuge finden, als Beweis der bergbaulichen Tätigkeit bis in die Zeiten vor Christi. Ludwig der Fromme schenkte im 9. Jahrhundert den Erzberg an das Bistum Salzburg und König Otto schenkte im Jahre 953 die Gegend von Treibach und Althofen dem Erzbischof von Salzburg. Das diesbezügliche Schriftstück führt an: „Ein uns gehöriges Gut im Krappfeld, und zwar einen Hof und eine Burg mit allem Zubehör, als da sind Leibeigene beiderlei Geschlechts, Almen, Huben, Wohnhäuser, Wälder, Wiesen, Weiden, Weingärten, Gewässer mit ihren Abflüssen, Mühlen, Wegen und Umwegen, bebaute und noch unbebaute und noch aufzufindende Triften und was immer nach Recht und Herkommen in jedem genannten Hof in verschiedenen Gegenden gehören mag, in welcher Grafschaft es auch gelegen sei.“ Das Bistum Salzburg war Besitzer von Althofen und Hüttenberg und der Gegend von Treibach. Die Landeshauptstadt war St. Veit und die Herzöge von Kärnten begünstigten selbstverständlich St. Veit als ihre Einkommensquelle; es war ihnen daher das Stapel- und Niederlagsrecht, welches die Salzburger Bischöfe den Althofener Bürgern verliehen hatten, ein Dorn im Auge.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1938

Authors and Affiliations

  • Franz Fattinger
    • 1
  1. 1.TreibachÖsterreich

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