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Psychologische Diagnostik - heute

  • Klaus D. Kubinger

Zusammenfassung

Zunächst sei daran erinnert, dass es vor 50 Jahren überhaupt, aber insbesondere deutschsprachig, kaum Grundlagen- bzw. Übersichtswerke oder gar Lehrbücher gab, die jene formalen Voraussetzungen dem Intoressenten vermitteln konnten, wie sie heute Standard sind. Weder Mitteneckers Statistik-Lehrbuch war damals schon erschienen noch Lienerts Testtheorie-Buch, auch nicht Pawliks Buch über Faktorenanalyse; erst recht nicht Fischers Buch über die Probabilistische Testtheorie - alles Klassiker in der Zeit danach, die seither mannigfache und deutlich mehr anwenderorientierte Alternativen am Markt erhalten haben. Überhaupt gab es praktisch nur Gulliksens Buch „Theory of mental tests”. Nicht ganz so extrem stellt sich die Situation in Bezug auf die damals und heule verfügbaren psychologisch-diagnostischen Verfahren dar: Der (theoretisch) 50 Jahre lang praktizierende Psychologe kann heute genauso - wenn auch zum Teil mit revidierten Fassungen - z.B. auf den MMPI, den 16-PF, den MMQ (jetzt: EPP-D), den IST, den TAT und das Rorschach-Form-Deute-Verfahren zurückgreifen. Bei wenig fortschrittlichen Praktikern kann also - geht man nicht exakt urn 50 Jahre zuruck (1956 erschienen etwa HAWIE und HAWIK) - durchaus der Eindruck entstehen, das Verfahrensinventar ist gleich.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 2004

Authors and Affiliations

  • Klaus D. Kubinger

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