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Qualitative Einzelfallstudien zur Veranschaulichung und weiteren Hypothesenprüfung

  • Hannes Brandau
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Zusammenfassung

Erste Versuche der Systematisierung des Fallverstehens in der sozialen Arbeit finden sich in Salomons Konzept „Sozialer Diagnosen“, das in Anlehnung an Richmonds Arbeiten für die deutsche Armenfürsorge entwickelt wurde (Salomon 1926). In den letzten zwei Jahrzehnten ist Lebensweltorientierung und Fallverstehen zu zentralen Anliegen in der Diskussion um sozialpädagogische Professionalität geworden, wobei sich eine Hinwendung zu Subjektivität und Alltagsrealität der KlientInnen vollzogen hat, die es mit fallverstehenden Methoden zu entschlüsseln gilt. Fallverstehen als Voraussetzung für sozialpädagogische Hilfen bedeutet, das Handeln von Kindern und Jugendlichen im Kontext ihrer Lebensgeschichte, Lebenslage und relevanten Lebenssysteme zu betrachten und auf dieser Basis angemessene pädagogische Entscheidungen zu treffen. Der qualitativ verstehende Ansatz will Prozesse und Zusammenhänge nicht nur analysieren, sondern sich auch in sie hineinversetzen und so das Einmalige und Individuelle möglichst ganzheitlich erfassen. Obgleich die Einzelfallstudie in der klinischen, psychologischen und pädagogischen Praxis eine lange Tradition hat, ist sie lange Zeit durch die starke Dominanz der quantitativ empirischen Forschung als eigener Forschungsansatz vernachlässigt worden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 2004

Authors and Affiliations

  • Hannes Brandau
    • 1
  1. 1.Institut für Erziehungswissenschaft und BildungswissenschaftUniversität GrazGrazÖsterreich

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