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Einleitung

  • Hannes Brandau
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Zusammenfassung

Das Wortungetüm „Aufmerksamkeitsdefizithyperaktivitätsstörung“, kurz ADHS genannt, ist die aktuelle aus den USA kommende Bezeichnung für eine der am häufigsten auftretenden Störungen der gegenwärtigen Kinderpsychiatrie. Sie hat in diesem Jahrhundert bereits an die 25 Namensänderungen durchgemacht. Trotz intensivster Forschungen wird das Konstrukt „ADHS“ nach wie vor kontroversiell diskutiert. So ist es auch nach drei Jahrzehnten nicht gelungen exakt nachzuweisen, inwiefern das „Hirn“ von ADHS-Diagnostizierten strukturell von „Normalhirnen“ abweicht. „Je mehr wir über Hyperaktivität oder ADD („Attention-Deficit-Disorder“) forschen, desto weniger wissen wir, was es ist oder ob es sich nicht um tausend verschiedene Zustände handelt, welche wir alle gleich benennen“ schrieb der Neurologe Richard Vatz bereits 1994 im „Wall Street Journal“. Gene, Neurotransmitter, Abweichungen in Hirnflüssigkeiten, neurologische Störungen, Hirnentwicklungsstörungen, Allergien, pränatale und perinatale Noxen wurden in tausenden interessanten Studien analysiert, um die Ursachen von ADHS zu ergründen. Die Kernsymptome der Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität wurden verstärkt von Neurobiologen und Genetikern erforscht.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 2004

Authors and Affiliations

  • Hannes Brandau
    • 1
  1. 1.Institut für Erziehungswissenschaft und BildungswissenschaftUniversität GrazGrazÖsterreich

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