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Die Ambivalenzen von Ästhetisierung und Kulturrevolution

  • Jost Müller
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Zusammenfassung

Die Ästhetik des Widerstands setzt mit der Darstellung einer antiken ‘Schlacht’ ein, in der die Metaphorik des Schreckens intoniert wird: “Zerfleischung und Vernichtung” (ÄdW 1:7), “Schmerz und Verzweiflung” (ÄdW 1:8) und “eine Metamorphose der Qual” (ÄdW 1:8) erblicken die Heilmann, die Coppi- und die Ich-Figur am 22.9.1937 in dem Fries des Pergamon-altars, der bis 1879 in allen noch vorhandenen Teilen zur kulturellen Aufwertung des entstehenden deutschen Imperialismus in die Reichshauptstadt Berlin verbracht wurde und schließlich 1930 das Zentrum des neueröffneten Pergamon-Museums bildete. Die Imagination wird noch gesteigert, wenn sie “den Schlag der Pranke im eignen Fleisch” (ÄdW 1:9) spüren, den ausstrahlenden “Todesschmerz” (ÄdW 1:10) empfinden, “die Hiebe der Knüppel, die schrillenden Pfeifen, das Stöhnen, das Plätschern des Bluts” (ÄdW 1:14) hören und mit dem faschistischen Terror assoziieren. In ungezählten Kombinationen lassen sich die Signifikanten ‘Schmerz’ und ‘Schrecken’ in der Ästhetik des Widerstands finden.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1991

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  • Jost Müller

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