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Abhängigkeit und Selbständigkeit im Leben der Völker

  • Gerhard Stobrawa
Chapter
Part of the Schriften der Soziologischen Abteilung des Forschungsinstituts für Sozial- und Verwaltungswissenschaften in Köln book series (SCHSAFSVK)

Zusammenfassung

Gerade in unseren Tagen sehen wir mit aller Deutlichkeit und auch für die weniger Aufmerksamen erkennbar die von uns behauptete Tendenz zu polarem Dualismus in gigantischer Form siegreich1. Trotz der Vielzahl der Menschengruppierungen, unterschieden durch Volkstum, Rasse, Religion, Wirtschaftsform, Weltanschauung, Bewußtseinsstufe, Charakter, Ziele und Staatsstruktur, haben sich auf der Erde durch die beiden Weltkriege zwei Kolosse, eine dualistische Gruppierung der Menschheit gebildet, die man als polar bezeichnen muß. Neben diesen beiden Gruppen verblassen an Bedeutung alle anderen noch vorhandenen kleineren, weil sie zum mindesten indirekt auch von den beiden großen Kraftfeldern erfaßt werden und in der Gestaltung ihres Schicksals völlig abhängig von dieser einen großen Spannung geworden sind; wir meinen natürlich die angelsächsisch-kapitalistische und die slawisch-bolschewistische Menschheitsgruppe. Unsere Behauptung von der durchgreifenden Bedeutsamkeit der Polarität vor allem auch im sozialen Raum wäre damit insoweit auf das stärkste untermauert, als nun nicht nur das denkbar kleinste menschliche Gebilde, das Paar aus Mann und Weib bzw. die Familie, polar strukturiert wäre, sondern auch das größte soziologische Gebilde, die Menschheit.

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Referenzen

  1. 1.
    Vgl. dazu meinen Beitrag „Polarität und Dialektik” (Einleitend. Teil S. 29 ff.)Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1951

Authors and Affiliations

  • Gerhard Stobrawa

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