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Der Schall pp 188-257 | Cite as

Fünfte Vorlesung

  • John Tyndall

Zusammenfassung

Wir haben uns bisher ausschliesslich mit Querschwingungen beschäftigt; das heisst mit Schwingungen, deren Richtung zur Länge der beobachteten Saiten, Stäbe, Platten und Glocken einen rechten Winkel bildete. Eine Saite kann auch in Richtung ihrer Länge schwingen; dann aber ist die Kraft, welche die Schwingungen verursacht, nicht die von aussen gegebene Spannung, sondern die elastische Kraft zwischen ihren eigenen Molekeln. Nun ist diese Elasticität der Molekel viel bedeutender als irgend eine, die wir durch Spannung der Saite erzeugen können, und in Folge dessen sind die durch Längsschwingungen der Saite hervorgebrachten Töne in der Regel viel höher, als die durch ihre Querschwingungen erzeugten. Diese Längsschwingungen können hervorgerufen werden, indem man mit einem Violinbogen schräg über die Saite hinstreicht. Leichter noch erhält man sie, wenn man mit einem Stück Tuch oder Leder, das mit etwas Colophoniumpulver bestreut ist, schnell an der Saite auf und ab fährt. Die Finger, mit Harz eingepudert, thun dieselben Dienste.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1869

Authors and Affiliations

  • John Tyndall
    • 1
  1. 1.Royal Institution und an der Bergwerksschule zu LondonUK

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