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Tierexperimentelle Untersuchungen über den Einfluß von Lärmexposition auf die Aufnahme und Ausscheidung von Kohlenmonoxid

  • Werner Klosterkötter
  • Franz Gono
Chapter
Part of the Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen book series (FOLANW, volume 2629)

Zusammenfassung

Zu Beginn der Laufzeit dieses Forschungsvorhabens wurde uns eine Publikation von ZORN (1968) bekannt. Dieser Autor schloß aus Hörverlustvergleichen bei Arbeitern, die gegenüber Lärm alleine und Lärm + CO-Einwirkung exponiert waren, auf eine additive Schädigungswirkung von Lärm und CO auf das Hörorgan. Bei Experimenten mit Ratten unter Schalleinwirkung von 65 DIN-phon konnte er eine verzögerte CO-Ausscheidung bei den beschallten Tieren nachweisen. Früher hat bereits WAGEMANN (1960) auf ein mögliches Zusammenwirken von CO und Lärm bei der Entstehung einer Lärmschwerhörigkeit hingewiesen. Hörschäden nach ein- oder mehrmaliger akuter CO-Vergiftung sind bekannt. KITTEL (1969) hat mit Hilfe subtiler elektrophysiologischer Techniken in Tierexperimenten an Katzen gezeigt, daß die durch hohe CO-Hb-Werte bedingte Hypoxidose zur Cochleaschädigung führen kann. CO-bedingte Hörschäden scheinen beim Menschen nur nach schwerer CO-Vergiftung vorzukommen (KITTEL, 1969). Die Darlegungen von ZORN, insbesondere aber seine tierexperimentellen Befunde, gaben uns Veranlassung, die Aufnahme und Ausscheidung von CO unter Einwirkung hoher Schallpegel (90 dB(A)) an größeren Tierkollektiven zu untersuchen (Ratten). Wir gingen dabei von der Annahme aus, daß bei höherer Lärm-Dosis (90 dB(A) statt 65 DIN-phon) eine eventuelle Verzögerung der CO-Ausscheidung noch deutlicher in Erscheinung treten müsse.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1977

Authors and Affiliations

  • Werner Klosterkötter
    • 1
  • Franz Gono
    • 1
  1. 1.Institut für Hygiene und ArbeitsmedizinKlinikum der Gesamthochschule EssenDeutschland

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