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Geschlecht, Generation und Modernisierung

  • Marion J. LevyJr.
Chapter
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Part of the Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie book series (KZSS)

Zusammenfassung

In Gesellschaften mit einem hohen Niveau an Modernisierung steht die überwiegende Mehrheit der männlichen Mitglieder — und zwar sowohl in ihren relativ modernisierten als auch in den relativ nicht-modernisierten Bereichen — von der Geburt bis zur Reife im wesentlichen unter der direkten Kontrolle und Herrschaft der weiblichen Mitglieder. Niemals zuvor in der Geschichte der Menschheit ist dies für mehr als eine kleine Minderheit der Männer der Fall gewesen1.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Alle „Tatsachenbehauptungen“, die wir als Schlußfolgerungen einführen, wie dogmatisch sie auch immer formuliert sein mögen, sollten als Hypothesen verstanden werden. Es gibt keine Daten, die die gezogenen Schlüsse bestätigen können, etwa nach der Form: jegliche und alle Gesellschaften, jegliche und alle relativ modernisierten Gesellschaften, jegliche und alle relativ nichtmodernisierten Gesellschaften usw. Obwohl sie theoretisch falsch sein können, halte ich die Schlußfolgerungen für richtig. Ich glaube auch, daß diese Behauptungen sowie die daraus abgeleiteten theoretischen Aussagen so beschaffen sind, daß wir erheblich mehr wissen als vorher, unabhängig davon, ob sie sich bestätigen oder nicht.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. zu dem zentralen Argument, das dieser Behauptung zugrunde liegt, A. J. Coale u. a., Aspects of the Analysis of Family Structure, Princeton, N. J., 1966, S. IX–XIII und 1-69.Google Scholar
  3. 3.
    Männer mögen weiterhin als Rektoren, Schulräte usw. usw. an der Spitze der verschiedenen Schulen stehen, aber die überwältigende Mehrheit der Lehrer in diesen Schulen waren weiblichen Geschlechts; sie repräsentierten nach Zahl sowie nach der mit den weiblichen und männlichen Schülern verbrachten Zeit ganz überwiegend die Aufsichtsfunktion.Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. M. J. Levy, Jr., Modernization and the Structure of Societies, Princeton, N. J., 1966, S. 659/660.Google Scholar
  5. 5.
    In gewissem Sinne tritt eine Verzerrung ein, wenn man von „Lebenserwartung bei der Geburt“ spricht, aber die Verzerrung ist geringer, als manche meinen. Nach den Tabellen bei A. J. Coale und Demeny, Regional Model Life Tables and Stable Populations, Princeton, N. J., 1966, haben Männer mit einer Lebenserwartung von 27 668 bei Geburt, im Alter von 20 Jahren weitere 31 848 Jahre Leben zu erwarten (S. 6). Männer mit einer Lebenserwartung bei Geburt von 71 188 Jahren haben im Alter von 20 Jahren eine solche von 53 455 (S. 24). Im Alter von 80 Jahren hat die erste Gruppe weitere 3841, die zweite 5814 Jahre zu erwarten.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1970

Authors and Affiliations

  • Marion J. LevyJr.
    • 1
  1. 1.PrincetonUSA

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