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Interfraktioneller Ausschuß und Regierungsbildung Herbst 1917

  • Udo Bermbach
Chapter
Part of the Politische Forschungen book series (POFO)

Zusammenfassung

Als am 13. Juli 1917 der bisherige preußische Staatssekretär für Volksernährung, Dr. Michaelis, zum neuen Reichskanzler und Nachfolger von Bethmann Hollweg ernannt worden war, als wenige Tage später, am 19. Juli, nach langen und schwierigen interfraktionellen Beratungen die neu konstituierte Reichstagsmehrheit aus SPD, FVP und Zentrum im Parlament die ›Friedensresolution‹ einbrachte und damit zugleich eine entscheidende Wende in der verfassungspolitischen Entwicklung des Deutschen Reiches markierte, hatte die Julikrise ihren formellen Abschluß gefunden 1. Aber das Ende einer der schwersten Regierungskrisen des Kaiserreiches vermochte die bestehenden Gegensätze zwischen Reichstag bzw. Reichstagsmehrheit und Reichsregierung nicht zu kaschieren. Der neue Regierungschef war gegen den Willen und vor allem ohne Konsultation der Reichstagsmehrheit ernannt worden, und seine Person bot keinerlei Gewähr dafür, daß die von den IFA-Parteien angestrebte Parlamentarisierung der Reichsregierung nunmehr realisiert werden würde.

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Referenzen

  1. 1.
    Die Entwicklung der Julikrise und die durch sie geschaffenen Wandlungen im Verhältnis Reichskanzler und Reichstag können hier nicht näher untersucht werden. Vgl. dazu die detaillierte Schilderung der Julikrise bei Rudolf Koschnitzke, Die Innenpolitik des Reichskanzlers von Bethmann Hollweg im Weltkrieg, Phil. Diss., Kiel 1951, S. 207–282, die von den IFA-Protokollen dieser Tage gut ergänzt wird.Google Scholar
  2. 2.
    Der Wunsch, trotz aller enttäuschender Erfahrungen doch zunächst mit Michaelis zusammenzuarbeiten, spielte bei den Mehrheitsparteien selbst nach dem offenkundigen Ausbruch der neuen Regierungskrise noch eine dominierende Rolle; er bestimmte deren politisches Verhalten und verhinderte zu einem gutTeil einen sofortigen Sturz des Reichskanzlers; dazu IFA-Sitzung vom 22. 8.1917, IFA I, S. 138ff.; Westarps Urteil, die Mehrheitsparteien hätten Michaelis von Anfang an bekämpft, ist sicherlich so pauschal nicht zutreffend, vgl. Westarp, Konservative Politik, Bd. II, S. 476.Google Scholar
  3. 8.
    Prinz Max von Baden, Erinnerungen und Dokumente, Berlin und Leipzig 1927, S. 117.Google Scholar
  4. 4.
    So Haussmann, zitiert nach Max von Baden, Erinnerungen. S. 139.Google Scholar
  5. 6.
    Nach der Reichstagssitzung vom 20. Juli trat das Plenum erst am 26. September wieder zusammen, während der Hauptausschuß nach dem 13. Juli (170. Sitzung) bereits zum 21. August (171. Sitzung) wieder einberufen wurde. Der IFA selbst pausierte vom 20. Juli bis 20. August, so daß die Mehrzahl der Reichstagsabgeordneten während dieser Sommerwochen wohl kaum in Berlin anwesend war.Google Scholar
  6. 6.
    Zur personellen Zusammensetzung des Kabinetts Michaelis wie zur Änderung innerhalb des preußischen Ministeriums vgl. Schulthess 1917/1, S. 744 ff. und Teil IV. Die aus den Reihen der Mehrheitsparteien berufenen Parlamentarier waren: Spahn (Ztr.) — preußischer Justizminister; v. Krause (NL) — Staatssekretär des Reichsjustizamtes; Schiffer (NL) — Unterstaatssekretär des Reichsschatzamtes; August Müller (SPD) — Unterstaatssekretär des Kriegsernährungsamtes. Für die ablehnende Haltung der Konservativen zu dieser ‹personellen Parlamentarisierung› siehe Westarp, Konservative Politik, Bd. II, S. 478 f.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. WUA, Bd. 7/II, S. 239 (Bericht Dr. Spahn jr.).Google Scholar
  8. 8.
  9. 9.
    Vgl. WUA, Bd. 7/II, S. 248f. (Bericht v. Richthofens).Google Scholar
  10. 10.
    So Matthias, in: IFA III, S. XI.Google Scholar
  11. 11.
    Georg Michaelis, Für Volk und Staat, Eine Lebensgeschichte, Berlin 1922, S. 361.Google Scholar
  12. 12.
    Michaelis gab allerdings schon kurze Zeit später seine ablehnende Haltung gegenüber dem parlamentarischen Regierungssystem wie gegenüber allen Parlamentarisierungsmaßnahmen offen zu, vgl. u. a. den Bericht Südekums an Ebert über seine Unterredung mit dem Kanzler, IFA I, S. 224f.Google Scholar
  13. 13.
    IFA I, S. 128ff.; vgl. ebenso die Nachmittagssitzung der Mehrheitsparteien, IFA I, S. 133ff., sowie die Sitzung vom 22. 8.1917, IFA I, S. 138ff. Wie scharfGoogle Scholar
  14. die Kritik an der neuen Regierungsbildung und an der Person des neuen Kanzlers teilweise von Persönlichkeiten, die der Reichstagsmehrheit verbunden waren, formuliert wurde, zeigt ein Brief Dernburgs an Haussmann vom 6. 8.1917, der sich in Auszügen findet, in: IFA I, S. 130, Anm. 12.Google Scholar
  15. 14.
    IFA I, S. 134.Google Scholar
  16. 16.
    IFA I, S. 137.Google Scholar
  17. 16.
  18. 17.
    Vgl. dazu ausführlicher Edward Hoop, Die Innenpolitik der Reichskanzler — Michaelis und Graf Herding, Phil. Diss., Kiel 1951, S. 71.Google Scholar
  19. 18.
    Dazu die Ausführungen Davids in der IFA-Sitzung vom 21. 8.1917, IFA I, S. 135.Google Scholar
  20. 19.
    HA, 171.–173. Sitzung vom 21./23. August 1917. Ein zusammenfassendes Protokoll dieser Sitzungen, in: Schultheß 1917/1, S. 755ff. Zur konservativen Interpretation dieser HA-Beratungen vgl. Westarp, Konservative Politik, Bd. II, S.477f.Google Scholar
  21. 20.
    HA, 171. Sitzung vom 21. August 1917, Protokoll, S. 2ff., ebenso Schultheß 1917/1, S. 758f.Google Scholar
  22. 21.
    Vgl. den Bericht Haussmanns, IFA I, S. 137.Google Scholar
  23. 22.
    Nachdem Michaelis zunächst beteuert hatte, ‹Illoyalität› gegenüber den Reichstagsparteien habe ihm ferngelegen, gleichzeitig aber hinzufügte, er habe sich nie »pure auf den Boden der Resolution« gestellt, führte er u. a. aus: »Ich habe diese Worte (gemeint ist die reservatio mentalis›, d. Verf.) gewählt und die bewußt weite Fassung, weil ich der Meinung bin, der leitende Staatsmann und überhaupt das Deutsche Volk müssen für die Verhandlungen, wenn sie einstmals gepflogen werden sollen, einen gewissen Spielraum haben. Aus den Unterhaltungen mit den Vertretern der Parteien, auch von der damaligen (sic !) Mehrheit, im einzelnen, habe ich auch die Überzeugung damals miThekommen, daß innerhalb dieser Majorität sich zahlreiche Schattierungen der Meinungen in Einzelheiten vorfanden. Das ist mir in Gesprächen entgegengetreten. Es würde auch dieser Majorität schwerfallen, eine ganz klare Linie zu ziehen, die wirklich bis in die Verhandlungen der Einzelheiten hinein als Richtschnur für die Verhandlungen dienen könnte, die einmal zu führen sein werden. Ich habe deshalb nicht gesagt, daß ich in der Reichstagssitzung sagen würde: die Reichsregierung werde sich auf den Boden der Resolution stellen, sondern daß ich sagen würde: diese Ziele, wie ich sie eben dargelegt habe, lassen sich im Rahmen Ihrer Resolution erreichen.« HA, 172. Sitzung vom 22. 8.1917, Protokoll, S. 37.Google Scholar
  24. 23.
    Die Erregung einzelner Mehrheitspolitiker war so groß, daß beispielsweise Ebert den Wunsch des Reichskanzlers auf weitere vertrauliche Beratung im HA ablehnte Ebert: die abgegebene Erklärung des Kanzlers »sei von allergrößter Bedeutung, und er müsse sich für seine Fraktion das Recht vorbehalten, sich in der Öffentlichkeit mit dieser Frage auf das eingehendste zu beschäftigen«, HA, 172. Sitzung vom 22. 8.1917, Protokoll, S. 42) und Erzberger sogar mit der Möglichkeit eines neuen Kanzlersturzes drohte (Erzberger: »Wenn dieser Satz (von Michaelis, d. Verf.) in die Öffentlichkeit komme, dann müsse man sich über die Konsequenzen klar sein.«, ibid., Protokoll, S. 44). Die Sitzungen wurden unterbrochen auf Antrag von Ebert (ibid., S. 45f.).Google Scholar
  25. 24.
    IFA-Sitzung vom Nachmittag des 22. August 1917, IFA I, S. 138ff.Google Scholar
  26. 25.
  27. 26.
    IFA I, S. 139.Google Scholar
  28. 27.
    IFA I, S. 140.Google Scholar
  29. 28.
  30. 29.
    Dazu Max von Baden, Erinnerungen, S. 136.Google Scholar
  31. 30.
    IFA I, S. 139.Google Scholar
  32. 31.
    Auf die durch die ‹Papstnote› vom August 1917 ausgelösten außenpolitischen und diplomatischen Ereignisse und ihre Rückwirkungen auf die Innenpolitik des Reiches, vor allem auf die Beratungen des ‹Siebenerausschusses›, kann in diesem Zusammenhang nicht eingegangen werden. Vgl. dazu den Exkurs ‹Halbparla-mentarische Ersatzformen (der Kriegsrat)›, oben S. 130 ff, und die dort im einzelnen zum ‹Siebenerausschuß› angegebene Literatur.Google Scholar
  33. 82.
    Vgl. die Kritik Payers im Interfraktionellen Ausschuß, IFA I, S. 139 f., und die Eberts, ibid., S. 140.Google Scholar
  34. 33.
    IFA I, S. 141 ff.Google Scholar
  35. 34.
    Payer übernahm den Vorsitz im IFA, nachdem Spahn, der den interfraktionellen Beratungen bis dahin (zumindest nominell) präsidiert hatte, am 5. 8.1917 zum preußischen Justizminister ernannt worden war und damit auch aus dem Reichstag ausscheiden mußte. Dazu die Einleitung von Matthias, in: IFA I, S. XXXVI.Google Scholar
  36. 35.
    IFA I, S. 141.Google Scholar
  37. 36.
    Vgl. den Bericht Haussmanns vom 28. 8.1917, IFA I, S. 162f.Google Scholar
  38. 37.
    Haussmann verweist in diesem Zusammenhang darauf, daß Ebert zur Mehrheitserklärung seine und Erzbergers Zustimmung mit dem Vorbehalt hatte, auch Payers Einverständnis einzuholen (IFA I, S. 153). Wenn Payer dennoch nicht gefragt wurde, so lag dies an der Zeitüberschneidung von Text-Redaktion im IFA und Payers Besuch beim Reichskanzler (vgl. IFA I, S. 141 ff.).Google Scholar
  39. 38.
    HA, 172. Sitzung vom 22. 8.1917, Protokoll, S. 53f., ebenso in: IFA I, S. 141, Anm. 2.Google Scholar
  40. 39.
    HA, 172. Sitzung vom 22.8.1917, Protokoll, S. 52f., ebenso in: Schultheß 1917/1, S. 763.Google Scholar
  41. 40.
    IFA I, S. 142.Google Scholar
  42. 41.
    IFA I, S. 143.Google Scholar
  43. 42.
    Payer gab freilich auch zu, daß die Niederlegung des Vorsitzes nicht nur diesen aktuellen Grund hatte, vgl. IFA I, S. 143.Google Scholar
  44. 43.
    IFA I, S. 147.Google Scholar
  45. 44.
    IFA I, S. 145.Google Scholar
  46. 45.
    IFA I, S. 143.Google Scholar
  47. 46.
    Text in: HA, 173. Sitzung vom 23. August 1917, Protokoll, S. 7; ebenso in: IFA, S. 145, Anm. 36; vgl. auch Schultheß 1917/1, S. 764.Google Scholar
  48. 47.
    Die ersten Besprechungen zwischen Prinz Max von Baden und Haussmann/Payer über eine mögliche Kanzlerschaft des badischen Thronfolgers fanden offensichtlich am 20. Juli 1917, also bereits einen Tag nach der Regierungserklärung von Michaelis, statt. Daß Payer inzwischen gegen einen neuen Kanzlersturz votiert hatte, ist für sein oftmals schwankendes politisches Verhalten symptomatisch. Vgl. Max von Baden, Erinnerungen, S. 121 f.Google Scholar
  49. 48.
    IFA I, S. 163; vgl. auch IFA I, S. 154, und Max von Baden, Erinnerungen, S. 139.Google Scholar
  50. 49.
    IFA I, S. 163.Google Scholar
  51. 50.
    IFA I, S. 152ff.Google Scholar
  52. 51.
    IFA I, S. 155.Google Scholar
  53. 52.
    IFA I, S. 154.Google Scholar
  54. 53.
    IFA I, S. 163; vgl. auch Haussmanns Brief an seinen Sohn: »... Ich wollte Michaelis stürzen und hätte es Donnerstag vormittag tun können, wenn mir nicht Payer in den Arm gefallen wäre... «, Schlaglichter, S. 145.Google Scholar
  55. 54.
    Vgl. seine Ausführungen in der IFA-Sitzung vom 24. August 1917, IFA I, S. 149.Google Scholar
  56. 65.
    HA, 175. Sitzung vom 25. August 1917. Auszüge, allerdings ungenau und unvollständig, aus dem für die Parlamentarismusdiskussion sehr wichtigen Protokoll finden sich in: Schulthess 1917/1, S. 771 ff.Google Scholar
  57. 56.
    Wörtlich erklärte Michaelis: »Die Richtlinien für die innere Politik hatte ich mir derart gezogen, daß ich ausgesprochen habe, ich halte es für nützlich und notwendig, zwischen den großen Parteien und der Regierung eine engere Fühlung herbeizuführen und bin bereit, soweit dies möglich ist, ohne den bundesstaatlichen Charakter und die konstitutionellen Grundlagen des Reichs zu schädigen, alles zu tun, was dieses Zusammenarbeiten lebens- und wirkungsvoller machen kann. Ich halte es auch für wünschenswert, daß das Vertrauensverhältnis zwischen dem Parlament und der Regierung dadurch enger wird, daß Männer in leitende Stellen berufen werden, die neben ihrer persönlichen Eignung für den betreffenden Posten auch das volle Vertrauen der großen Parteien in der Volksvertretung genießen. Nach diesen Richtlinien habe ich gehandelt. Ich habe in die Reichsämter Männer berufen, von denen ich annehmen konnte, daß sie das Vertrauen der großen Parteien genießen. Das ist in der Weise der Fall gewesen, daß das Reichsjustizamt besetzt ist mit einem Parlamentarier, daß ich für das neugegründete Reichswirtschaftsamt eine Persönlichkeit als Leiter ausgesucht habe, von der ich wußte, und nach vertraulichen Besprechungen annehmen durfte, daß sie das volle Vertrauen der linksgerichteten Parteien genießt. Ich habe ferner in das Kriegsernährungsamt als Unterstaatssekretär ein Mitglied der sozialdemokratischen Partei ausgesucht. Es ist in das Reichsschatzamt ein Mitglied der nationalliberalen Fraktion zunächst als Ministerialdirektor mit dem Gedanken des Ausbaues dieser Stelle in eine Unterstaatssekretärstelle hineingekommen und schließlich ist in der Persönlichkeit des preußischen Justizministers ein Bevollmächtigter zum Bundesrat bestimmt, der der Zentrumsfraktion angehört. Auf diese Weise ist das erreicht, was ich wünschte, daß Männer, die das volle Vertrauen der großen Parteien genießen, an leitende Stellen im Reich berufen sind.« HA, 175. Sitzung, Protokoll, S. 2f.Google Scholar
  58. 57.
    So David, ibid. S. 19.Google Scholar
  59. 58.
    So hatte beispielsweise Stresemann in den IFA-Beratungen sich zu Gunsten von Staatssekretären ohne Portefeuille ausgesprochen (IFA I, S. 135), während er nunmehr im Hauptausschuß die entgegengesetzte Position einnahm.Google Scholar
  60. 59.
    Zumindest sind nach dem 10. September bis zum 8. Oktober keine IFA-Sitzungen mehr nachzuweisen. Dazu auch Matthias, IFA I, S. XXXVII.Google Scholar
  61. 60.
    Vgl. IFA I, S. 208, Anm. 38 (Brief Lerchenfelds): »Im Reichstag besteht überhaupt die Absicht, die bestehenden Differenzen möglichst wenig in Erscheinung treten zu lassen.«Google Scholar
  62. 61.
    Helfferich, Der Weltkrieg, Bd. III, S. 181. 62 Vgl. RT, Bd. 310, S. 3677 ff.Google Scholar
  63. 63.
    Helfferich, Der Weltkrieg, Bd. III, S. 158.Google Scholar
  64. 64.
    Es erübrigt sich, hier auf diese zur Debatte stehenden Organisationsfragen näher einzugehen, vgl. dazu Hoop, Die Innenpolitik Michaelis/Hertling, S. 70; zur Begründung des Regierungsentwurfs s. die Ausführungen von Roedern im Reichstag am 26. September (RT, Bd. 310, S. 3624ff.) und die von Michaelis am 5. Oktober (ibid. S. 3684f.).Google Scholar
  65. 66.
    Vor allem in der IFA-Sitzung vom 21. 8.1917, IFA I, S. 133ff.Google Scholar
  66. 66.
    IFA I, S. 134.Google Scholar
  67. 67.
    IFA I, S. 135; vgl. auch dessen Reichstagsrede vom 5. Oktober, RT, Bd. 310, S. 3685.Google Scholar
  68. 68.
    IFA I, S. 134.Google Scholar
  69. 69.
    Vgl. die Rede von Michaelis, RT, Bd. 310, S. 3685, vor allem dessen Hinweis auf die zeitliche Begrenzung dieses Amtes.Google Scholar
  70. 70.
    Edward Hoop, Die Innenpolitik Michaelis/Hertling, S. 74.Google Scholar
  71. 71.
    Vgl. dazu auch den Erfahrungsbericht› Payers in seinen Erinnerungen, Von Bethmann Hollweg bis Ebert, S. 50f. und bes. S. 56f.Google Scholar
  72. 72.
    RT, Bd. 310, S. 3690.Google Scholar
  73. 73.
    Ibid. S. 3685ff.Google Scholar
  74. 74.
    Ibid. S. 3688. 76 Ibid. S. 3689.Google Scholar
  75. 76.
    Ibid. S. 3689; Zur Formel des ‹Krypto-Parlamentarismus› vgl. die Erklärung Davids vor dem Untersuchungsausschuß: »Ich wollte damit sagen: wir haben eine Übergangszeit, wir haben zwar noch nicht das verfassungsmäßige Recht, den Kanzler gehen zu heißen; aber wenn wir wollen, dann kann er nicht an seinem Platz bleiben. Das war an die Adresse der Herren vom Zentrum und der Demokratie im Mehrheitsblock gesagt.« WUA, Bd. 7/1, S. 147.Google Scholar
  76. 77.
    RT, Bd. 310, S. 3694.Google Scholar
  77. 78.
    Vgl. dazu die verschiedenen, immer wiederkehrenden Klagen Westarps über zunehmende Einflußlosigkeit der Konservativen Partei wie über die Nicht-beteiligung der Konservativen an interfraktionellen Gesprächen, in: Westarp, Konservative Politik, Bd. II, S. 485, 489, 497, 499 u. a.; ebenso die Reden Westarps im Reichstag, RT, Bd. 310, S. 3693ff., Bd. 311, 3953ff.; die Rede von Graefes, ibid. Bd. 310, S. 3735.Google Scholar
  78. 79.
    So Molkenbuhr in der Sitzung der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion am 6.10.1917, SPD-Fraktion, S. 335.Google Scholar
  79. 80.
    RT, Bd. 310, S. 3714EGoogle Scholar
  80. 81.
    Ibid.; vgl. auch den Beschluß der SPD-Fraktion zu dieser Debatte: »Die Reichstagsverhandlungen sollen im Sinne der Stellungnahme gegen die gesamte alldeutsche Agitation beeinflußt werden.« SPD-Fraktion vom 26. 9.1917, S. 327.Google Scholar
  81. 82.
    Alfred von Tirpitz, Erinnerungen, Leipzig 1920, S. 288. Eine gründliche Studie zur ‹Vaterlandspartei› fehlt bisher leider. Die Arbeit von K. Wort mann, Geschichte der Deutschen Vaterlandspartei 1917/18, Diss. Halle 1926, ist wegen ihrer einseitigen Wertungen nur begrenzt verwendbar.Google Scholar
  82. 83.
    Tirpitz, Erinnerungen, S. 288.Google Scholar
  83. 84.
    Fischer, Weltmacht, S. 565.Google Scholar
  84. 86.
    Vgl. dazu die Rede des Konservativen v. Graefe im Reichstag, RT, Bd. 310, S. 3732, der auf die Mitglieder der Vaterlandspartei aus den Reihen von FVP, Zentrum und vor allem der NL hinwies. Die FVP distanzierte sich allerdings schon sehr bald von der Vaterlandspartei; dazu Schulthess 1917/1, S. 858. Für das Verhältnis von Reichstagsmehrheit und Vaterlandspartei auch Alfred Kruck, Geschichte des alldeutschen Verbandes 1890–1939, Wiesbaden 1954, S. 84.Google Scholar
  85. 86.
    RT, Bd. 310, S. 3736 (Rede v. Graefes), S. 3754 (Rede Werner); ebenso Westarp, Konservative Politik, Bd. II, S. 481 f.Google Scholar
  86. 87.
    Vgl. dazu Fischer, Weltmacht, S. 565.Google Scholar
  87. 88.
    Fischer, Weltmacht, S. 568.Google Scholar
  88. 89.
    So Landsberg, RT, Bd. 310, S. 3718 ff.Google Scholar
  89. 90.
    Vgl. Michaelis, Für Staat und Volk, S. 332.Google Scholar
  90. 91.
    So hatte Keil am 3.10. in der Fraktionssitzung gefordert: »Es muß versucht werden, im Einvernehmen mit den Mehrheitsparteien die Regierung zu zwingen, eine klarere Erklärung zu den Kriegszielfragen, insbesondere zur belgischen Frage vor der Öffentlichkeit abzugeben.« SPD-Fraktion am 3.10.1917, S. 333.Google Scholar
  91. 92.
    Vgl. die Schilderung von Richard von Kühlmann, Erinnerungen, Heidelberg 1948, S. 512, ebenso Heljferich, Der Weltkrieg, Bd. III, S. 814ff.Google Scholar
  92. 93.
    Vgl. die Unterredung mit Oberstleutnant von Haeften, IFA I, S. 214ff.Google Scholar
  93. 94.
    SPD-Fraktion vom 6.10.1917, S. 335.Google Scholar
  94. 95.
    Bericht Eberts, in: SPD-Fraktion vom 8. Oktober 1917, S. 336; ebenso IFA I, S. 215.Google Scholar
  95. 96.
    IFA-Sitzung vom 8. Oktober 1917, IFA I, S. 215f., bes. S. 216, Anm. 5.Google Scholar
  96. 97.
    SPD-Fraktion vom 8. Oktober 1917, S. 335ff.Google Scholar
  97. 98.
    RT, Bd. 310, S. 3758.Google Scholar
  98. 99.
    HA, 187. Sitzung vom 8. Oktober 1917, vgl. auch die Wiedergabe in: Schulthess 1917/1, S. 861 ff., ebenso den Bericht von Ebert in der SPD-Fraktion vom 9. Oktober 1917, S. 338, »Die Dinge sind nicht so gelaufen, wie wir es erwartet hatten.«Google Scholar
  99. 100.
    Gothein verlangte, die Regierung müsse sich gegen jede Agitation im Heere aussprechen: »Es müsse Klarheit geschaffen werden darüber, daß es nur eine einzige politische Gewalt im Reiche gäbe, daß der Herr Reichskanzler seine Politik auch gegen Widerstände im Heer und an anderen Stellen durchsetze.« HA, 187. Sitzung vom 8. Oktober 1917, S. 6f.Google Scholar
  100. 101.
    Erzberger lehnte eine Verantwortung des Reichstags für die Vorfälle im Plenum ab. Schuld an den neuen parlamentarischen Verstrickungen sei das »wenig glückliche Auftreten zweier Regierungsmitglieder«. Den Leitsätzen stimmte er zu und meinte, »wenn der Reichskanzler den vorgetragenen Wünschen entspreche, habe er die Überzeugung, daß wieder ein einziges Zusammengehen zwischen Regierung und Reichstag vorhanden sein würde«, ibid. S. 29–31.Google Scholar
  101. 102.
    Stresemann griff die Vorfälle im Reichstag auf und meinte, daß die Parteien weniger über den ‹sachlichen Kem› der Reden von Helfferich und Stein enttäuscht gewesen seien als über die Form des Vortrags: »Diese Form habe erst die Verstimmung geschaffen«, ibid. S. 7 ff.Google Scholar
  102. 103.
    Vgl. den entsprechenden Bericht Eberts, in: SPD-Fraktion vom 9. Oktober 1917, S. 338.Google Scholar
  103. 104.
    Dazu Helfferich, Der Weltkrieg, Bd. III, S. 191.Google Scholar
  104. 105.
    RT, Bd. 310, S. 3773ff.Google Scholar
  105. 106.
    Vgl. dazu die in: IFA I, S. 221, Anm. 19, angegebene Literatur.Google Scholar
  106. 107.
    RT, Bd. 310, S. 3789.Google Scholar
  107. 108.
    Ibid. S. 3795.Google Scholar
  108. 109.
    Helfferich, Der Weltkrieg, Bd. III, S. 198.Google Scholar
  109. 110.
    RT, Bd. 310, S. 3794.Google Scholar
  110. 111.
  111. 112.
    Dazu richtig Helfferich, Der Weltkrieg, Bd. III, S. 201 f.: »Wer das Bestreben der bürgerlichen Mehrheitsparteien kannte, untern allen Umständen die geschlossene Front mit den Mehrheitssozialisten aufrechtzuerhalten,... «Google Scholar
  112. 113.
    Die immer wieder (etwa von Erich Matthias, Klaus Epstein u. a.) vorgebrachte These, das Zentrum sei die für die Mehrheitsbildung bis Ende 1918 ausschlaggebende Partei gewesen, läßt sich angesichts der hier beschriebenen Vorgänge kaum ohne wesentliche Einschränkungen halten. Die ganze Entwicklung des IFA beweist vielmehr, daß angesichts der bedrohlichen Radikalisierung des öffentlichen Lebens eine parlamentarische Mehrheitsbildung ohne die SPD kaum Aussicht auf längere Lebensdauer und politisches Gewicht hatte. Das zeigt sich bereits im Herbst 1917, wurde deutlicher in den Auseinandersetzungen während des Februar 1918 und gewann letzte Klarheit während der Regierungsbildungsverhandlungen im Herbst 1918, als die Sozialdemokraten zur ausschlaggebenden Kraft des Kabinetts Max von Baden wurden, vgl. Fallstudie Herbst 1918.Google Scholar
  113. 114.
    Heuss, Friedrich Naumann, S. 395. 116 RT, Bd. 310, S. 3795.Google Scholar
  114. 116.
    Westarp, Konservative Politik, Bd. II, S. 627; vgl. auch Naumanns Reichstagsrede, in der von gemeinsamen Erklärungen der Parteien› gesprochen wird (RT, Bd. 310, S. 3795), ebenso IFA I, S. 218, Anm. 2.Google Scholar
  115. 117.
    Heuss, Friedrich Naumann, S. 397.Google Scholar
  116. 118.
    Kühlmann, Erinnerungen, S. 496.Google Scholar
  117. 119.
    Vgl. die Aufzeichnungen Stresemanns über die Kanzlerkrise vom 11.11.1917, IFA I, S. 569ff.Google Scholar
  118. 120.
    Vgl. den Bericht Richthof ens vor dem Untersuchungsausschuß: »... abgesehen von wenigen besonders rechts gerichteten und dissentierenden Abgeordneten der nationalliberalen Fraktion war nur eine Meinung vorhanden: nunmehr die Parlamentarisierung durchzuführen.... In diesen Verhandlungen sind die Parteien der Friedensresolution eigentlich sehr einmütig in Verbindung mit der nationalliberalen Fraktion vorgegangen. Irgendwelche Meinungsverschiedenheiten herrschten kaum.« WUA, Bd. 7/II, S. 221.Google Scholar
  119. 121.
    Vgl. Epstein, Matthias Erzberger, S. 248.Google Scholar
  120. 122.
    Aufzeichnung Stresemanns über die Kanzlerkrise vom 11.11.1917, IFA I, S. 570.Google Scholar
  121. 123.
    Vgl. Brief Stresemanns an Friedberg von 18.10.1917, in: IFA I, S. 570, Anm. 6.Google Scholar
  122. 124.
    IFA-Sitzung vom 10.10.1917, IFA I, S. 219.Google Scholar
  123. 125.
    Haussmann, Schlaglichter, S. 147.Google Scholar
  124. 126.
    IFA-Sitzung vom 23.10.1917, IFA I, S. 258.Google Scholar
  125. 127.
    Aufzeichnung Haussmanns vom November 1917, IFA I, S. 595. ›Google Scholar
  126. 128.
    Vgl. die Mitteilungen Payers an Haussmann über seine Unterredung mit Michaelis, IFA I, S. 227.Google Scholar
  127. 129.
    Vgl. die Meldung der frankfurter Zeitung› vom 12. 10.1917 (2. Morgenblatt), in der es über diese Unterredung u. a. hieß: »Einen bestimmten Auftrag der Mehrheitsparteien hatte Herr v. Payer, soviel man weiß, nicht.... « (Auszug, in: IFA I, S. 221, Anm. 17).Google Scholar
  128. 130.
    IFA I, S. 227.Google Scholar
  129. 131.
    RT, Bd. 310, S. 3806.Google Scholar
  130. 132.
    Sowohl Ebert als auch David hatten sich in der Fraktionssitzung vom 8. Oktober nur sehr zögernd für eine Unterstützung des Antrags ausgesprochen, da ihnen — wie Ebert meinte — das Vorgehen der USPD von dem Bestreben geleitet schien, »nur unserer Fraktion Unannehmlichkeiten zu machen, nicht um Politik zu machen. Kommen sie aber mit ihrem Antrag, so werden wir vielleicht doch dafür stimmen müssen«. SPD-Fraktion vom 8. Oktober 1917, S. 337.Google Scholar
  131. 133.
    »Brief an die Deutsche Politik«, in: Deutsche Politik, Wochenschrift für Welt-und Kulturpolitik, hrsg. von Ernst Jäckh, Paul Rohrbach, Philipp Stein, 2. Jahrgang, S. 1362f. (Der Text auch in: IFA I, S. 586f., Anm. 15–17.)Google Scholar
  132. 134.
    Haussmann, Schlaglichter, S. 147.Google Scholar
  133. 136.
    IFA-Sitzung vom 10.10.1917, IFA I, S. 220.Google Scholar
  134. 136.
    RT, Bd. 310, S. 3829. Vgl. auch die Aufzeichnungen Haussmanns über den Verlauf der Kanzlerkrise, Nov. 1917, IFA I, S. 584ff.Google Scholar
  135. 137.
    Vgl. RT, Bd. 311, S. 3874ff.Google Scholar
  136. 138.
    RT, ibid. S. 3880ff.Google Scholar
  137. 139.
    Bericht Sädekums an den auf dem Parteitag in Würzburg weilenden Ebert vom 13.10.1917, IFA I, S. 225.Google Scholar
  138. 140.
    Unterredung Haussmanns mit Staatssekretär Helfferich vom 12.10.1917, IFA I, S. 221 ff. Das Zitat auf S. 222.Google Scholar
  139. 141.
    ‹Frankfurter Zeitung› vom 13.10.1917 (2. Morgenblatt), »Die schleichende Krise«, S. 1, Sp. 1.Google Scholar
  140. 142.
    IFA I, S. 218ff.Google Scholar
  141. 143.
    Siehe Anm. 140.Google Scholar
  142. 144.
    Vgl. den Bericht Sädekums an Ebert über seine Unterredung mit dem Kanzler, IFA I, S. 224ff., ebenso die entsprechenden Ausführungen Michaelis’ gegenüber Trimborn, IFA I, S. 231, sowie Helfferich, Der Weltkrieg, Bd. III, S. 221 f.Google Scholar
  143. 145.
    Zeitweilig waren mehr als ein Dutzend Namen für eine denkbare Kanzlerkandidatur im Gespräch, u. a. auch Bülow, Max von Baden, Bernstorff, Fürst Hatzfeld, Kühlmann, Roedern, Solf u. a.Google Scholar
  144. 146.
    Vgl. Anm. 139.Google Scholar
  145. 147.
    IFA I, S. 224.Google Scholar
  146. 148.
    Dazu Varain, Freie Gewerkschaften, S. 95. 149 IFA I, S. 224. 150 IFA I, S. 225.Google Scholar
  147. 151.
  148. 152.
    IFA I, S. 226.Google Scholar
  149. 153.
    Vgl. Trimborn über seine Unterredung mit Michaelis, IFA I, S. 230f.Google Scholar
  150. 154.
    Ibid. 155 Ibid. 156 Ibid. 157 Ibid.Google Scholar
  151. 158.
    IFA-Sitzung vom 22.10.1917, IFA I, S. 133ff.Google Scholar
  152. 159.
    Vgl. die Wiedergabe bei Kühlmann, Erinnerungen, S. 501.Google Scholar
  153. 160.
    Vgl. Admiral von Müller, Regierte der Kaiser? Kriegstagebücher, Aufzeichnungen und Briefe des Chefs des Marine-Kabinetts 1914–1918, hrsg. von Walter Görlitz, Göttingen 1959, S. 324 (Eintragung vom 9. Oktober).Google Scholar
  154. 161.
    Dazu Müller, Regierte der Kaiser, S. 326f., ebenso Rudolf von Valentini, Kaiser und Kabinettschef, Oldenburg 1931, S. 174.Google Scholar
  155. 162.
    Erich Ludendorff, Meine Kriegserinnerungen 1914–1918, Berlin 1919, S. 419; das Gegenteil behauptet Oberst Bauer, Der Große Krieg in Feld und Heimat, Erinnerungen und Betrachtungen, Tübingen 1921, S. 144.Google Scholar
  156. 163.
    IFA I, S. 248f.Google Scholar
  157. 164.
  158. 165.
    Vgl. die IFA-Sitzung vom 22.10.1917, IFA I, S. 239.Google Scholar
  159. 166.
    IFA I, S. 246.Google Scholar
  160. 167.
    Dazu die Ausführungen von Epstein, Matthias Erzberger, S. 250.Google Scholar
  161. 168.
    Siehe Anm. 145.Google Scholar
  162. 169.
    Vgl. die IFA-Sitzung vom 22.10.1917, bes. die Ausführungen von Trimborn, S. 233f., und Stresemann, S. 236.Google Scholar
  163. 170.
    IFA I, S. 241 f.Google Scholar
  164. 171.
    So KeinaTh (NL): »Das Regierungssystem muß geändert werden. Dem Kaiser soll gesagt werden, daß der neue Mann mit den Parteien zuerst verhandelt.« (IFA I, S. 239f.)Google Scholar
  165. 172.
    IFA I, S. 238.Google Scholar
  166. 173.
    IFA I, S. 289; IFA-Sitzung vom 24.10.1917, Keinath (NL).Google Scholar
  167. 174.
    Vgl. Haussmann, Schlaglichter, S. 148ff., ebenso Max von Baden, Erinnerungen, S. 151, Helfferich, Der Weltkrieg, Bd. III, S. 208.Google Scholar
  168. 175.
    Vgl. den Brief Davids an Südekum vom 23.10.1917, IFA I, S. 274.Google Scholar
  169. 176.
    Vgl. IFA I, S. 241, Anm. 43.Google Scholar
  170. 177.
    Für viele: Epstein, Matthias Erzberger, S. 248.Google Scholar
  171. 178.
    Vgl. IFA-Sitzung vom 22.10.1917, wo die Formulierung prägnanter lautet: »Der geschickteste Diplomat«, IFA I, S. 242. Dazu den Kommentar von Haussmann, IFA I, S. 246.Google Scholar
  172. 179.
    IFA I, S. 242 und 295.Google Scholar
  173. 180.
    IFA I, S. 342.Google Scholar
  174. 181.
    Für die — umstrittene — Haltung der OHL zu einer neuerlichen Kandidatur von Bülow vgl. die in IFA I, S. 245, Anm. 58, angegebene Literatur, ebenso IFA I, S. 452, 476.Google Scholar
  175. 182.
    Vgl. IFA-Sitzung vom 22.10.1917, Beitrag Südekum, S. 240; Brief Davids an Südekum, IFA I, S. 274.Google Scholar
  176. 183.
    Vgl. IFA-Sitzung vom 22.10.1917, Beitrag Fischbeck, S. 240; Haussmann, S. 241; ebenso Unterredung Haussmanns mit Helfferich vom 12.10.1917, IFAI, S. 223. 184 Vgl. IFA-Sitzung vom 22.10.1917, Beitrag Trimborn gegen Bülow (‹personaingratissima›), S. 245, für Bülow Erzberger, S. 243 u. a.Google Scholar
  177. 185.
    Vgl. IFA-Sitzung vom 22.10.1917. Beitrag Stresemann für Bülow, S. 244; Junck gegen Bülow, S. 246.Google Scholar
  178. 186.
    Obgleich Westarp sich gegenüber Stresemann bezüglich einer Kanzlerschaft Bülows am 21.9.1917, nicht direkt negativ ausgesprochen hatte (Westarp, Konservative Politik, Bd. II, S. 491), schreibt er an anderer Stelle, die Konservativen hätten sich diesem Plane gegenüber ‹durchaus ablehnend› verhalten, ibid. S. 483.Google Scholar
  179. 187.
    Vgl. bes IFA I, S. 246.Google Scholar
  180. 188.
    So Erzberger, IFA I, S. 239.Google Scholar
  181. 189.
    Schulthess 1917/1, S. 820f.Google Scholar
  182. 190.
    IFA I, S. 423.Google Scholar
  183. 191.
    Zur Frage ‹Elsaß-Lothringen› vgl. Hoop, Die Innenpolitik Michaelis/Hertling, S. 118.Google Scholar
  184. 192.
    Vgl. Epstein, Matthias Erzberger, S. 246f.Google Scholar
  185. 193.
    Dazu Fischer, Weltmacht, S. 562ff.Google Scholar
  186. 194.
    Aufzeichnung Stresemanns über den Verlauf der Kanzlerkrise, IFA I, S. 584; ähnlich Stresemann in einem Brief an Stöve vom 9.11.1917, IFA I, S. 558 ff., bes. S. 560. Für die generelle Stellung der NL-Reichstagsfraktion zum ‹Mehr-heitsprogramm› vgl. auch die Entschließung des NL-Vorstandes vom 30. Oktober 1917, in: Schulthess 1917/1, S. 951.Google Scholar
  187. 196.
    Vgl. Aufzeichnung Stresemanns, IFA I, S. 584 (Punkt 3).Google Scholar
  188. 196.
    Erlaß der Gewerbeordnung vom 21.6.1869, Reichsgesetzblatt, S. 245; §153 wurde am 22. Mai 1918 auf Drängen der Mehrheitsparteien von Hertling aufgehoben (Reichsgesetzblatt, S. 423).Google Scholar
  189. 197.
    Vgl. dazu ausführlicher Ludwig Preller, Sozialpolitik in der Weimarer Zeit, Stuttgart 1949, S. 46, ebenso Varein, Freie Gewerkschaften, S. 101.Google Scholar
  190. 198.
    Epstein, Matthias Erzberger, S. 249.Google Scholar
  191. 199.
    So hatten sich beispielsweise die Mitgliederzahlen durch Krieg und Spaltung wie folgt entwickelt:Google Scholar
  192. 1914.
    – 1 085 905 Mitglieder (Stand 31. März 1914)Google Scholar
  193. 1915.
    – 585 898 MitgliederGoogle Scholar
  194. 1916.
    – 432 612 MitgliederGoogle Scholar
  195. 1917.
    – 243 061 MitgliederGoogle Scholar
  196. (Die Zahlen beziehen sich auf die am Jahresschluß organisatorisch erfaßten und bezahlenden Mitglieder. Die zum Heeresdienst eingezogenen sind nicht mitgezählt.)Google Scholar
  197. Protokoll über die Verhandlungen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, abgehalten in Würzburg vom 14. bis 20. Oktober 1917, S. 10.Google Scholar
  198. 200.
    Die Parteiführung sah sich wegen ihrer Beteiligung an den interfraktionellen Beratungen teilweise einer äußerst scharfen Kritik ausgesetzt (vgl. z. B. die Rede von Hoch, ibid. S. 339 ff.), was die einzelnen Vorstandsmitglieder immer wieder zu einer nachdrücklichen Verteidigung der Mehrheitspolitik zwang (vgl. die Reden von Scheidemann, ibid. S. 277ff.; Molkenhuhr, ibid. S. 289ff., und die Schlußrede Eberts, ibid. S. 307ff., David, ibid. S. 316ff.).Google Scholar
  199. 201.
    IFA I, S. 253 ff.Google Scholar
  200. 202.
    Ebert hatte in seiner Eröffnungsrede auf dem Würzburger Parteitag u. a. gesagt: »Wie die Sozialdemokratie zu der Regierung der Herren Michaelis, Helfferich und Capelle steht, das hat sie im Reichstag mit ziemlicher Deutlichkeit zum Ausdruck gebracht. Wir legen Wert darauf, auch hier zu sagen: Bei dieser Absage bleibt es, die Verhandlungen dieses Parteitages werden dazu beitragen, diese Absage noch kräftiger zu unterstreichen (Stürmischer anhaltender Beifall).« Protokoll des SPD-Parteitags, Würzburg 1917, S. 227.Google Scholar
  201. 203.
    Vgl. Stresemann, Reden und Schriften, Bd. I, S. 143 ff., ebenso den Bericht Westarps über eine Anfrage Stresemanns, ob die Konservativen zu einer Koalitionsregierung bereit seien, Westarp, Konservative Politik, Bd. II, S. 490 f. Vgl. auch IFA I, S. 244 (Beitrag Richthofen). Google Scholar
  202. 204.
    IFA-Sitzung vom 22.10.1917, IFA I, S. 242 (Beitrag Südekum). Google Scholar
  203. 205.
    Bezeichnend in diesem Zusammenhang war die Bemerkung Keinaths (NL): »Ein Koalitionsministerium dürften wir nicht von vornherein ablehnen, weil wir sonst uns ins Unrecht setzten.«, IFA I, S. 245.Google Scholar
  204. 206.
    Vgl. die Ausführungen Erzbergers in der IFA-Sitzung vom 25.10. 1917, IFA I, S. 304f.Google Scholar
  205. 207.
    Da Helfferich sich darüber im klaren war, daß sein weiteres politisches Schicksal mit dem von Michaelis eng verbunden war, bot er alles zu dessen Gunsten auf, um ihn zu unterstützen, vgl. Besprechung der Staatssekretäre und preußischen Staatsminister am 30.10.1917, IFA I, S. 373 ff., bes. 378.Google Scholar
  206. 208.
    vgl. IFA-Sitzung vom 23.10.1917, IFA I, S. 257 (Beitrag Rießer — NL).Google Scholar
  207. 209.
    IFA I, S. 253ff.Google Scholar
  208. 210.
    IFA I, S. 264f.Google Scholar
  209. 211.
    Valentini, Kaiser und Kabinettschef, S. 177.Google Scholar
  210. 212.
    Ygi Protokoll der Unterredung von Trimborn, Fischbeck, Stresemann und Südekum mit von Valentini, IFA I, S. 265 f.Google Scholar
  211. 213.
    IFA I, S. 266.Google Scholar
  212. 214.
    Vgl. Helfferich, Der Weltkrieg, Bd. III, S. 203, Michaelis, Für Staat und Volk, S. 368, die beide der Ansicht sind, das überreichte Gesuch der Mehrheitsparteien setzte die Demission von Michaelis als selbstverständlich voraus.Google Scholar
  213. 215.
    IFA I, S. 267 (Bericht Trimborns im IFA).Google Scholar
  214. 216.
    IFA I, S. 268 (Bericht Trimborns im IFA).Google Scholar
  215. 217.
  216. 218.
    Helfferich, Der Weltkrieg, Bd. III, S. 204f.Google Scholar
  217. 219.
    Ibid. S. 312f.Google Scholar
  218. 220.
    IFA-Sitzung vom 24.10.1917, IFA I, S. 275ff.Google Scholar
  219. 221.
    Vgl. die Ausführungen Sädekums, IFA I, S. 296/278.Google Scholar
  220. 222.
    vgl. IFA-Sitzung vom 23. 10. 1917, IFA I, S. 270 (Bericht Sädekums); vgl. auch Patemann, Wahlreform, S. 97ff., bes. S. 112ff.Google Scholar
  221. 223.
    IFA-Sitzung vom 24.10.1917, IFA I, S. 281.Google Scholar
  222. 224.
    IFA I, S. 282.Google Scholar
  223. 225.
    IFA I, S. 279f.Google Scholar
  224. 226.
    IFA I, S. 276f.Google Scholar
  225. 227.
    Vgl. die ‹drei Eventualitäten› Trimborns, IFA I, S. 289ff.Google Scholar
  226. 228.
    IFA I, S. 284 (Beitrag Staves). Google Scholar
  227. 229.
    IFA I, S. 278 (Beitrag Südekums). Google Scholar
  228. 280.
    Dazu bemerkte Haussmann: »Frage der Namen: wir sind in überraschender Weise nahegekommen. Nationalliberale und Sozialdemokraten schlagen vor einen Zentrumsmann. Das ist sachlich.« IFA I, S. 292f.Google Scholar
  229. 231.
    Vgl. die zitierten Pressestimmen, in: IFA I, S. 591, Anm. 32.Google Scholar
  230. 232.
    IFA-Sitzung vom 24.10.1917, IFA I, S. 297f.Google Scholar
  231. 233.
    Vgl. dazu den ursprünglichen, von Erzberger formulierten Vorschlag, in dem Michaelis Abgang direkt gefordert, Kühlmann als möglicher Nachfolger und Fehrenbach als denkbarer Vizekanzler vorgeschlagen worden waren, IFA I, S. 294f.Google Scholar
  232. 234.
    IFA I, S. 280ff.Google Scholar
  233. 236.
    Unterredung Erzbergers mit Admiral von Müller, IFA I, S. 299; vgl. auch Müller, Regierte der Kaiser?, S. 327. 236 Frankfurter Zeitung vom 23. Oktober 1917 (2. Morgenblatt), Leitartikel: ‹Die Mehrheitsparteien und der Kanzler›. 348Google Scholar
  234. 237.
    Vgl. dazu Westarp, Konservative Politik, Bd. II, S. 480ff. 138Müller, Regierte der Kaiser?, S. 324.Google Scholar
  235. 239.
    Westarp, Konservative Politik, Bd. II, S. 493.Google Scholar
  236. 240.
    Diese sehr häufig gebrauchte Formel wurde vor allem auch zugunsten der ‹Vaterlandspartei› immer wieder angeführt, vgl. für viele den Bericht Erzbergers, in: IFA I, S. 310f.Google Scholar
  237. 241.
    Die SPD hatte sich auf ihrem Würzburger Parteitag gegen eine Reichstagsauflösung festgelegt, vgl. Protokoll des SPD-Parteitags, Würzburg 1917, S. 326 (Rede Davids). Google Scholar
  238. 242.
    Vgl. die von den Mehrheitsparteien am 25.10.1917 beschlossenen Richtlinien, nach denen die dem IFA nahestehende Presse gegen Michaelis schreiben sollte, IFA I, S. 314f.Google Scholar
  239. 243.
    Vgl. dazu IFA I, S. 322, Anm. 4; ebenso die IFA-Sitzung vom 30.10.1917, IFA I, S. 363 (vor allem Bericht Fischbecks), und IFA-Sitzung vom 31.10.1917, IFA I, S. 385, bes. 386 (Bericht Fiscbbeck). Google Scholar
  240. 244.
    Varein, Freie Gewerkschaften, S. 95, und Helfferich, Der Weltkrieg, Bd. III, S. 209.Google Scholar
  241. 245.
    Vgl. Schulthess 1917/1, S. 933ff.Google Scholar
  242. 246.
    Dazu Hoop, Die Innenpolitik Michaelis/Hertling, S. 119 ff.Google Scholar
  243. 247.
    Zur Biographie Hertlings vgl. im einzelnen u. a. Karl Bachern, Vorgeschichte, Geschichte und Politik der deutschen Zentrumspartei, Köln 1930, Bd. IV, S. 90, Bd. VII, S. 97ff.; Epstein, Matthias Erzberger, S. 59 und S. 251; Hoop, Die Innenpolitik Michaelis/Hertling, S. 119; Kühlmann, Erinnerungen, S. 511; Payer, Von Bethmann Hollweg bis Ebert, S. 53.Google Scholar
  244. 248.
    Die Ausführungen Hertlings sind wiedergegeben in Schulthess 1917/1, S. 933f. und S. 939f.Google Scholar
  245. 249.
    Hoop, Die Innenpolitik Michaelis/Hertling, S. 121.Google Scholar
  246. 250.
    Bachern, Zentrumspartei, Bd. VIII, S. 48.Google Scholar
  247. 251.
    Für die hohe körperliche Gebrechlichkeit Hertlings vgl. die Schilderung seines Arbeitstages als Reichskanzler, in: Karl Graf Hertling, Ein Jahr in der Reichskanzlei, Erinnerungen an die Kanzlerschaft meines Vaters, Freibürg 1919, S. 45, ebenso Payer, Von Bethmann Hollweg bis Ebert, S. 53 f.Google Scholar
  248. 252.
    Hoop, Die Innenpolitik Michaelis/Hertling, S. 122; vgl. auch Georg Frhr. von Hert ling, Kleine Schriften zur Zeitgeschichte und Politik, Freiburg 1897, S. 59 und S. 82f., und zur politischen Philosophie Hertlings vgl. derselbe: Recht, Staat und Gesellschaft, Kempten und München 1917 (4. Auflage).Google Scholar
  249. 253.
    Hertling, Ein Jahr in der Reichskanzlei, S. 25.Google Scholar
  250. 254.
    Dazu IFA I, S. 335, Anm. 11.Google Scholar
  251. 256.
    Vgl. Schulthess 1917/1, S. 934. 258 IFA I, S. 334ff.Google Scholar
  252. 257.
    Hertling hatte am 28. Oktober mit folgenden Parteiführern Besprechungen geführt: Erzberger (vgl. IFA I, S. 322, S. 560, Epstein, Matthias Erzberger, S. 252, Max von Baden, Erinnerungen, S. 149); Ebert (vgl. IFA I, S. 336, Anm. 3, Max von Baden, Erinnerungen, S. 149); Westarp (IFA I, S. 577, Westarp, Konservative Politik, Bd. II, S. 491 ff).Google Scholar
  253. ass Vgl. dazu die Äußerung Spahns: »Sehr verübelt sei ihm (gemeint ist Hertling, d. Verf.) in Kreisen des Zentrums worden, daß er zuerst Erzberger empfangen habe«, IFA I, S. 377 (Besprechung der Staatssekretäre und preußischen Staatsminister).Google Scholar
  254. 259.
    vgl. Valentini, Kaiser und Kabinettchef, S. 179.Google Scholar
  255. 260.
    Vgl. dazu Westarp, Konservative Politik, Bd. II, S. 493, und Helfferich, Der Weltkrieg, Bd. III, S. 221.Google Scholar
  256. 261.
    Vgl. die Aufzeichnung Erzbergers über den Verlauf der Kanzlerkrise, IFA I, S. 561.Google Scholar
  257. 262.
    vgl. Protokoll der ‹Unterredung Erzbergers mit Hertling vom 28. 10.1917›, IFA I, S. 322; zur Frage ‹Elsaß-Lothringens›, IFA I, S. 323, Anm. 10, vgl. auch Anm. 315.Google Scholar
  258. 263.
    ‹Denkschrift Erzbergers über die Trennung des Reichskanzleramtes vom preußischen Ministerpräsidium› vom 29.10.1917, IFA I, S. 327ff.Google Scholar
  259. 264.
    Der Versuch, Hertlings Kanzlerschaft durch seine vorherige Festlegung auf ein bestimmtes, für ihn schwer annehmbares Programm zu verhindern, war, wie Haussmann betonte, nur eine »halbe Ehrlichkeit« (IFA I, S. 436) und schon deshalb zweischneidig, weil im Falle der — allerdings unerwarteten Annahme (vgl. Erzberger: »Auch Tirpitz könnte unser Programm annehmen«, IFA I, S. 393) jeder sonstige sachliche Grund gegen Hertling entfallen mußte.Google Scholar
  260. 265.
    IFA I, S. 334ff.Google Scholar
  261. 266.
    IFA-Sitzung vom 24.10.1917, IFA I, S. 288 (Beitrag Lieschning). Google Scholar
  262. 287.
    Vgl. IFA I, S. 338 (Beitrag Haussmann) und S. 346 (Lieschning); dagegen Erz-berger, IFA I, S. 360.Google Scholar
  263. 268.
    IFA I, s. 335; vgl. dagegen Westarp, Konservative Politik, Bd. II, S. 484, der Michaelis gegenüber aus ‹sachlichen Bedenken› gegen eine Trennung der Ämter sprach; s. auch Westarp, Konservative Politik, Bd. II, S. 495, wo die Trennung vorübergehend gutgeheißen wird.Google Scholar
  264. 269.
    Vgl. ‹Tagebuchartige Notizen› Haussmanns vom 28./29.10.1917, IFA I, S. 325.Google Scholar
  265. 270.
    Aufzeichnung Erzbergers über den Verlauf der Kanzlerkrise, IFA I, S. 561.Google Scholar
  266. 271.
    Vgl. dazu WUA, Bd. 7/II, S. 250, ebenso Epstein, Matthias Erzberger, S. 252f.Google Scholar
  267. 272.
    IFA-Sitzung vom 29.10.1917, IFA I, S. 341 f.Google Scholar
  268. 273.
    Die einzelnen Gründe, die Erzberger zu seiner negativen Einstellung gegen eine Kandidatur Hertlings bewogen, sind von ihm selber aufgezählt: IFA I, S, 334f.Google Scholar
  269. 274.
    IFA I, S. 342 (Beitrag Erzberger).Google Scholar
  270. 276.
    Vgl. Max von Baden, Erinnerungen, S. 148f.Google Scholar
  271. 276.
    Vgl. die symptomatische Bemerkung Haussmanns: die »Zeit verlangt einen linksgerichteten Zentrumsmann«, IFA I, S. 338.Google Scholar
  272. 277.
    Der gelegentlich, vor allem von Bredt, Der deutsche Reichstag, S. 173, erhobene Vorwurf, die Mehrheitsparteien hätten Graf Hertling als Anhänger des parlamentarischen Regierungssystems eingeschätzt, ist unbegründet. Die Protokolle zeigen deutlich, daß man die Gegnerschaft Hertlings gegenüber Verfassungsreformen zur Kenntnis genommen hatte.Google Scholar
  273. 278.
    IFA I, S. 344.Google Scholar
  274. 279.
    IFA I, S. 342.Google Scholar
  275. 280.
    So Staatssekretär Solf in einem Gespräch vom 29.10.1917 mit Erzberger, IFA I, S. 333, und ähnlich Stresemann in seiner Aufzeichnung, IFA I, S. 578.Google Scholar
  276. 281.
    IFA-Sitzung vom 29.10.1917, IFA I, S. 340.Google Scholar
  277. 282.
    IFA I, S. 342.Google Scholar
  278. 283.
    IFA I, S. 362; die Diskussion zur Kandidatenliste, IFA I, S. 356ff.Google Scholar
  279. 284.
    Vgl. dazu IFA-Sitzung vom 30.10.1917, S. 363ff.Google Scholar
  280. 285.
    IFA I, s. 366 (Beitrag Erzberger); vgl. dagegen den Beitrag Ebert, ibid.Google Scholar
  281. 286.
    IFA I, S. 368.Google Scholar
  282. 287.
    Zur politischen Stellung Friedbergs in der ntl. Fraktion des preußischen Abgeordnetenhauses, vgl. die entsprechenden Abschnitte bei Hartwig Thieme, Nationaler Liberalismus in der Krise. Die national-liberale Fraktion des Preußischen Abgeordnetenhauses 1914–1918 (Schriften des Bundesarchivs, Bd. 11), Boppard am Rhein 1963.Google Scholar
  283. 288.
    Vgl. Erzberger, Erlebnisse, S. 294. 288 IFA I, S. 373ff.Google Scholar
  284. 290.
    Kühlmann besprach sich am 30.10. mit Richthofen, Ebert und Erzberger, am folgenden Tage mit Stresemann, vgl. IFA I, S. 382, Anm. 4. Die Unterredung mit Erzberger, IFA I, S. 381, mit Richthofen, WUA, Bd. 7/H, S. 223 f.Google Scholar
  285. 291.
    IFA I, S. 382.Google Scholar
  286. 292.
    Vgl. die Meldung der frankfurter Zeitung› vom 1.11.1917 (Abendblatt:) »Durch das Eingreifen des Staatssekretärs von Kühlmann haben die Verhandlungen der Mehrheitsparteien mit dem Grafen Hertling, die vorgestern fast als gescheitert anzusehen waren, eine günstige Wendung genommen und in den gestern geführten Verhandlungen hat sich zwischen der Auffassung der Mehrheitsparteien und dem Standpunkt des Grafen Hertling eine Annäherung herausgestellt.« S. 1, Sp. 4.Google Scholar
  287. 293.
    IFA I, S. 382.Google Scholar
  288. 294.
  289. 296.
    Epstein, Matthias Erzberger, S. 254.Google Scholar
  290. 296.
    Noch am 30.10. hatte Erzberger — nach dem Zeugnis Richthofens (WUA, Bd. 7/II, S. 223f.) — den Versuch gemacht, Bülows Kanzlerschaft zu forcieren; aber schon einen Tag später sprach er sich im IFA für die Kandidatur Hertlings aus (IFA-Sitzung vom 31.10.1917, IFA I, S. 385E).Google Scholar
  291. 297.
    Helfferich, Der Weltkrieg, Bd. III, S. 217.Google Scholar
  292. 298.
    IFA-Sitzung vom 31.10.1917, IFA I, S. 393.Google Scholar
  293. 299.
    IFA I, S. 385 ff.Google Scholar
  294. 300.
    So Scheidemann im IFA, IFA I, S. 390.Google Scholar
  295. 301.
    Mit der FVP hatte Kühlmann nicht verhandelt, vgl. IFA I, S. 429 (Unterredung Erzbergers mit Graf Hertling).Google Scholar
  296. 302.
    IFA I, S. 386 (Beitrag Trimborn). Google Scholar
  297. 303.
    Am 1. November 1917 (2. Morgenblatt) schrieb die Frankfurter Zeitung in ihrem Leitartikel ‹Die Kanzlerkrise›: »Man scheint überhaupt die Parlamentarisierung ganz ähnlich wie bei der Entlassung des Herrn von Bethmann Hollweg, weil man sich grundsätzlich über sie nicht recht einigen kann, durch die Ernennung von Abgeordneten für Ministerposten oder ähnliches markieren zu wollen,...« S. 1.Google Scholar
  298. 304.
    IFA I, S. 388 (Beitrag Ebert).308 IFA I, S. 391.Google Scholar
  299. 306.
    IFA I, S. 398f.Google Scholar
  300. 307.
    Vgl. die Diskussionsbeiträge von Ebert (IFA I, S. 389), Richthofen (IFA I, S. 395), Emerger (IFA I, S. 394).Google Scholar
  301. 308.
    IFA I, S. 391.Google Scholar
  302. 309.
    Die Demission Helfferichs war in der Fraktionssitzung der Sozialdemokraten vom 8. Oktober gefordert worden. SPD-Fraktion, S. 337. 310 Vgl. das Protokoll der Unterredung Erzbergers mit Staatssekretär von Kühlmann, IFA I, S. 380ff., bes. S. 383, Anm. 10.Google Scholar
  303. 311.
    IFA I, S. 342.Google Scholar
  304. 312.
    Vgl. IFA-Sitzung vom 31.10.1917, IFA I, S. 395 (Beitrag v. Richthofens) und S. 366 (Beitrag Eberts). Google Scholar
  305. 313.
    IFA I, S. 396 (Berichte von Dove und Rießer). Google Scholar
  306. 314.
    Bereits am 17. Oktober hatte die frankfurter Zeitung› gemeldet, »daß der Reichskanzler Dr. Michaelis nach Schluß der Reichstagssession dem Abgeordneten v. Payer die Stelle des Vizekanzlers angeboten haben soll, daß der Führer der Fortschrittlichen Partei dieses Anerbieten aber abgelehnt habe.« In derselben Nummer dementierte allerdings Payer, daß es ein solches Angebot gegeben haben solle, Frankfurter Zeitung vom 17. Oktober 1917 (2. Morgenblatt), S. 1, Sp. 4.Google Scholar
  307. 315.
    IFA I, S. 399 f.Google Scholar
  308. 316.
    Vgl. u.a. zur Entwicklung der Frage ‹Elsaß-Lothringens›: Karl-Heinz Janßen, Macht und Verblendung, Kriegsziele der deutschen Bundesstaaten 1914–1918, Göttingen 1963, bes. S. 167f., 196, 221.Google Scholar
  309. 317.
    Epstein, Matthias Erzberger, S. 254.Google Scholar
  310. 318.
    Vgl. dazu das Protokoll der Unterredung Erzbergers mit Staatssekretär von Kühl-mann, IFA I, S. 383 (Punkt 3).Google Scholar
  311. 319.
    Vgl. dazu die Berichte in der IFA-Sitzung vom 3.11.1917, IFA I, S. 438ff.Google Scholar
  312. 320.
    Vgl. dazu den Brief Stresemanns an den Bayerischen Reichsrat Franz von Buhl, IFA I, S. 476. In diesem Zusammenhang muß darauf verwiesen werden, daß die von Klaus Epstein in seiner Besprechung der Quellenedition vertretene Meinung, »die Ernennung von Hertling nach vorübergehender Vereinbarung eines Programmes mit den Mehrheitsparteien bedeutete den Höhepunkt des Einflusses des IFA« (HZ, 1961, S. 582) die Gegnerschaft der Mehrheitsparteien gegen dessen Kandidatur bagatellisiert, zum anderen aber nur dann richtig ist, wenn man die KabinetThildung vom Herbst 1918 aus der Geschichte des IFA streicht, eine freilich unzulässige Interpretation.Google Scholar
  313. 321.
    Vgl. Teil II, S. 101ff.Google Scholar
  314. 322.
    IFA-Sitzung vom 31.10.1917, IFA I, S. 401 (Beitrag Juncks, der auf Art. 9 RV bezogen war).Google Scholar
  315. 323.
    IFA I, S. 403f.Google Scholar
  316. 324.
    Beginnend mit der IFA-Sitzung vom 1.11.1917, IFA I, S. 409ff.Google Scholar
  317. 325.
    Der Vizekanzler war, im Unterschied zu den ‹Fachministern›, als rein ›politischer Ministen‹ konzipiert, vgl. dazu u. a. IFA-Sitzung vom 7.11.1917, IFA I, S. 523 (Beitrag Stresemanns)’, auch Bredt, Der Deutsche Reichstag, S. 174ff.Google Scholar
  318. 326.
    Am 6. November 1917 schrieb die frankfurter Zeitung› (Abendblatt) zur Kandidatur Payers: »Die Mehrheitsparteien aber wissen, warum sie die Berufung gerade dieses volksparteilichen Führers fördern. Herr v. Payer ist in dem Zusammenarbeiten der Mehrheitsparteien immer häufiger deren gemeinsamer Repräsentant und Sprecher geworden, dem es immer wieder gelungen ist, die Mehrheit zu einheitlichem, ruhig-planmäßigem Handeln zu bringen... « S. 1, Sp. 4.Google Scholar
  319. 327.
    IFA-Sitzung vom 5. 11.1917, IFA I, S. 460.Google Scholar
  320. 328.
    Zur Bedeutung der preußischen Wahlrechtsreform in diesen Regierungsbildungsverhandlungen vgl. Patemann, Wahlrechtsreform, S. 115 ff., ebenso Thieme, Nationaler Liberalismusi in der Krise, S. 104 ff.Google Scholar
  321. 329.
    Für Stresemann war ein nationalliberaler Vizepräsident in Preußen überdies Voraussetzung für die Untarstützung Hertlings im Reich, der seiner Meinung nach in Preußen nur mit ‹liberralem Einschlag zu tragen war (IFA I, S. 448). Stresemann stellte sich Hertlings Ernennung als Sieg des konservativen Zentrumflügels über Erzberger dar (IFA I, S. 476), ein vorübergehendes Provisorium (IFA I,S. 477), angesichts dessen Friedbergs Ernennung schon deshalb wichtig für ihn wurde, »um zu verhindern, daß die Zentrumsherrschaft auch noch auf den preußischen Landtag übergreift« (ibid.). Vgl. Unterredung Erzbergers mit Graf Hertling, am 2.11.1917, IFA I, S. 428.Google Scholar
  322. 330.
    IFA-Sitzung vom 1. 11.1917, IFA I, S. 411 (Beitrag Trimborn). Google Scholar
  323. 331.
    IFA I, S. 413.Google Scholar
  324. 332.
    Vgl. Protokoll des SPD-Parteitages, Würzburg 1917, S. 404ff., Rede Scheidemanns, der u. a. sagte: »Die deutsche Sozialdemokratie — ich will es ganz offen aussprechen — ist durch den Krieg zu einer Partei geworden mit der unmittelbaren Anwartschaft auf die Macht im Staate. So oder so wird sich das parlamentarische System durchsetzen, Deutschland wird nach dem Kriege eine parlamentarisch-demokratisches Staatswesen sein. Und es wird bei uns ebenso sein, wie es in England war, daß nämlich die Partei, der die Mehrheit der Parlamentssitze zufällt, auch die Regierung zu stellen und die Verantwortung zu tragen hat. So werden die ersten Reichstagswahlen nach dem Krieg eine ganz andere Bedeutung haben als jemals in Deutschland Wahlen zuvor.« S. 406f. Vgl. ebenso die Rede Gradnauers, S. 417.Google Scholar
  325. 333.
    IFA I, S. 416.Google Scholar
  326. 334.
    Vgl. den Brief Stresemanns an den bayerischen Reichsrat Franz von Buhl, vom 5.11.1917, IFA I, S. 477 (ebenso den Brief an v. Buhl vom 12.11.1917, IFA I, S. 477, Anm. 7). IFA-Sitzung vom 3.11.1917, IFA I, S. 451.Google Scholar
  327. 335.
    Dazu IFA I, S. 416 (Beitrag Haussmann). Google Scholar
  328. 336.
    IFA I, S. 414.Google Scholar
  329. 337.
    IFA I, S. 420.Google Scholar
  330. 338.
    So Haussmann in einem Brief an Payer vom 2.11.1917, IFA I, S. 436.Google Scholar
  331. 339.
    Vgl. IFA-Sitzung vom 1.11. 1917, IFA I, S. 420 (Beitrag Scheidemann). Die SPD-Fraktion trat nach ihrer Sitzung vom 9. Oktober erst am 28. November 1917 wieder zusammen, d. h. die SPD-Führung verhandelte im IFA ohne politische Absicherung durch die Reichstagsfraktion.Google Scholar
  332. 340.
    IFA I, S. 414 (Beitrag Ebert). Google Scholar
  333. 341.
    IFA I, S. 421 (Beitrag David). Google Scholar
  334. 342.
    Vgl. IFA I, S. 447.Google Scholar
  335. 343.
    Siehe den Brief Stresemanns an Erzberger vom 3.11. 1917, IFA I, S. 453. Ähnliche Bedenken hatte offenbar auch Trimborn, vgl. die entsprechende Mitteilung von Haussmann an Payer in seinem Brief, IFA I, S. 436.Google Scholar
  336. 344.
    IFA I, S. 435 ff.Google Scholar
  337. 345.
    Payer, Von Bethmann Hollweg bis Ebert, S. 47. Wie wenig persönliches Engagement mit einem solchen Angebot von Payer verbunden wurde, zeigt die auf-schlußreiche Stelle: »So war ich eine Art Minister geworden, ohne es eigentlich gewollt zu haben. Ich habe — es hing das nicht nur mit einem gewissen Unabhängigkeitsbedürfnis, sondern auch mit meiner ganzen oppositionellen Entwicklung zusammen — niemals Neigung gehabt, in irgendwelcher Stellung in den Reichs- oder Staatsdienst einzutreten«, ibid. In diesem Zusammenhang sind auch die Gründe von psychologischem› Interesse, die Dove gegen eine eventuelle Kandidatur für das Amt des preußischen Handelsministers angegeben hat: »Ich bin mir meiner Schattenseiten bewußt, Mangel einer Gattin und Toiletten« ?, IFA I, S. 433.Google Scholar
  338. 346.
    Vgl. die Aufzeichnungen Richthofens über die Sitzung der nationalliberalen Fraktion des preußischen Abgeordnetenhauses vom 14.11. 1917, IFA I, S. 606 ff., ebenso Thieme, Nationaler Liberalismus in der Krise, S. 104 f.Google Scholar
  339. 347.
    Aufzeichnung Stresemanns über den Verlauf der Kanzlerkrise, IFA I, S. 579 f. 848 Vgl. Unterredung Erzbergers mit Graf Hertling am 2. 11. 1917, IFA I, S. 427, ebenso IFA I, S. 412 (Bericht Trimborn); Erzberger; Erlebnisse, S. 296. 349 IFA I, S. 593, Anm. 48.Google Scholar
  340. 360.
    So Haussmann in seinem Brief an Payer vom 4.11.1917, IFA I, S. 455.Google Scholar
  341. 361.
    Westarp, Konservative Politik, Bd. II, S. 496. 352 vgl. IFA I, S. 439, Anm. 2 und 3.Google Scholar
  342. 363.
    Vgl. Schulthess 1917/1, S. 956; Helfferich, Der Weltkrieg, Bd III, S. 218; Erzberger, Erlebnisse, S. 296.Google Scholar
  343. 364.
    Hierzu Fischer, Weltmacht, S. 576, und Werner Connue, Polnische Nation und Deutsche Politik im Ersten Weltkrieg, Köln-Graz 1958, S. 325ff.; vgl. ebenso Müller, Regierte der Kaiser?, S. 329.Google Scholar
  344. 366.
    Vgl. die IFA-Sitzung vom 3. 11. 1917, IFA I, S. 438ff., bes. S. 444 (Beitrag Haussmanns), S. 446 (Beitrag Lieschnings), S. 448–450 (Beitrag Erzbergers), S. 449 (Beitrag Davids). Google Scholar
  345. 356.
    Vgl. seinen Brief an Reichsrat von Buhl vom 5.11.1917, IFA I, S. 477.Google Scholar
  346. 357.
    IFA I, S. 451 f:Google Scholar
  347. 358.
    Vgl. dazu Ernst Deuerlein, Eine unbekannte Kontroverse zwischen Staatsminister Graf Herding und OHL, in: Historisches Jahrbuch, Bd. 70 (1951), S. 260–295; ebenso Hoop, Innenpolitik Michaelis/Hertling, S. 145 ff., und Brich Ludendorff, Meine Kriegserinnerungen 1914–1918, Berlin 1919, S. 421.Google Scholar
  348. 359.
    IFA I, S. 453 ff.Google Scholar
  349. 360.
    Vgl. den Brief Haussmanns an Payer, vom 4. 11. 1917, IFA I, S. 454.Google Scholar
  350. 301.
    Unterredung Erzbergers mit Graf Hertling, am 4.11.1917, IFA I, S. 465.Google Scholar
  351. 362.
  352. 363.
    Epstein, Matthias Erzberger, S. 254.Google Scholar
  353. 364.
    IFA I, S. 465 f.Google Scholar
  354. 366.
    Die FVP hatte sich in einer kurzen Zwischensitzung dahingehend geeinigt, an Stelle der ursprünglich beabsichtigten Kandidatur Doves nunmehr Fischbeck als neuen Kandidaten für das Amt des preußischen Handelsministers zu benennen, vgl. IFA I, S. 471 f.Google Scholar
  355. 366.
    Schreiben der Vertreter der Mehrheitsparteien an Reichskanzler Graf Hertling, vom 5.11.1917, IFA I, S. 473.Google Scholar
  356. 367.
    IFA-Sitzung vom 5.11.1917, IFA I, S. 464 (Beitrag Haussmann). Google Scholar
  357. 368.
    IFA I, S. 467 f. (Beitrag David). Google Scholar
  358. 369.
    Erzberger, Erlebnisse, S. 297.Google Scholar
  359. 370.
    Vgl. Unterredung Erzbergers mit Stresemann und Friedberg und gemeinsamer Besuch Erzbergers und Stresemanns bei Reichskanzler Graf Hertling, am 5.11.1917, IFA I, S. 474ff.Google Scholar
  360. 371.
    Unterredung des Abg. Erzberger mit Reichskanzler Graf Hertling, IFA I, S. 475.Google Scholar
  361. 372.
  362. 373.
  363. 374.
    Unterredung der Abg. Erzberger und Stresemann mit Reichskanzler Graf Hertling, IFA I, S. 479.Google Scholar
  364. 376.
    IFA I, S. 480ff.Google Scholar
  365. 376.
    So Lieschning, IFA I, S. 507.Google Scholar
  366. 377.
    IFA I, S. 493 (Beitrag Wiemer). Google Scholar
  367. 378.
    Vgl. die Ausführungen Eberts, IFA I, S. 491. 378 IFA I, S. 485.Google Scholar
  368. 380.
    IFA I, S. 492 (Beitrag Ebert). Google Scholar
  369. 381.
    IFA I, S. 496 (Beitrag David). Google Scholar
  370. 382.
    IFA I, S. 492 (Beitrag Ebert). Google Scholar
  371. 383.
    IFA I, S. 485 (Beitrag Lieschning). Google Scholar
  372. 384.
    IFA I, S. 500 (Beitrag Haussmann); vgl. auch den Beitrag Davids, ibid. S. 496.Google Scholar
  373. 385.
    IFA I, S. 500 (Beitrag Haussmann); ähnlich David, ibid. S. 497.Google Scholar
  374. 386.
    IFA I, S. 508 f.Google Scholar
  375. 387.
    Aufzeichnung Stresemanns über den Verlauf der Kanzlerkrise vom 11. 11. 1917, IFA I, S. 582.Google Scholar
  376. 388.
    Telefongespräch zwischen Stresemann und Erzberger vom 6.11.1917, IFA I, S. 514. 389 Vgl. die entsprechenden Aufzeichnungen von Stresemann, IFA I, S. 582; ebenso bemerkte Richthof en in der IFA-Sitzung vom 7.11.1917: »In vielen Kreisen der Nationalliberalen ist man sehr zufrieden, daß Friedberg erledigt ist«, IFA I, S. 534; vgl. auch Thieme, Nationaler Liberalismus in der Krise, S. 137, der ebenfalls die Vermutung einer geplanten Aktion nahelegt und den Kommentar der frankfurter Zeitung› (2. Morgenblatt) vom 7.11.1917: »Man wird den Eindruck nicht los, daß mit dieser Begründung Herr Dr. Friedberg den Mehrheitsparteien des Reichstags in den Rücken fällt, und daß er zu einer Sprengung der jetzigen Mehrheitsbildung beizutragen sucht,... «. S. 1, Sp. 4. 390 Vgl. Helfferich, Der Weltkrieg, Bd. III, S. 221: »Einen Augenblick schien es so, als ob die Ablehnung... ein Abrücken der Nationalliberalen von den Mehrheitsparteien zur Folge haben würde.«Google Scholar
  377. 391.
    Aufzeichnung Stresemanns über den Verlauf der Kanzlerkrise vom 11.11.1917, IFA I, S. 582.Google Scholar
  378. 392.
    Darauf zielte sein Hinweis, daß das Zentrum während der letzten IFA-Sitzungen zumeist nur durch Erzberger vertreten gewesen sei und die NL nicht genau wüßten, inwieweit die Zentrumsführung über die IFA-Verhandlungen unterrichtet werde, IFA I, S. 521.Google Scholar
  379. 393.
    IFA I, S. 537.Google Scholar
  380. 394.
    IFA I, S. 528 (Beitrag Ebert). Google Scholar
  381. 396.
    IFA I, S. 523 (Beitrag Stresemann). Google Scholar
  382. 396.
    IFA I, S. 518 (Beitrag Rießer). Google Scholar
  383. 397.
    IFA I, S. 538.Google Scholar
  384. 398.
    Vgl. Erzberger, Erlebnisse, S. 298.Google Scholar
  385. 399.
    IFA I, S. 520 (Beitrag Erzberger). Google Scholar
  386. 400.
    IFA I, s. 533 (Beitrag Wiemer). Google Scholar
  387. 401.
    IFA I, S. 538 (Beitrag David). Google Scholar
  388. 402.
    Vgl. IFA I, S. 526 (Beitrag Stresemann), S. 534f. (Beitrag Richthofen); ebenso Patemann, Wahlreform, S. 118.Google Scholar
  389. 403.
    IFA I, S. 535 f.Google Scholar
  390. 404.
    IFA I, S. 543 (Beitrag Erzberger). Google Scholar
  391. 406.
    Vgl. Helfferich, Der Weltkrieg, Bd. III, S. 221 f.Google Scholar
  392. 406.
    IFA I, S. 523.Google Scholar
  393. 407.
    IFA I, S. 542 (Beitrag Fischbeck). Google Scholar
  394. 408.
    Vgl. den Beitrag Erzbergers, IFA I, S. 535 f., der die Realisierung dieser beiden Berufungen als eine »politisch und international... kolossale Sache... « wertete.Google Scholar
  395. 409.
    IFA I, S. 522 (Beitrag Stresemann). Google Scholar
  396. 410.
    Abgedruckt in: IFA I, S. 544; vgl. auch IFA I, S. 545, Anm. 57.Google Scholar
  397. 411.
    Vgl. die ‹Telefonische Mitteilung des Abg. Erzberger für Staatssekretär von Kühlmann› vom 7.11.1917, in der Erzberger den interfraktionellen Personalvorschlag übermittelte, IFA I, S. 546, und ebenso das Protokoll der ‹Unterredung der Abg. Erzberger, Ebert, Fischbeck und Stresemann mit Staatssekretär Graf Roedern›, vom 7.11.1917, IFA I, S. 546f.Google Scholar
  398. 412.
    So Haussmann in seinen späteren Aufzeichnungen zur Herbstkrise, IFA I, S. 594.Google Scholar
  399. 413.
    IFA I, S. 547.Google Scholar
  400. 414.
    Valentini, Kaiser und Kabinettschef, S. 182.Google Scholar
  401. 415.
    Helfferich, Der Weltkrieg, Bd. III, S. 223.Google Scholar
  402. 416.
    Helfferich, Der Weltkrieg, Bd. III, S. 226.Google Scholar
  403. 417.
    Vgl. Helfferich, Der Weltkrieg, Bd. III, S. 224, der von einem letzten Vorstoß Hertlings berichtet, wonach Friedberg Vizepräsident, Helfferich Vizekanzler und Payer ‹Staatssekretär ohne Portefeuille mit der speziellen Aufgabe der Pflege der Beziehungen zwischen Reichsleitung und Parlament› werden bzw. bleiben sollten. Falls der IFA diese Kombination nicht akzeptieren würde, wollte Hertling auf jeglichen Personalvorschlag verzichten und die Regierung unverändert lassen.Google Scholar
  404. 418.
    Vgl. den Bericht Stresemanns (Unterredung der Abg. Erzberger, Ebert, Fischbeck und Stresemann mit den Staatssekretären von Kühlmann und Graf Roedern, 8.11.1917), IFA I, S. 550.Google Scholar
  405. 419.
    Seine eigene Darstellung, Helfferich, Der Weltkrieg, Bd. III, S. 224f., wonach er das Demissionsgesuch immer wieder auf fremden Wunsch hin zurückgehalten habe, wird von den in IFA I publizierten Dokumenten erheblich korrigiert.Google Scholar
  406. 420.
  407. 421.
    Vgl. Valentini, Kaiser und Kabinettschef, S. 182, Kühlmann, Erinnerungen, S. 512. Die Entlassung Helfferichs wie die Ernennungen von Payer und Friedberg, in: Schulthess 1917/1, S. 962ff.Google Scholar
  408. 422.
    frankfurter Zeitung› vom 9. November 1917 (2. Morgenblatt), S. 1, Sp. 1.Google Scholar
  409. 423.
    Ludendorff, Kriegserinnerungen, S. 547.Google Scholar
  410. 424.
    Fischer, Weltmacht, S. 846.Google Scholar
  411. 425.
    Max von Baden, Erinnerungen, S. 284.Google Scholar
  412. 426.
    Vgl. Fischer, Weltmacht, S. 849.Google Scholar
  413. 427.
    Bredt, Der Deutsche Reichstag, S. 282; Fischer, Weltmacht, S. 849; ebenso WUA, Bd. 7/II, Anl. 15.Google Scholar
  414. 428.
    Ludendorff war sich Mitte August 1918 bereits darüber im klaren, daß der Krieg mit militärischen Mitteln nicht mehr zu gewinnen war, klärte aber die Reichsregierung über diesen Sachverhalt nicht auf, vgl. Ludendorff, Kriegserinnerungen, S. 551, Klaus Lütge, Die Politik des Reichskanzlers Prinz Max von Baden, Phil. Diss., Kiel 1953, S. 4.Google Scholar
  415. 429.
    Ludendorff, Urkunden der Obersten Heeresleitung, S. 499f.Google Scholar
  416. 430.
    Vgl. Payer, Von Bethmann Hollweg bis Ebert, S. 73; Hoop, Innenpolitik Michaiis/ Hertling, S. 205.Google Scholar
  417. 431.
    Der Reichstag hatte sich am 13. Juli 1918 auf den 5. November vertagt, trat aber schon — durch die neue Kanzlerkrise gezwungen — am 5. Oktober wieder zusammen, um die Regierungserklärung des Reichskanzlers Max von Baden entgegenzunehmen.Google Scholar
  418. 432.
    Vgl. Patemann, Wahlreform, 2. und 3. Kapitel, S. 127 ff.Google Scholar
  419. 433.
    Gothein an Hausmann, 31. 8.1918, IFA I, S. 469.Google Scholar
  420. 434.
    So brachte z. B. die frankfurter Zeitung› am 10. September (2. Morgenblatt) erstmals die Meldung über eine eventuell bevorstehende Regierungsumbildung in der Form, daß Hertling entlassen, Erzberger und Scheidemann in ein Kabinett Solf eintreten würden.Google Scholar
  421. 435.
    Max von Baden, Erinnerungen, S. 287.Google Scholar
  422. 436.
    Payer, Von Bethmann Hollweg bis Ebert, S. 76.Google Scholar
  423. 437.
    Vgl. Müller, Regierte der Kaiser, S. 409, der berichtet, daß Graf Roedern bereist jetzt den Abgang Hertlings als unvermeidbar ansah.Google Scholar
  424. 438.
    Vgl. Max von Baden, Erinnerungen, S. 317: »Die Spannungen des September waren kaum zu ertragen. Wir standen hilflos vor dem sich vollendenden Unglück der Nation, das zu wenden noch in Menschenkraft gelegen hätte.«Google Scholar
  425. 439.
    IFA II, S. 494ff.Google Scholar
  426. 440.
    IFA II, S. 473ff., Anm. 5.Google Scholar
  427. 441.
    Die deutsch-russischen Zusatzverträge zum Friedensvertrag von Brest-Litowsk waren am 27. 8.1918 in Berlin unterzeichnet worden (vgl. Schulthess 1918/11, S. 689 ff.) und wurden am 6.9.1918 in Berlin ratifiziert (Schulthess 1918/11, S. 692).Google Scholar
  428. 442.
    IFA II, S. 474, Anm. 7 (Zitat auf S. 475). Zur Begründung der ablehnenden Haltung gegenüber einer Reichstagseinberufung vgl. IFA II, S. 499 ff. (Beitrag Gröber) sowie die Entgegnung, IFA II, S. 501 ff. (Beitrag Ebert), die beide Positionen innerhalb der Mehrheit gut veranschaulichen. Vgl. ebenso IFA II, S. 476, Anm. 5.Google Scholar
  429. 443.
    IFA II, S. 476, Anm. 3.Google Scholar
  430. 444.
    Vgl. die in IFA II, S. 501, Anm. 34, wiedergegebene Passage des Berichts Scheidemanns in der gemeinsamen Sitzung von Parteiausschuß und Reichstagsfraktion vom 23. September 1918.Google Scholar
  431. 448.
    IFA II, S. 501.Google Scholar
  432. 449.
    Vgl. Denkschrift Südekums über die politische Lage, 6. 9.1918, IFA II, S. 481 ff.Google Scholar
  433. 447.
    IFA II, S. 482.Google Scholar
  434. 448.
    IFA II, S. 486f.Google Scholar
  435. 449.
    IFA II, S. 487.Google Scholar
  436. 460.
    IFA II, S. 488.Google Scholar
  437. 461.
    IFA II, S. 520ff. (Allgemeine Aussprache).Google Scholar
  438. 462.
    IFA II, S. 524.Google Scholar
  439. 453.
    jpA jjs g 527ff.; Erzberger ging in seiner Analyse davon aus, daß Deutschland verloren sei, wenn nicht noch 1918 ein Friede zustande kommen werde. Die zentrale Frage war: »Wie können wir besseren Frieden bekommen? Haupthindernis: Unglaubwürdigkeit unserer Regierung im Ausland.«Google Scholar
  440. 454.
    IFA II, S. 530.Google Scholar
  441. 465.
  442. 466.
    Ibid. 457 Ibid.Google Scholar
  443. 468.
    Vgl. Fallstudie Herbst 1917, S. 203ff.Google Scholar
  444. 459.
  445. 460.
  446. 461.
    Vgl. in diesem Zusammenhang den Aufsatz von Friedrich Meinecke, Grundfragen deutscher Nationalpolitik, in: Politische Schriften und Reden, S. 232, wo Meinecke zwar in bezug auf die Wahlrechtsfrage, aber nicht nur darauf begrenzt, davon spricht, daß die politische Gleichberechtigung der Arbeiterschaft der Nation den ‹höchsten Grad von innerer Kohärenz› erhalten könne.Google Scholar
  447. 462.
    IFA II, S. 536. 468 Ibid.Google Scholar
  448. 464.
    IFA II, S. 537. 465 IFA II, S. 539 f.Google Scholar
  449. 466.
    Vgl. dazu IFA-Sitzung vom 21. 9.1918, IFA II, S. 644 (Beitrag Ebert). Google Scholar
  450. 467.
    Vgl. Epstein, Matthias Erzberger, S. 288: »Erzberger war Anfang September entschlossen, den Sturz Hertlings herbeizuführen... «Google Scholar
  451. 468.
    Vgl. den charakteristischen Ausspruch Scheidemanns, IFA II, S. 540: »Wir Sozialdemokraten müssen unter allen Umständen losgehen; dann müssen Sie ja doch auch mit. Also machen wir es von vornherein gemeinsam.«Google Scholar
  452. 469.
    IFA II, S. 541; entscheidend die Meinung Naumanns: »Damit ist für mich auch die Frage des Zusammenhaltens der Mehrheit und der Möglichkeit der Vertretung der ganzen Mehrheit in der Regierung die Kernfrage, mit der wir auch zum Reichskanzler zu gehen haben.«Google Scholar
  453. 470.
    IFA II, S. 547 (Beitrag Fischbeck).Google Scholar
  454. 471.
    IFA II, S. 548.Google Scholar
  455. 472.
    Ibid. (Beitrag Wiemer).Google Scholar
  456. 473.
    IFA II, S. 544.Google Scholar
  457. 474.
  458. 476.
    Die Sozialdemokraten werteten diese Ausführungen auch als Absage an ihre Koalitionsbereitschaft. So erklärte Scheidemann in seinem einführenden Referat am 23. September u. a.: »Wir sind vor die Frage gestellt, wie wir uns zu einer parlamentarischen Regierung stellen, in die wir ganz selbstverständlich, wenn sie die nötige Wucht haben soll, hineingehen müßten. Wir haben geantwortet: Wenn es sich um die Herbeiführung des Friedens, wenn es sich um das Leben unserer Soldaten, um das Schicksal und die Zukunft unseres ganzen Volkes handelt, dann würde unsere Partei, vorausgesetzt, daß bestimmte Bedingungen erfüllt werden, bereit sein, in ein solches Ministerium einzutreten. Wir sprachen darüber zuerst in der interfraktionellen Sitzung vom 12. September, wir verabredeten, am 13. September erneut zusammenzukommen, um weiter darüber zu verhandeln. In der Sitzung vom 12. September hat Gröber schon gar keinen Zweifel darüber aufkommen lassen, daß er nicht mitmachen würde, was sich gegen die Person seines alten Parteifreundes, des Grafen Hertling, richtet.« Protokoll der gemeinsamen Sitzung des Parteiausschusses und der Reichstagsfraktion vom 23. September 1918, SPD-Fraktion, S. 423.Google Scholar
  459. 476.
    Vgl. Epstein, Matthias Erzberger, S. 288.Google Scholar
  460. 477.
    IFA II, S. 547.Google Scholar
  461. 478.
    Vgl. auch IFA II, S. 549 (Beitrag David). Google Scholar
  462. 479.
    Vgl. Max von Baden, Erinnerungen, S. 311 ff.; Haussmann, Schlaglichter, S. 211, Lütge, Politik Max von Baden, S. 12f.Google Scholar
  463. 480.
    Besprechung des Abg. David mit Kurt Hahn, Hans Delbrück und Frau Richter, vom 10. 9.1918, IFA II, S. 492f.Google Scholar
  464. 481.
    IFA II, S. 555 (Beitrag Fischbeck). Google Scholar
  465. 482.
    Vgl. die Wendung von Fischbeck: »Das nahm er freundlich auf und sagte, daß er sich darüber freue und Politik in unserem Sinne führen wolle«, IFA II, S. 556.Google Scholar
  466. 483.
    IFA II, S. 554ff.Google Scholar
  467. 484.
    Vgl. IFA II, S. 558 ff.Google Scholar
  468. 485.
    Vgl. IFA II, S. 581.Google Scholar
  469. 486.
    IFA II, S. 574.Google Scholar
  470. 487.
    IFA II, S. 570; vgl. dazu auch den Beitrag Davids, ibid. S. 575.Google Scholar
  471. 488.
    IFA II, S. 568.Google Scholar
  472. 489.
    IFA II, S. 575.Google Scholar
  473. 490.
    IFA II, S. 581.Google Scholar
  474. 491.
    Die personelle Zusammensetzung dieser beiden Unterausschüsse, die den Parteienproporz sorgfältig wahrte, in: IFA II, S. 582; vgl. auch S. 582, Anm. 71.Google Scholar
  475. 492.
    IFA II, S. 582.Google Scholar
  476. 493.
    Vgl. dazu Epstein, Matthias Erzberger, S. 289.Google Scholar
  477. 494.
    Text der Note findet sich in: Schulthess 1918/11, S. 54ff.; vgl. außerdem u.a. Bredt, Der Deutsche Reichstag, S. 284; Bernhard Schwertfeger, Die politischen und militärischen Verantwortlichkeiten im Verlaufe der Offensive von 1918 (WUA, Bd. 2), S. 245f.; Erzberger, Erlebnisse, S. 306f.; Helfferich, Der Weltkrieg, Bd. III, S. 512ff.; Scheidemann, Memoiren, II, S. 181 f.; Max von Baden, Erinnerungen, S. 319.Google Scholar
  478. 495.
    Hertling, Ein Jahr in der Reichskanzlei, S. 167.Google Scholar
  479. 496.
    Epstein, Matthias Erzberger, S. 289.Google Scholar
  480. 497.
    Am 16. 9.1918 brachte die frankfurter Zeitung› (Morgenblatt) folgende Meldung: »Der interfraktionelle Ausschuß, der am Freitag seine Arbeiten beendet zu haben glaubte, hat gestern nochmals seine Besprechungen aufgenommen, und zwar im Zusammenhang mit den aus Wien eingetroffenen Nachrichten. Die Beratungen werden heute fortgesetzt.«Google Scholar
  481. 498.
    Unterredung von Vertretern der Mehrheitsparteien mit Staatssekretär von Hintze, am 14. 9.1918, IFA II, S. 585ff.; das Zitat auf S. 586.Google Scholar
  482. 499.
    IFA II, S. 587.Google Scholar
  483. 500.
    Protokoll der gemeinsamen Sitzung des Parteiausschusses und der Reichstagsfraktion, vom 23. September 1918 (Bericht Scheidemanns), SPD-Fraktion, S. 425.Google Scholar
  484. 501.
    Besprechung von Vertretern der Mehrheitsparteien bei Reichskanzler Graf Hertling, 15. 9.1918, IFA II, S. 592ff.; das Zitat, S. 597.Google Scholar
  485. 502.
    IFA II, S. 599.Google Scholar
  486. 503.
    Erzberger, Erlebnisse, S. 307.Google Scholar
  487. 504.
    IFA II, S. 604.Google Scholar
  488. 505.
    Vgl. die ‹Aufzeichnungen des Unterstaatssekretärs Heinrichs über die Stellungnahme des Reichskanzlers zur Frage der Einberufung des Hauptausschusses›, vom 16. 9.1918, IFA II, S. 604f.; ebenso Hertling, Ein Jahr in der Reichskanzlei, S. 168.Google Scholar
  489. 506.
    Vgl. die indirekt bei ‹Heinrichs› wiedergegebene Wendung Hertlings: »Er wisse selbst nicht, ob er gehen oder bleiben solle, man habe ihm aber gesagt, er müsse gerade in jetziger Zeit bleiben, um große Erschütterungen in Deutschland zu vermeiden«, IFA II, S. 605.Google Scholar
  490. 507.
    Vgl. den ‹Bericht des bayerischen Gesandten Graf Lerchenfeld an den Ministerpräsidenten Ritter von Dandl› (München), 16. 9.1918, IFA II, S. 605f.Google Scholar
  491. 508.
    IFA II, S. 606ff.Google Scholar
  492. 509.
    Dies erscheint zunächst überraschend, erklärt sich aber wohl daraus, daß Gröber den Kanzler öffentlich zu entlasten gedachte.Google Scholar
  493. 510.
    IFA II, S. 606, vgl. ebenso S. 607, Anm. 3.Google Scholar
  494. 511.
    Vgl. IFA II, S. 615, Anm. 6/7; S. 633, Anm. 28.Google Scholar
  495. 512.
    IFA-Sitzung vom 21. 9.1918, IFA II, S. 615ff.Google Scholar
  496. 513.
    Die Diskussion um den Entwurf zu einem Völkerbund kann in diesem Zusammenhang übergangen werden, vgl. die Debatten, in: IFA II, S. 615–633.Google Scholar
  497. 514.
    Vgl. die Denkschrift Südekums vom 6.9.1918, IFA II, S. 481 ff., ebenso die Aufzeichnungen Südekums zu einer geplanten Denkschrift der Mehrheits-parteien› vom 16. 9.1918, IFA II, S. 612f.Google Scholar
  498. 515.
    Vgl. dazu die beiden Entwürfe zur Denkschrift vom 18. und 22. 9.1918, IFA II, S. 647–669.Google Scholar
  499. 516.
    Im folgenden interessieren lediglich die Ausführungen zur innenpolitischen Situation des Reiches.Google Scholar
  500. 517.
    IFA II, S. 650.Google Scholar
  501. 518.
    IFA II, S. 666.Google Scholar
  502. 519.
    IFA II, S. 667.Google Scholar
  503. 520.
    IFA II, S. 668 f.Google Scholar
  504. 521.
    Vgl. IFA I, S. 248f.; ebenso Fallstudie Herbst 1917, S. 173ff.Google Scholar
  505. 522.
    IFA II, S. 636; vgl. auch ibid. S. 634 (Beitrag Gröber). Google Scholar
  506. 523.
    IFA II, S. 641; die in dieser IFA-Sitzung sehr ausführlichen Diskussionsbeiträge Gröbers sind in der vorliegenden Wiedergabe, soweit dies inhaltlich nützlich erschien, zusammengefaßt worden.Google Scholar
  507. 524.
    IFA II, S. 636ff. 625 IFA II, S. 639.Google Scholar
  508. 526.
    IFA II, S. 645.Google Scholar
  509. 527.
    Protokoll der gemeinsamen Sitzung des Parteiausschusses und der Reichstagsfraktion, 23. September 1918, SPD-Fraktion, S. 417ff.Google Scholar
  510. 528.
    Ibid. S. 427.Google Scholar
  511. 529.
    Ibid. S. 427f.Google Scholar
  512. 530.
  513. 531.
    Ibid. S. 429.Google Scholar
  514. 532.
  515. 533.
  516. 534.
    So Landsberg, ibid. S. 445, der aber sonst für die sozialdemokratische Regierungsbeteiligung sprach.Google Scholar
  517. 535.
    Ibid. S. 457.Google Scholar
  518. 536.
    Vgl. ibid. S. 483 (Anträge Hoch/Landsberg).Google Scholar
  519. 537.
    Die Regierungsbeteiligung der SPD wurde von der Fraktion mit 55 zu 10 Stimmen, vom Parteiausschuß mit 25 gegen 11 Stimmen angenommen.Google Scholar
  520. 538.
    Die Bedingungen, in: SPD-Fraktion, S. 417f., vgl. dazu den zustimmenden Kommentar von Max von Badm, Erinnerungen, S. 322. Dazu schrieb die ‹Frankfurter Zeitung› vom 25. September 1918 (2. Morgenblatt) in ihrem Kommentar u. a.: »... Die Sozialdemokratie entschließt sich zu aktiver Politik. Sie ist die erste Partei, die offen die Notwendigkeit der Zusammenfassung aller Kräfte zu einer nationalen Verteidigung ausspricht, und es bleibt nicht nur für die Entwicklung dieser Partei, sondern für unsere gesamte politische Entwicklung ein Akt von unverkennbarer Bedeutung, daß die Sozialdemokratie sich entgegen ihrem früheren Programm zum Eintritt in eine verantwortliche Regierung mit Mitgliedern anderer Parteien bereit erklärt... Die Forderungen, die die Sozialdemokratie als Bedingungen aufgestellt, sind Mindestforderungen. Sie sind es wirklich für jeden, der das bisherige Programm der Partei mit den jetzigen Bedingungen vergleicht. Man sieht diesen Bedingungen an, daß dabei der Zwang auch den Beitritt zu einer aus verschiedenen bürgerlichen Parteien zusammengesetzten Regierung stark mitgewirkt hat, und man wird den Willen der Sozialdemokratie, auf diese Weise eine breite Grundlage für die Verteidigung des Vaterlandes zu schaffen, nicht bezweifeln können.... « Vgl. auch Lütge, Politik Max von Baden, S. 43 f.Google Scholar
  521. 539.
    Vorstandssitzung der Reichstagsfraktion des Zentrums, vom 23. 9.1918, IFA II, S. 672.Google Scholar
  522. 540.
    Vgl. Epstein, Matthias Erzberger, S. 288f.; ebenso Erzberger, Erlebnisse, S. 308.Google Scholar
  523. 541.
    Vgl. die ›Aufzeichnungen des Abg. Friedrich Graf von Galen›, vom 10.10.1918, IFA II, S. 792.Google Scholar
  524. 542.
    Die Vollsitzung der Zentrumsfraktion fand unmittelbar nach der Vorstandssitzung statt, vgl. die entsprechenden Hinweise im Bericht des bayrischen Gesandten Graf Lerchenfeld an Ministerpräsident Ritter von Dandl (München), 24. 9.1918, IFA II, S. 694ff.Google Scholar
  525. 543.
    IFA II, S. 672.Google Scholar
  526. 544.
    Vgl. Fallstudie Herbst 1917, S. 191f.Google Scholar
  527. 545.
    Für Erzbergers Bemühungen im Hertlings Rücktritt spielten auch religiöse Motive mit. Er wünschte zu verhindern, daß ein katholischer Reichskanzler zu einer Zeit amtierte, da Deutschlands Zusammenbruch unabwendbar erschien. Vgl. IFA II, S. 694, Anm. 5.Google Scholar
  528. 546.
    Nach der Wiedergabe Lerchenfelds zitiert, IFA II, S. 694. Über die Abstimmungsergebnisse liegen widersprüchliche Berichte vor, vgl. u. a. IFA II, S. 672 (Nr. 231), ibid. S. 694ff. (Nr. 233), ibid. S. 694, Anm. 3, 6 und 7; Schulthess 1918/1, S. 293; Epstein, Matthias Erzberger, S. 290, Anm. 8.Google Scholar
  529. 547.
    Vgl. Helfferich, Der Weltkrieg, Bd. III, S. 518.Google Scholar
  530. 548.
    IFA II, S. 673ff. 649 IFA II, S. 681. 550 IFA II, S. 683. 551 Ibid.Google Scholar
  531. 552.
    IFA II, S. 684; vgl. auch die Prognose des Grafen Lerchenfeld, der zur ‹Parlamentarisierung› schrieb: »Es wird vielleicht jetzt versucht werden, der Entscheidung auszuweichen, indem man den oder jenen Sozialdemokraten in die Reichsleitung aufnimmt, ohne ihn zum Vertreter im Bundesrat zu ernennen. Ich halte es aber für unwahrscheinlich, daß die Sozialdemokraten auf diese Brücke treten.« IFA II, S. 695.Google Scholar
  532. 563.
    IFA II, S. 685.Google Scholar
  533. 554.
  534. 555.
  535. 556.
    ‹Vorwärts› vom 24. 9.1918: »Sozialdemokraten in die Regierung? Bedingungen des Eintritts«; zitiert nach IFA II, S. 695, Anm. 8.Google Scholar
  536. 557.
    Zur Hauptausschußsitzung vgl. u.a. Schulthess 1918/1, S. 293ff.; ebenso Hertling, Ein Jahr in der Reichskanzlei, S. 168f.; Payer, Von Bethmann Hollweg bis Ebert, S. 78ff.; Westarp, Konservative Politik, Bd. II, S. 613; Helfferich, Der Weltkrieg, Bd. III, S. 518f.; Max von Baden, Erinnerungen, S. 322f.; Scheidemann, Memoiren, Bd. II, S. 183f., und Bredt, Der Deutsche Reichstag, S. 310 Heuss, Friedrich Naumann, S. 427.Google Scholar
  537. 558.
    Vgl. p a y ert Von Bethmann Hollweg bis Ebert, S. 78; mit »unheilvollem Schweigen«, und Hertling, Ein Jahr in der Reichskanzlei, S. 170: mit »achtungsvollem Schweigen«.Google Scholar
  538. 559.
    Hertling, Ein Jahr in der Reichskanzlei, S. 173. 560 vgl. Theodor Heuss, Friedrich Naumann, S. 427.Google Scholar
  539. 561.
    Am 25. September kommentierte die ‹Frankfurter Zeitung› (2. Morgenblatt) die Rede Hertlings mit folgenden Worten: »... Seien wir offen: Was Graf Hertling über die politische Lage und in Ausblicken auf die Zukunft gesagt hat, hat enttäuscht. Das war ein Vortrag von der Art, wie sie im Plenum und in der Kommission von ihm und anderen Kanzlern schon oft gehalten worden sind.« 662 Für die SPD sprach Scheidemann, für die FVP Fischbeck.Google Scholar
  540. 563.
    Vgl. Hertling, Ein Jahr in der Reichskanzlei, S. 172.Google Scholar
  541. 564.
    IFA II, S. 703, Anm. 9; vgl. in diesem Zusammenhang auch Hermann Cardauns, Adolf Gröber, Berlin 1921, S. 129f.Google Scholar
  542. 665.
    Hertling, Ein Jahr in der Reichskanzlei, S. 171.Google Scholar
  543. 566.
    Vgl. Aufzeichnung des Abg. Friedrich Graf von Galen, IFA II, S. 793, ebenso Schwertfeger, Die politischen und militärischen Verantwortlichkeiten, WUA, Bd. 2, S. 248; vgl. auch den Kommentar der ‹Frankfurter Zeitung› vom 26. September (2. Morgenblatt): »Wenn Gröber bisher im Zentrum wirklich den Flügel geführt hat, der — so muß man annehmen — nicht nur der Person, sondern auch der Politik Hertlings wegen sich hinter diesen stellte, dann mochte man nach der heutigen Rede dieses Zentrumsführers fragen, wie sprechen denn dann erst seine Parteigenossen vom anderen Flügel, die nicht als Schutzgarde dieses Reichskanzlers dienen wollen?«Google Scholar
  544. 667.
    IFA II, S. 793f.Google Scholar
  545. 568.
    Vgl. Payer, Von Bethmann Hollweg bis Ebert, S. 80; Hertling, Ein Jahr in der Reichskanzlei, S. 171; ebenso den Kommentar der frankfurter Zeitung› vom 26. September (2. Morgenblatt): »Es klang so, als ob ihm (Stresemann, d. Verf.) gute Beziehungen zu dieser Mehrheit wieder erwünscht seien.«Google Scholar
  546. 569.
    Payer, Von Bethmann Hollweg bis Ebert, S. 80; Hertling, Ein Jahr in der Reichskanzlei, S. 171.Google Scholar
  547. 670.
    Am 27. September kommentierte die ‹Frankfurter Zeitung› (2. Morgenblatt): »Graf Hertling will im Amt bleiben. Das ist jetzt klar und er glaubt, durch sein heute gegebenes Versprechen die Mehrheitsparteien von Entschließungen abzuhalten, die, wenn nicht unmittelbar, so doch mittelbar, zu seinem Rücktritt führen könnten. Er will mindestens noch bis zum November bleiben, das geht aus seinen Worten hervor.«Google Scholar
  548. 571.
    Vgl. den Kommentar Max von Badens, Erinnerungen, S. 323: »Die Majoritätsparteien wurden durch dieses Entgegenkommen in Verlegenheit gebracht. Das Zentrum fühlte sich außerstande, gegen Hertling etwas zu unternehmen, nachdem seine Absicht, zu bleiben, deutlich geworden war.«Google Scholar
  549. 572.
    Vgl. Helfferich, Der Weltkrieg, Bd. III, S. 518f.Google Scholar
  550. 573.
    IFA II, S. 697ff.Google Scholar
  551. 574.
    Vgl. IFA II, S. 697 (Beiträge von Fischbeck und Gröber). 575 Vgl. IFA II, S. 698 (Beitrag Fischbeck). Google Scholar
  552. 576.
    IFA II, S. 703.Google Scholar
  553. 577.
    Vgl. IFA II, S. 794: Danach hatte Scheidemann sich im HA zurückgehalten, weil Trimborn am Morgen ihm die Hilfe des Zentrums beim Sturz von Hertling zugesichert hatte.Google Scholar
  554. 578.
    vgl. Payer, Von Bethmann Hollweg bis Ebert, S. 80.Google Scholar
  555. 579.
    Rosenberg, Entstehung, S. 210.Google Scholar
  556. 580.
    Schulthess 1918/1, S. 311.Google Scholar
  557. 581.
    Sitzung des preußischen Staatsministeriums, 27. 9.1918, IFA II, S. 704ff.Google Scholar
  558. 582.
    Für die verfassungspolitische Einstellung Hertlings ist es bezeichnend, daß er nahezu wörtlich dieselben Einwände gegen eine sozialdemokratische Regierungsbeteiligung vorbrachte, die auch der Führer der Konservativen, Graf Westarp, während der HA-Sitzungen formuliert hatte, vgl. IFA II, S. 704ff. mit Schulthess 1918/1, S. 309.Google Scholar
  559. 583.
    IFA II, S. 705.Google Scholar
  560. 584.
    Vgl. IFA II, S. 703, Anm. 10, wonach Hertling gesagt hat: »Die Krise bleibt latent. Ich trete nicht freiwillig zurück, weil sonst der Ruck nach links eintritt.«Google Scholar
  561. 585.
    Vor allem gegen Völkerbund, Wahlrechtsreform, Ausschaltung unverantwortlicher Nebenregierungen usw. die Hertling in der von der SPD gewünschten Form nicht billigen wollte; vgl. IFA II, S. 705.Google Scholar
  562. 586.
    IFA II, S. 706.Google Scholar
  563. 587.
    IFA II, S. 705.Google Scholar
  564. 588.
    IFA II, S. 706.Google Scholar
  565. 580.
    Aufzeichnung Erzbergers über die Sitzung der Reichstagsfraktion des Zentrums am 26. 9.1918 und des Fraktionsvorstandes am 27. 9.1918, IFA II, S. 708.Google Scholar
  566. 590.
    IFA II, S. 708. Vgl. auch den Bericht des Grafen von Galen, IFA II, S. 794, wo es u. a. heißt: »... In der Fraktion war ein Widerspruch gar nicht möglich, die Menschen zitterten vor Angst und waren wie hypnotisiert.... «Google Scholar
  567. 591.
    IFA II, S. 708 und 709 (Besprechung mit Ebert und Scheidemann). Google Scholar
  568. 592.
    Schulthess 1918/1, S. 309f.Google Scholar
  569. 593.
    IFA II, S. 708.Google Scholar
  570. 594.
  571. 595.
    Vgl. Aufzeichnung Erzbergers über eine Besprechung Gröbers und Herolds mit Ebert und Scheidemann, am 28. 9.1918, IFA II, S. 709.Google Scholar
  572. 596.
    Am 25. September war die SPD-Fraktion zu einer kurzen Beratung zusammengetreten. Die Fraktion stimmte dabei »ohne Widerspruch der Darlegung Eberts zu, daß eine Beteiligung der Partei an einer Regierung Hertling nicht in Betracht kommen könne«. SPD-Fraktion, S. 461.Google Scholar
  573. 597.
    IFA II, S. 709.Google Scholar
  574. 598.
    Vgl. oben S. 233 f.Google Scholar
  575. 599.
    Vgl. Matthias, Einleitung zu IFA III, S. XIV.Google Scholar
  576. 600.
    In diesem Zusammenhang kann selbstverständlich auf die verschiedenen Ereignisse detaillierter nicht eingegangen werden. Vgl. dazu die in: IFA II, S. 739, Anm. 3, ausführlich angegebene Literatur.Google Scholar
  577. 601.
    Hertling, Ein Jahr in der Reichskanzlei, S. 177.Google Scholar
  578. 602.
    Weder Ludendorff noch der Kaiser sprachen sich in den entscheidenden Beratungen dieses Tages für eine Militärdiktatur aus; vgl. Schwertfeger, Die politischen und militärischen Verantwortlichkeiten, WUA, Bd. 2, bes. S. 261, 265 und — für die Einzelheiten — Anlage 15, S. 408 f.Google Scholar
  579. 603.
    Schwertfeger, ibid. S. 400f.; Payer, Von Bethmann Hollweg bis Ebert, S. 82. Vgl. auch die bei Lütge, Politik Max von Baden, S. 21, angegebene Literatur, vor allem A. Rit thaler, Die Rolle des Staatssekretärs v. Hintze, in: Forschungen zur brandenburgischen und preußischen Geschichte, hrsg. von Johannes Schultze, Bd. 55, S. 133–162,1944.Google Scholar
  580. 604.
    So etwa die bereits vor dem 28. September einsetzenden Bemühungen des Auswärtigen Amtes, vgl. dazu Schwertfeger, Die politischen und militärischen Verantwortlichkeiten, WUA, Bd. II, S. 251 ff.Google Scholar
  581. 605.
    IFA II, S. 710ff.Google Scholar
  582. 606.
    IFA II, S. 722.Google Scholar
  583. 607.
  584. 608.
    Für Reichskanzler Graf Hertling ausgefertigtes Protokoll der Sitzung des Interfraktionellen Ausschusses vom 28. 9.1918, IFA II, S. 724ff.Google Scholar
  585. 609.
    IFA II, S. 725.Google Scholar
  586. 610.
  587. 611.
    IFA II, S. 726.Google Scholar
  588. 612.
    Matthias, IFA III, S. XII.Google Scholar
  589. 613.
    Vgl. Matthias, IFA III, S. XIII. 614 IFA II, S. 736.Google Scholar
  590. 615.
    IFA II, S. 725.Google Scholar
  591. 616.
  592. 617.
    Ibid.; vgl. auch den ‹Vorwärts› vom 29. 9.1918, in dem es u. a. heißt: »Der Systemwechsel ist und bleibt die Grundbedingungen für jede Beteiligung der Sozialdemokratie an der Regierung, und wer sich mit diesem Gedanken nicht vertraut machen will, der möge sich erst gar nicht um Verhandlungen bemühen«, zitiert nach Lütge, Politik Max von Baden, S. 18.Google Scholar
  593. 618.
    Payer, Von Bethmann Hollweg bis Ebert, S. 85.Google Scholar
  594. 619.
    Vgl. Vorstandssitzung der Reichstagsfraktion des Zentrums, 29. 9.1918, IFA II, S. 727; auch Payer berichtet, daß er in diesem Sinne den Kanzler zu beeinflussen versuchte, Payer, Von Bethmann Hollweg bis Ebert, S. 83 f.Google Scholar
  595. 620.
    IFA II, S. 727.Google Scholar
  596. 621.
    Vgl. den Bericht bei Payer, Von Bethmann Hollweg bis Ebert, S. 83f., ebenso oben Anm. 676.Google Scholar
  597. 622.
    Wobei freilich zu bedenken blieb, ob das Zentrum angesichts seiner heterogenen Fraktionsstruktur und der damit angesprochenen divergierenden Interessen zu so einheitlichem Handeln überhaupt noch fähig war. Vgl. auch den Bericht des Grafen Lerchenfeld an Ministerpräsident Ritter von Dandl (München) vom 30. 9.1918, IFA II, S. 737f.Google Scholar
  598. 623.
    Payer, Von Bethmann Hollweg bis Ebert, S. 83.Google Scholar
  599. 624.
    Vgl. Haussmann, Schlaglichter, S. 229, der berichtet, Hertling habe sich gegenüber Payer bezüglich der Mehrheitsparteien optimistisch geäußert. Ähnlich A. Ritthaler, Die Rolle des Staatssekretärs von Hintze, S. 153 und 155, wonach Hertling sich mit dem Gedanken einer Kraftprobe beschäftigte. Vgl. auch Hertling, Ein Jahr in der Reichskanzlei, S. 175 ff.Google Scholar
  600. 625.
    Bericht des bayerischen Gesandten Graf Lerchenfeld an Ministerpräsident Ritter von Dandl (München), IFA II, S. 736f.Google Scholar
  601. 626.
    Ibid., vgl. auch Matthias, IFA III, S. XIII.Google Scholar
  602. 627.
    Matthias, ibid. S. XIII.Google Scholar
  603. 628.
    Matthias, ibid. S. XIV.Google Scholar
  604. 629.
  605. 630.
  606. 631.
  607. 832.
    Vgl. WUA, Bd. 2, S. 260ff.; ebenso WUA, Bd. 2, Anlage 15, S. 386ff., und Anlage 16, S. 415 ff.Google Scholar
  608. 633.
    pür Ludendorff ging es in erster Linie um den Abschluß eines sofortigen Waffenstillstandes, den seiner Meinung nach nur eine neue ‹unbelastete› Regierung erreichen konnte (vgl. WUA, Bd. 2, S. 261), während v. Hintze einer möglichen ‹Revolution von unten› durch eine von ihm gelenkte ‹Revolution von oben› begegnen wollte (vgl. WUA, Bd. 2, Anl. 15, S. 406, und Nachtrag 2, S. 414f.).Google Scholar
  609. 634.
    Ygj# dagegen die These von Lütge, Politik Max von Baden, S. 24, der das Verhalten der OHL wertet als »Aufforderung an die Mehrheitsparteien,... bereits vor der Ernennung eines Nachfolgers über die Zusammensetzung der Regierung zu verhandeln«, eine Auffassung, die die verfassungspolitischen Zugeständnisse seitens des Kaisers, der Reichsregierung und der OHL zweifellos überinterpretiert und den Anteil der IFA-Parteien an der Parlamentarisierung zu unrecht reduziert.Google Scholar
  610. 835.
    Vgl. Schulthess 1918/1, S. 314, ebenso IFA II, S. 738, Anm. 2.Google Scholar
  611. 838.
    Vgl. z. B. den Bericht bei Niemann, Kaiser und Revolution, Berlin 1922, S. 91: »Aus zahlreichen Gesprächen habe ich den Eindruck gewonnen, daß der Monarch den Übergang zum Parlamentarismus für eine naturgegebene Entwicklung hielt, die früher oder später kommen mußte. Allerdings hat er dabei wohl an Formen gedacht, die der Krone weitgehendste Initiative bei Bildung der Regierung beließen (sie!).«Google Scholar
  612. Zu dem hier angesprochenen Begriff parlamentarischer Regierung› vgl. oben, Teil II, S. 124ff. Vgl. ebenso Westarp, Die Regierung des Prinzen Max von Baden und die konservative Partei 1918, Berlin 1928, S. 8, der berichtet, der Kaiser habe sich mit der Absicht eines ‹Koalitionsministeriums der nationalen Verteidigung› getragen.Google Scholar
  613. 637.
    Daß die Einführung des parlamentarischen Regierungssystems nicht beabsichtigt war, geht u. a. auch aus der Vorgeschichte des Kaisererlasses hervor, die Graf Roedern aufgezeichnet hat. Danach war zunächst im Text von einer Beteiligung der Abgeordneten in ‹weiterem Umfang› die Rede, durch einen Schreibfehler geriet indessen später die Wendung ‹in weitem Umfang› in den Erlaß. »Der Unterschied in den beiden Fassungen, so klein er schien, war wesentlich für die Verhandlungen mit den Parteien des Reichstags. Es waren bereits Parlamentarier in der Regierung. Der Ausdruck ‹in weiterem Umfang› bedeutete also nur eine Fortführung des bisherigen Systems. Dagegen knüpfte der Ausdruck ‹in weitem Umfang› nicht an die bisherige Art der Zusammensetzung an, sondern erweckte die Hoffnung auf etwas vollständig neues, auf die Bildung der Regierung auf rein parlamentarischer Grundlage.« Vgl. WUA, Bd. 2, S. 419.Google Scholar
  614. 638.
    Kaiserlicher Erlaß vom 30. September 1918, in: Schulthess 1918/1, S. 314.Google Scholar
  615. 839.
    Vgl. Schwertfeger, Die politischen und militärischen Verantwortlichkeiten, WUA, Bd. 2, S. 266, ebenso Anlage 15, S. 409; für die Erörterung der Kandidatenfrage im Hauptquartier auch ausführlich Lütge, Politik Max von Baden, S. 21 ff.Google Scholar
  616. 640.
    vgl. Payer, Von Bethmann Hollweg bis Ebert, S. 84.Google Scholar
  617. 641.
    WUA, Bd. 2, Anlage 16.Google Scholar
  618. 642.
    Schorlemer war bezeichnenderweise am 5. 8. 1917 von seinem Amt zurückgetreten, weil er mit dem von Wilhelm II. verkündeten gleichen Wahlrecht für Preußen nicht einverstanden war.Google Scholar
  619. 643.
    Vgl. Celemens von Delbrück, Wirtschaftliche Mobilmachung, München 1924, S. 265.Google Scholar
  620. 644.
    Für die weiteren besprochenen denkbaren Kanzlerkandidaturen vgl. Lütge, Politik Max von Baden, S. 21 ff.Google Scholar
  621. 645.
    Schwertfeger, Die politischen und militärischen Verantwortlichkeiten, WUA, Bd. 2, S. 268.Google Scholar
  622. 646.
    Dieses Vorgehen des Monarchen entsprach einem Vorschlag des Auswärtigen Amtes vom 28. September, vgl. Schwertfeger, Die politischen und militärischen Verantwortlichkeiten, WUA, Bd. 2, S. 252; ebenso ibid. S. 269, 411, 418, 422.Google Scholar
  623. 647.
    Es ist auffällig, daß die Vertreter der OHL sich in den Diskussionen um die Kanzlernachfolge mit personellen Vorschlägen sehr zurückhielten.Google Scholar
  624. 648.
    Vgl. Helfferich, Der Weltkrieg, Bd. III, S. 527; ebenso WUA, Bd. 2, Anlage 16, S. 422; vgl. auch das Urteil von Bredt, Der Deutsche Reichstag, S. 203: »Der Vorschlag war wirklich naiv. Es war der letzte Versuch, den Reichstag noch einmal zu düpieren; aber diesmal ging es wirklich nicht mehr.«Google Scholar
  625. 649.
    So Westarp, Regierung Max von Baden, S. 6.Google Scholar
  626. 650.
    Ibid. S. 9. 661 Ibid. S. 10.Google Scholar
  627. 652.
    Der Hauptausschuß war lediglich zur Entgegennahme des Kaisererlasses zusammengetreten, hatte sich anschließend aber wieder sofort vertagt, s. Schulthess 1918/1, S. 319f.Google Scholar
  628. 653.
    Die verschiedenen Versionen des Mehrheitsprogrammes, die zugleich die einzelnen Stufen seiner Entstehung erkennen lassen, sind abgedruckt in: IFA II, S. 787 ff.Google Scholar
  629. 654.
    Vgl. das Protokoll der Unterkommission, IFA II, S. 748. Gröber suchte selbstverständlich auch auf die Formulierungen des außenpolitischen Teils Einfluß zu nehmen.Google Scholar
  630. 655.
    IFA II, S. 786.Google Scholar
  631. 656.
    In den sozialdemokratischen Bedingungen vom 23. September ist die Aufhebung des Art. 9 RV noch gefordert, vgl. IFA II, S. 786.Google Scholar
  632. 857.
  633. 658.
    Protokoll der Unterkommissidn des IFA, IFA II, S. 748.Google Scholar
  634. 659.
    Vgl. Davids Begründung: »Wir müssen Programm veröffentlichen. Deshalb dürfen wir nichts hineinnehmen, was noch nicht vorliegt« (IFA II, S. 757). Das Programm wurde aber erst am 5. Oktober veröffentlicht, vgl. Schulthess 1918/1, S. 317.Google Scholar
  635. 660.
    Das Programm wurde indessen ohne größere Diskussionen in der IFA-Sitzung vom 30. September angenommen. Vgl. IFA II, S. 751 ff.Google Scholar
  636. 661.
    Vgl. Besprechung von Vertretern der Parteien mit Vizekanzler von Payer und Staatssekretär Graf Roedern›, 30. 9.1918, IFA II, S. 738ff.Google Scholar
  637. 662.
    Das geht aus dem Protokoll dieser Unterredung selbst nicht hervor, läßt sich indessen daraus ableiten, daß die Führer der Fraktionen in der IFA-Sitzung vom selben Tage Bericht über die Unterredung mit Roedern und Payer erstatteten. Vgl. IFA II, S. 751 ff.Google Scholar
  638. 663.
    Vgl. IFA II, S. 754.Google Scholar
  639. 664.
    IFA II, S. 740 (Mayer — Kaufbeuren).Google Scholar
  640. 665.
    Ibid.; vgl. IFA II, S. 755 (Bericht Gröber). Der Vorschlag Roederns fand die Zustimmung des Zentrumsabgeordneten Trimborn. Vgl. allgemein zu dem Gedanken kommissarischer Staatssekretäre, Teil II, S. 113 ff.Google Scholar
  641. 666.
    Vgl. IFA II, S. 741 (Bericht Gröber).Google Scholar
  642. 667.
    An den Verhandlungen nahmen für das Zentrum teil: Gröber, Erzberger, Mayer -Kaufbeuren, Trimborn, also Politiker, die ihre Partei auch im IFA vertraten.Google Scholar
  643. 668.
    IFA II, S. 743.Google Scholar
  644. 669.
    Aus den Ausführungen Eberts geht nicht ganz klar hervor, ob die von ihm genannten Ministerien von der SPD oder den Mehrheitsparteien allgemein beansprucht wurden. Da aber sowohl für das Reichskanzleramt wie für das Auswärtige Amt ernsthaft kein Sozialdemokrat in Frage kam, kann letzteres mit größerer Wahrscheinlichkeit angenommen werden.Google Scholar
  645. 670.
    Diese Frage hatte Roedern auch mit den Zentrumsabgeordneten besprochen, die eine solche Maßnahme allerdings nicht guthießen; für den Fall aber, daß doch ein neues Ministerium geschaffen werden mußte (aus Gründen des Koalitionsproporzes), wollte sich auch das Zentrum damit einverstanden erklären, vgl. IFA II, S. 741 (Beitrag Mayer — Kaufbeuren). Google Scholar
  646. 671.
    IFA II, S. 743.Google Scholar
  647. 672.
    IFA II, S. 751 ff.Google Scholar
  648. 673.
    Vgl. dazu die entsprechenden Ausführungen in Teil II, S. 119 f.Google Scholar
  649. 674.
    IFA II, S. 745.Google Scholar
  650. 675.
    Daraus konnte man zugleich schließen, daß es sich bei diesem neuen Programm um ein ‹Minimalprogramm› handelte, welches gleichsam die MindesThedingungen des IFA für eine Regierungsbeteiligung umriß, Maximalforderungen der Parteien dagegen nicht ausschloß. Diese Unverbindlichkeit solcher Minimalprogramme› war zugleich ihre Schwäche und Stärke; sie verhinderten zwar den Zerfall der Mehrheit, schufen immer wieder eine Plattform der Einigung bei drohenden Koalitionsschwierigkeiten, waren andererseits aber als Richtlinien der Politik zu allgemeine.Google Scholar
  651. 676.
    Für diese These spricht, daß vornehmlich die Sozialdemokraten auf solchen Bürokratiekontrollen bestanden.Google Scholar
  652. 677.
    IFA II, S. 747.Google Scholar
  653. 678.
    Vgl. IFA II, S. 739, ebenso S. 746, Anm. 9, und Payer, Von Bethmann Hollweg bis Ebert, S. 91. Payer wünschte gelegentlich aber auch NL im Kabinett, dazu IFA II, S. 757 (Bericht Erzbergers in der IFA-Sitzung vom 30. September 1918).Google Scholar
  654. 679.
    IFA II, S. 751 ff.Google Scholar
  655. 680.
    Das Programm wurde im Anschluß an die Berichte der drei Parlamentarier nur kurz diskutiert, aber ohne größere Änderungen verabschiedet und Payer übergeben, IFA II, S. 757ff.; vgl. den ablehnenden Kommentar Payers, IFA II, S. 771.Google Scholar
  656. 681.
    IFA II, S. 756.Google Scholar
  657. 682.
    Vgl. die Protokolle zum Januarstreik, IFA II, S. 3–370.Google Scholar
  658. 683.
    Hauptgegner dieses ‹linken› Flügels des IFA war sicherlich Stresemann. Wie stark indessen die Fraktion der NL in ihrem Wunsche nach interfraktioneller Mitarbeit schwankte, geht aus einer entsprechenden Notiz in der ‹Frankfurter Zeitung› vom 12. 3.1918 (Abendblatt) hervor, die abgedruckt ist in: IFA II, S. 293, Anm. 14.Google Scholar
  659. 684.
    Vgl. Brief Stresemanns an Gugelmeier, vom 26. 8.1918, IFA II, S. 473ff.; ebenso ibid. S. 474, Anm. 7.Google Scholar
  660. ess yor anem bei y, Richthofen und seinem Kreis, vgl. dazu IFA II, S. 476, Anm. 5.Google Scholar
  661. 686.
    Brief Schiffers an Frhr. von Richthofen vom 8. 9.1918, IFA II, S. 488f.Google Scholar
  662. 687.
    Vgl. hierzu die Aufzeichnung Erzbergers, in: IFA II, S. 521, Anm. 93.Google Scholar
  663. 688.
    Vgl. IFA II, S. 520.Google Scholar
  664. 689.
    Der bayerische Gesandte in Berlin, Graf Lerchenfeld, berichtete am 11. 9.1918, Richthofen und Erzberger arbeiteten gemeinsam auf den Sturz Hertlings hin, vgl. IFA II, S. 490, Anm. 4.Google Scholar
  665. 690.
    IFA II, S. 588 ff.Google Scholar
  666. 691.
    IFA II, S. 591.Google Scholar
  667. 692.
    IFA II, S. 606ff.; vgl. bes. S. 609ff.Google Scholar
  668. 693.
  669. 694.
  670. 696.
    IFA II, S. 610.Google Scholar
  671. 696.
  672. 697.
    Fischbeck lehnte zunächst ab, weil Stresemann immer wieder die OHL über IFA-Verhandlungen informiert habe, ibid.; dagegen sprach sich Wiemer für eine nationalliberale Regierungsbeteiligung aus, da ‹namentlich für das preußische Wahlrecht› eine breitere Basis dann vorhanden sei, ibid.Google Scholar
  673. 698.
    Scheidemann bezeichnete Stresemann als politischen Bankrotteurz der Anschluß suche bei einem zahlungsfähigen Kompagnon, IFA II, S. 611. Indessen stimmten die Sozialdemokraten einer nationalliberalen Regierungsbeteiligung unter der Bedingung zu, daß die NL das Mehrheitsprogramm, vor allem die Friedensresolution, vorbehaltlos akzeptieren würden. Es spricht manches für die Annahme, daß diese Bedingung aus taktischen Gründen gewählt worden ist, weil man bei der SPD hoffte, die NL würden darauf nicht eingehen. Vgl. IFA II, S. 607, vor allem aber auch den Bericht Scheidemanns in der gemeinsamen Sitzung des Parteiausschusses und der Reichstagsfraktion vom 23. September 1918, a.a.O. (Teilauszug in: IFA II, S. 607, Anm. 7).Google Scholar
  674. 699.
    IFA II, S. 611.Google Scholar
  675. 700.
    Die Rede Stresemanns ist wiedergegeben in: Schulthess 1918/1, S. 307f. Zu den Annäherungstendenzen der NL an die Mehrheitsparteien vgl. auch Payer, Von Bethmann Hollweg bis Ebert, S. 80.Google Scholar
  676. 701.
    Die Richtlinien, in: Schulthess 1918/1, S. 312f., datiert auf den 27. September 1918. In einzelnen Punkten gingen die NL in ihren Forderungen über das Mehrheitsprogramm hinaus, so in Punkt 1), der die Aufhebung des Art. 9 RV und des Art. 21 RV postulierte.Google Scholar
  677. 702.
    Dazu kommentierend die frankfurter Zeitung› vom 29. September (2. Morgenblatt): »Der Wille, zu einer Annäherung an die Mehrheitsparteien und ihr bekanntes Programm zu kommen, ist an der gestrigen Kundgebung der National-Google Scholar
  678. liberalen unverkennbar, und diese Grundlinien werden wahrscheinlich auch diese Annäherung fördern können, wenn auch die Politik, die die Nationalliberalen jetzt, ihren früheren Standpunkt korrigierend, in der Frage der östlichen Randstaaten Rußlands vorschlagen, stark von der Auffassung der Mehrheitsparteien abweicht.«Google Scholar
  679. 703.
    IFA II, S. 760.Google Scholar
  680. 704.
  681. 705.
    IFA II, S. 762.Google Scholar
  682. 706.
    IFA II, S. 760ff. (Beiträge Scheidemanns, Davids und Eberts). Google Scholar
  683. 707.
    Vor allem Ebert wies auf die denkbaren Komplikationen in seiner Fraktion hin: »Wir haben ohnehin noch Schwierigkeiten genug. Erschweren Sie uns das nicht«, IFA II, S. 766f.Google Scholar
  684. 708.
    IFA II, S. 764.Google Scholar
  685. 709.
  686. 7.
    7io Vgl. dazu die kurze Formulierung des Ergebnisses in der Version von Fischbeck, IFA II, S. 762.Google Scholar
  687. 711.
    Vgl. IFA II, S. 765 (Beitrag Davids). Google Scholar
  688. 712.
    Obwohl diese Entscheidung der Mehrheitsparteien den NL bekannt wurde, besprach die nationalliberale Reichstagsfraktion noch am 1. Oktober in einer Fraktionssitzung mögliche Kandidaten, die sie im Falle der Regierungsbeteiligung zu nennen wünschte, Lütge, Politik Max von Baden, S. 39.Google Scholar
  689. 713.
    Vgl. dazu Matthias, in: IFA III, S. XL.Google Scholar
  690. 714.
    Vgl. IFA III, S. 3ff.Google Scholar
  691. 715.
    Ludendorff bestand darauf, das Waffenstillstandsangebot sofort abzusenden; dazu: Schwert feger, Die politischen und militärischen Verantwortlichkeiten, WUA, Bd. 2, S. 282ff.Google Scholar
  692. 716.
    Vgl. die treffende Charakterisierung bei Epstein, Matthias Erzberger, S. 291: »Die Mehrheitsparteien hatten zur Zeit von Hertlings Sturz zwar ein Programm, aber keinen Kanzlerkandidaten.«Google Scholar
  693. 717.
    IFA III, S. 4.Google Scholar
  694. 718.
    Vor allem in der berühmt gewordenen und oft besprochenen ‹Stuttgarter Rede› vom 12. 9.1918. Vgl. IFA II, S. 490f., Anm. 6.Google Scholar
  695. 719.
    IFA III, S. 4.Google Scholar
  696. 720.
    Auskunft von Erzberger, IFA III, S. 4.Google Scholar
  697. 721.
    IFA III, S. 5 (Beitrag David). Google Scholar
  698. 722.
    Vgl. Y£h III, S. 6 (Bericht Eberts), und ibid. S. 6, Anm. 16/17; ebenso Haussmann, Schlaglichter, S. 231 f. Besonders die Sozialdemokraten, die im Herbst 1917 gegen die Einrichtung eines Vizekanzleramtes votiert hatten (vgl. Fallstudie Herbst 1917, S. 152f), wehrten sich jetzt gegen die ‹Einziehung› dieser Stelle, weil man damit — so die Argumentation — den Parteien die Möglichkeit nehmen würde, »uns ein großes politisches Amt zu gewähren. Uns liegt daran, jetzt politisch zu wirken« (IFA III, S. 6).Google Scholar
  699. 723.
    Vgl. den Beschluß des IFA zur Regierungsneubildung, in: IFA III, S. 11 f.Google Scholar
  700. 724.
    Der am 30. September von Graf Roedern unterbreitete Vorschlag, durch Ämtertrennung ‹neue Ressorts› zu bilden, der einem alten Wunsch der SPD auf Begründung eines ‹Reichsarbeitsamtes› entgegenkam, zielte primär darauf, Staatssekretäre ohne Portefeuille zu vermeiden. Der IFA griff mit seinem Beschluß diesen Vorschlag auf — ohne damit aber zugleich auf die ‹Staatssekretäre ohne Portefeuille› zu verzichten. Vgl. IFA II, S. 739 f.Google Scholar
  701. 725.
    Vgl. die ‹Vorschläge der Mehrheitsparteien zur Besetzung der Reichsämter›, IFA III, S. 17.Google Scholar
  702. 726.
    IFA III, S. 10 (Beitrag Gröber). Google Scholar
  703. 727.
    Erzberger hatte gleich zu Beginn des Krieges die Leitung der Auslandspropaganda für das neutrale Ausland übernommen, vgl. hierzu ausführlich Epstein, Matthias Erzberger, S. 118ff.Google Scholar
  704. 728.
    Vgl. IFA III, S. 17.Google Scholar
  705. 729.
    Die Gründe für diesen Entschluß lagen wohl in der Auffassung der Mehrheitsparteien von der fachlichen Ausrichtung bestimmter Ressorts. So glaubte man eben, daß beispielsweise das Auswärtige Amt sinnvoller Weise nur von einem Diplomaten, der internationale politische Erfahrungen hatte, geleitet werden könne, gerade auch im Hinblick auf die kommenden Friedensverhandlungen. Im einzelnen waren folgende Ressorts für die Besetzung mit Parlamentariern vorgesehen:Google Scholar
  706. Reichskanzler, Vizekanzler, Reichsamt des Innern, Reichsarbeitsamt, Reichspresseamt und das Staatssekretariat für die besetzten Gebiete. Hinzu kommen noch die ‹Staatssekretäre ohne Portefeuille›, deren Anzahl nicht ganz feststand. Mit ‹Fachleuten› sollten besetzt werden: Der Chef der Reichskanzlei, das Auswärtige Amt, das Reichswirtschaftsamt und das preußische Kriegsministerium. Alle übrigen Ressorts sollten unverändert bleiben, aber jeweils einen parlamentarischen Unterstaatssekretär beigeordnet bekommen. 780 IFA III, S. 19 ff.Google Scholar
  707. 731.
    Das Zentrum war im Reichstag von 1912 mit 91 Mandaten, die FVP mit 42 und die SPD mit 110 Mandaten vertreten gewesen. Das entsprach einem Mandatsanteil im Verhältnis zu den Gesamtsitzen von 22,8% (Ztr.), 10,6% (FVP) und 27,7% (SPD). Durch die Gründung der USPD und deren Anstieg während der Jahre 1917/18, in dessen Verlauf immer wieder Abgeordnete aus der Reichstagsfraktion der SPD austraten und in die der USPD eintraten, hatte sich der Anteil der SPD im Herbst 1918 bereits um etwa die Hälfte ihrer ursprünglichen Stärke verringert.Google Scholar
  708. 732.
    Die proportionale Vertretung der Parteien in der neu zu bildenden Regierung war erstmals von Gröber erhoben worden, nachdem das Zentrum einer weiteren Parlamentarisierung grundsätzlich zugestimmt hatte. Vgl. ‹Besprechung von Vertretern der Parteien mit Vizekanzler von Payer und Staatssekretär Graf Rodern›, 30. 9. 1918. IFA II, S. 739.Google Scholar
  709. 733.
    Vgl. die Verteilungsliste vom 1.10.1918, IFA III, S. 34EGoogle Scholar
  710. 734.
    Das Auftreten Bergs in den Verhandlungen zur Regierungsbildung findet sich in seinen historischen Details ausführlich in: Lütge, Politik Max von Baden, S. 30ff.; vgl. ebenso IFA III, S. 12ff. (Bericht über Besprechungen mit Herrn v. Berg) sowie S. 12, Anm. 28/29; ebenso das Protokoll der Unterredung, IFA III, S. 15f.Google Scholar
  711. 735.
    Berg hatte außerdem auch noch mit Stresemann gesprochen, vgl. IFA III, S. 16.Google Scholar
  712. 736.
    IFA III, S. 13 und S. 16.Google Scholar
  713. 737.
    Berg hoffte dabei, wie er selbst sagte, »auf den Anstand der Führer des Zentrums und der Freisinnigen«, die er offensichtlich gegen die SPD auszuspielen suchte, vgl. IFA III, S. 16.Google Scholar
  714. 738.
    IFA III, S. 20 (Bericht Fischbecks). Google Scholar
  715. 739.
  716. 740.
    Payer gehörte bekanntlich seit langer Zeit zu denjenigen, die eine Kanzlerschaft Prinz Max von Badens unterstützten. Nicht zuletzt aus diesem Grunde mochte er, wie ebenfalls Fehrenbach, auf eine eigene Kandidatur verzichtet haben, vgl. die Einleitung von Matthias, IFA III, S. XVIff., bes. S. XXV.Google Scholar
  717. 741.
    Friedrich Payer, Von Bethmann Hollweg bis Ebert, S. 85.Google Scholar
  718. 742.
    Vgl. auch den Bericht des bayerischen Gesandten Graf Lerchenfeld, an den Ministerpräsidenten von Dandl (München) zu den Vorgängen um die Regierungsbildung, IFA III, S. 25 ff., bes. S. 29, wonach Payer zunächst sich unschlüssig war in seinem Entschluß, die angebotene Kanzlerschaft anzunehmen, durch das Eingreifen des Kabinettschefs v. Berg aber zur endgültigen Ablehnung bestimmt wurde.Google Scholar
  719. 743.
    Die Vorgeschichte der Kanzlerschaft des Prinzen Max von Baden, die hier in ihren historischen Einzelheiten nicht dargestellt zu werden braucht, findet sich in der Einleitung von Matthias, in: IFA III, S. XVIff.; ebenso Lütge, Politik Max von Baden, S. 16 ff.Google Scholar
  720. 744.
    Für die verschiedenen Stufen der Popularisierung einer Kanzlerschaft Max von Badens vgl. Matthias, IFA III, S. XXIf.Google Scholar
  721. 745.
    Neben Max von Baden wurden während der Herbstkrise 1918 vor allem Bülow, Graf Roedern und Solf als mögliche Kanzlerkandidaten besprochen. Bülow war indessen noch immer nicht gegen den ausdrücklichen Willen des Kaisers durchzusetzen, Graf Roedern lehnte ab, wobei hinzugefügt werden muß, daß weder Graf Roedern noch Solf das Vertrauen der Mehrheitsparteien hatten. Vgl. u. a. Schwert feger, Die politischen und militärischen Verantwortlichkeiten, WUA, Bd. 2, S. 267, Payer, Von Bethmann Hollweg bis Ebert, S. 93.Google Scholar
  722. 746.
    Payer hatte Max von Baden auch Hertling gegenüber als geeigneten Kandidaten empfohlen (vgl. Payer, Von Bethmann Hollweg bis Ebert, S. 84) und sich bei Haussmann auf dessen Kandidatur festgelegt.Google Scholar
  723. 747.
    Dieses Zögern Payers, den Prinzen namentlich vorzuschlagen, scheint die Vermutung des Grafen Lerchenfeld (vgl. Anm. 742) zu bestätigen.Google Scholar
  724. 748.
    ‹Oberst von Haeften über seine Unterredungen mit Abg. Haussmann und Vizekanzler Payer›, 30. 9.1918, IFA II, S. 770.Google Scholar
  725. 749.
    Vgl. Teil II, S. 92.Google Scholar
  726. 750.
    Payer hatte gleichzeitig verlangt, daß noch am selben Tage Prinz Max von Baden zum neuen Reichskanzler ernannt werden sollte, vgl. IFA III, S. 20, vor allem Anm. 7.Google Scholar
  727. 751.
    IFA III, S. 20 und S. 24. 762 Ibid.Google Scholar
  728. 753.
    Ygl. die symptomatische Bemerkung von Südekum: »Wir halten die Sache noch nicht für katastrophal«, IFA III, S. 21.Google Scholar
  729. 754.
    Diese Vermutung Eberts war in der Tat nicht ganz unrichtig. Hintze selber hatte in einem Telegramm aus dem Hauptquartier ans Auswärtige Amt und den Vertreter der OHL gebeten, die ‹militärische Lage› als stärkstes Druckmittel gegenüber unsinnigen und anspruchsvollen Parteien zu verwenden, vgl. WUA, Bd. 7/II, S. 411.Google Scholar
  730. 765.
    IFA III, S. 20f.Google Scholar
  731. 768.
    IFA III, S. 21. 767 IFA III, S. 21 f.Google Scholar
  732. 758.
    Am Nachmittag fand eine vertrauliche Sitzung des HA statt, in der die IFA-Parlamentarier indessen die erhoffte militärische Information ebenfalls nicht erhielten, was aus einer Bemerkung Davids in der anschließenden IFA-Sitzung (IFA III, S. 29ff.) hervorgeht: »Übrigens, was wir vorhin fragten, müssen wir klarstellen: Welches Ereignis drängt uns zur Überstürzung? das wissen wir noch nicht!« (IFA III, S. 30).Google Scholar
  733. 769.
    Prinz Max von Baden hatte noch am selben Abend Besprechungen mit Payer, Graf Roedern und v. Hintze, vgl. Payer, Von Bethmann Hollweg bis Ebert, S. 98, Max von Baden, Erinnerungen, S. 337.Google Scholar
  734. 760.
    IFA III, S. 30.Google Scholar
  735. 761.
  736. 762.
  737. 763.
    IFA III, S. 32.Google Scholar
  738. 764.
    IFA III, S. 29.Google Scholar
  739. 766.
  740. 768.
    IFA III, S. 30.Google Scholar
  741. 767.
    Haussmann, Schlaglichter, S. 233.Google Scholar
  742. 768.
    IFA III, S. 32 (Beitrag Ebert).Google Scholar
  743. 769.
    Haussmann verteidigte den Entschluß Payers lediglich mit dem Hinweis, dieser habe auf Grund seiner Regierungserfahrungen festgestellt, ‹daß er an zweiter Stelle nutzen kann, aber nicht an der ersten›, IFA III, S. 30.Google Scholar
  744. 770.
    IFA III, S. 31.Google Scholar
  745. 771.
    Vgl. Payer, Von Bethmann Hollweg bis Ebert, S. 98f., und den Bericht im IFA, IFA III, S. 33 ff.Google Scholar
  746. 772.
    IFA III, S. 33; vgl. auch die Ablehnung von ‹Staatssekretären ohne Portefeuille› durch Payer während der Julikrise 1917, IFA I, S. 39.Google Scholar
  747. 778.
    IFA II, S. 38.Google Scholar
  748. 774.
    Aus der neuen ‹Kabinettsliste› ging nicht einwandfrei hervor, ob die Mehrheitsparteien auch auf die Einrichtung der ‹Staatssekretäre ohne Portefeuille› zu verzichten gedachten; gelegentliche Bemerkungen von IFA-Politikern lassen indessen diesen Schluß kaum zu, vgl. IFA III, S. 38 (Bericht Scheidemann). Google Scholar
  749. 775.
    Vgl. IFA III, S. 19.Google Scholar
  750. 776.
    IFA II, S. 363.Google Scholar
  751. 777.
  752. 778.
  753. 779.
    Es ist unverkennbar, daß gerade in den Fragen der Ämterbesetzung wieder stärker das ideologische Moment in den Vordergrund parteipolitischen Handelns trat, nicht zuletzt wohl deshalb, weil die Parteien mit dem Hinweis auf — für sie -günstige Kabinettspositionen ihre eigenen Anhänger beschwichtigen mußten. Vgl. auch die entsprechenden Bemerkungen von Graf Lerchenfeld, IFA III, S. 42.Google Scholar
  754. 780.
    Haussmann, Schlaglichter, S. 233.Google Scholar
  755. 781.
    Bekanntlich hatte Major Frhr. von dem Bussche Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amt am Vormittag des 2. Oktober den versammelten Fraktionsvorsitzenden aller Reichstagsparteien im Auftrage der OHL erstmals den vollen Ernst der militärischen Lage geschildert, was einen ‹geradezu niederschmetternden Eindruck› hinterließ (von Ebert wird berichtet, daß er einen Weinkrampf bekam, und ähnlich deprimiert soll sich Stresemann verhalten haben), vgl. dazu die in IFA III, S. 44, Anm. 3, angegebene Literatur.Google Scholar
  756. 788.
    In der SPD ergaben sich angesichts der katastrophalen militärischen Situation vielfache Bedenken über einen sozialdemokratischen Regierungseintritt (vgl. WUA, Bd. 7/1, S. 411, Bd. 7/II, S. 181). Während Scheidemann von einer Regierungsbeteiligung abriet (Scheidemann, Memoiren, Bd. II, S. 189, Stampfer, Die ersten vierzehn Jahre, S. 38, Gustav Noske, Erlebtes aus Aufstieg und Niedergang einer Demokratie, Offenbach/M., 1947, S. 66), was den Fraktionsprotokollen wie auch den IFA-Protokollen allerdings nicht zu entnehmen ist, versuchte Ebert, seine Partei zu einem Regierungseintritt zu überreden, weil er glaubte, nur damit eine totale Katastrophe verhindern zu können.Google Scholar
  757. 783.
    Im protokoll heißt es: »Gegen sieben Stimmen stimmte sodann die Fraktion dem Eintritt von Parteigenossen in die Regierung zu«, SPD-Fraktion, S. 466.Google Scholar
  758. 784.
    Ibid. S. 467.Google Scholar
  759. 786.
    Prinz Max war am 1. Oktober nach Berlin gekommen und hatte sofort Besprechungen aufgenommen (vgl. Anm. 759). Am 2. Oktober empfing er morgens Ebert und Scheidemann (Max von Baden, Erinnerungen, S. 341, ebenso SPD-Fraktion, S. 467 f., Bericht Eberts), nachmittags dann die Abg. Fischbeck, Stresemann und Graf Westarp (vgl. IFA III, S. 28, Anm. 3). Anschließend fanden Verhandlungen mit Payer, Graf Roedern, Hintze, dem Kabinettschef v. Berg und später auch Hindenburg, der mittlerweile in Berlin eingetroffen war, statt (Max von Baden, Erinnerungen, S. 345).Google Scholar
  760. 786.
    Vgl. Erzbergers Notiz: ‹Prinz Max hat das Programm der Mehrheitsparteien angenommen und erklärt, ein Mehrheitskabinett zu bilden›, IFA III, S. 43. Ebert berichtete in der Fraktionssitzung vom 2. Okt. sogar, der Prinz habe die sozialdemokratische Forderung auf Annullierung des Art. 9,2 RV modifiziert, ‹aber in seiner entscheidenden Wirkung angenommen›, ebenso wie die Forderungen nach Änderung des preußischen Wahlrechts. SPD-Fraktion, S. 467.Google Scholar
  761. 787.
    Max von Baden, Erinnerungen, S. 341.Google Scholar
  762. 788.
    Nach Lütge, Politik Max von Baden, S. 39, hatten die NL in einer Fraktionssitzung vom 1. Oktober darüber diskutiert, wen sie im Falle einer Regierungsbeteiligung nominieren sollten, Stresemann war daher auch von der Eröffnung des Prinzen ‹betroffen›, vgl. Max von Baden, Erinnerungen, S. 343.Google Scholar
  763. 789.
    Die Konservativen hatten am 1. Oktober in der ‹Kreuzzeitung› erklärt, die «Behauptung, daß die Bildung einer Koalitionsregierung am entschiedenen Widerspruch der Rechten gescheitert sei, die sich geweigert habe, mitzumachen, ist, wie wir feststellen können, unzutreffend. Die Bildung einer Parteiregierung ist vielmehr auf den Willen der Mehrheitsparteien zurückzuführen«. Entsprechend beschloß die Reichstagsfraktion der Konservativen am 2. Oktober, »sich auf den Boden des kaiserlichen Erlasses zu stellen und sich auch unter Opfern der Überzeugung an einer Regierung zu beteiligen, die sich zur Aufgabe macht, alle Kräfte des Volkes in geschlossener Einheitsfront für die ehrenvolle Beendigung des Krieges einzusetzen.« Westarp, Regierung Max von Baden, S. 10.Google Scholar
  764. 790.
    Schulthess 1918/1, S. 318, hier auch die beiden folgenden Zitate; vgl. auch Lütge, Politik Max von Baden, S. 42f.Google Scholar
  765. 791.
    IFA III, S. 36.Google Scholar
  766. 792.
    Vgl. die Aufzeichnung Erzbergers vom 2. Oktober 1918, IFA III, S. 43.Google Scholar
  767. 793.
    IFA III, S. 38f.Google Scholar
  768. 794.
    Vgl. die entsprechenden Bemerkungen in Max von Baden, Erinnerungen, S. 343. 795 IFA III, S. 20 (Bericht Fischbeck).Google Scholar
  769. 796.
    SPD-Fraktion, S. 468f. Zu den Besetzungsprozeduren ist folgendes zu vermerken: In der Nachmittagssitzung des 2. Oktober der SPD-Fraktion hatte Ebert über die IFA-Verhandlungen Bericht erstattet und der Fraktion anschließend ‹im Auftrage des Vorstandes› Scheidemann als ‹Ministerkandidaten› genannt. Zuvor waren zwei ‹Staatssekretäre ohne Portefeuille‹von der Fraktion bewilligt worden. Danach heißt es im Protokoll: »Da die Verhandlungen mit der Regierung und den Mehrheitsparteien noch immer weiter geführt werden müssen, tritt die Fraktion in keine besondere Diskussion über die Ebertschen Ausführungen ein« (SPD-Fraktion, S. 468). Am 3. Oktober teilte Ebert die in den IFA-Besprechungen erlangten Regierungsämter der RT-Fraktion mit und bat, die jeweiligen Kandidaten zu bestimmen. Scheidemann und Bauer, zuvor vom Parteivorstand als künftige Staatssekretäre bestimmt, wurden daraufhin von der Fraktion bestätigt. Die Bitte Eberts indessen, die Besetzung der beiden Unterstaatssekretärstellen vorerst noch auszusetzen, da der Vorstand sich über den Personalvorschlag noch nicht habe schlüssig werden können, wurde nur teilweise erfüllt. Die spontane Nominierung Davids zum Unterstaatssekretär des Auswärtigen Amtes durch ein Fraktionsmitglied wurde durch eine Mehrheit gebilligt. »Darauf ersuchte Ebert, die Bestellung der Person des Unterstaatssekretärs für das Reichswirtschaftsamt dem Vorstand zu überlassen« (SPD-Fraktion, S. 469). Es zeigt sich gerade in diesem sehr aufschlußreichen Falle, daß die RT-Fraktion die bestätigende, gelegentlich auch auslösende Instanz der Personalvorschläge war, im allgemeinen jedoch der Fraktionsführung die Initiativfunktion zukam.Google Scholar
  770. 797.
    Vgl. Aufzeichnung Erzbergers vom 2.10.1918, IFA III, S. 43.Google Scholar
  771. 798.
    Haussmann, Schlaglichter, S. 235, Max von Baden, Erinnerungen, S. 343, Lütge, Politik Max von Baden, S. 45.Google Scholar
  772. 799.
    Payer wehrte sich freilich dagegen, der FVP›angerechnet‹zu werden, da er glaubte, noch immer sein Amt als›Vertrauensmann aller Mehrheitsparteien‹innezuhaben, vgl. Payer; Von Bethmann Hollweg bis Ebert, S. 117. Vgl. auch allgemein Epstein, Matthias Erzberger, S. 294.Google Scholar
  773. 800.
    Vgl. allgemein Epstein, Matthias Erzberger, S. 294; ebenso IFA III, S. 16f., S. 36 und S. 42f. (Aufzeichnung Erzbergers).Google Scholar
  774. 801.
    Max von Baden, Erinnerungen, S. 343.Google Scholar
  775. 802.
    Vgl. Vorstandssitzung der Reichstagsfraktion des Zentrums, am 3.10.1918, IFA III, S. 60f.Google Scholar
  776. 803.
    Vgl. Stampfer, Die ersten vierzehn Jahre, S. 39.Google Scholar
  777. 804.
    IFA III, S. 60.Google Scholar
  778. 805.
    Mayer-Kauf beuren war am 2. Oktober von seiner Fraktion nominiert worden. Daß er für das Reichswirtschaftsamt vorgesehen worden war, geht aus einem Brief des dem Zentrum nahestehenden Graf Lerchenfeld hervor (IFA III, S. 26). Die dort vermerkte Absage des Abgeordneten muß nicht als endgültig angesehen werden, da er ja offensichtlich am folgenden Tage ohne eigenen Widerspruch von seiner Partei gewählt wurde und da überdies auch Trimborn noch einen Tag vor seiner Ernennung zum Staatssekretär ohne Portefeuille einen Regierungseintritt ebenfalls ‹endgültig› (!) abgelehnt hatte, vgl. IFA III, S. 60, bes. Anm. 1.Google Scholar
  779. 806.
    Payer, Von Bethmann Hollweg bis Ebert, S. 117.Google Scholar
  780. 807.
    Auch dieses Besetzungsschema entsprach durchaus den Plänen des IFA, wie sie verschiedentlich diskutiert wurden, vgl. z. B. IFA III, S. 19. Für die Angabe s. Payer, Von Bethmann Hollweg bis Ebert, S. 118.Google Scholar
  781. 808.
    IFA III, S. 31 (Beitrag Ebert).Google Scholar
  782. 809.
    Die Verzögerung der Ernennung Davids bis zum 15. Oktober zeigt, daß in einzelnen Fällen auch die Mehrheit ihre Kandidaten nur mit einiger Mühe durchzusetzen vermochte.Google Scholar
  783. 810.
    Bereits in der ersten IFA-Sitzung vom 1. Oktober 1918 (IFA III, S. 11) war der Abgang des Chefs der Reichskanzlei, v. Radowitz, ebenso des Staatssekretärs des Auswärtigen v. Hintze und des preußischen Kriegsministers v. Stein beschlossen worden. Alle drei Stellen wurden mit ‹Fachleuten› besetzt, die ausnahmslos seitens der Mehrheitsparteien gewünscht worden waren, vgl. IFA III, S. 93, Anm. 1, ebenso Payer, Von Bethmann Hollweg bis Ebert, S. 118.Google Scholar
  784. 811.
    Vgl. hierzu die Besetzungslisten, in: IFA III, S. 11,17,19, 23f., ebenso die Einleitung Matthias, IFA III, S. XXXIX.Google Scholar
  785. 812.
    Max von Baden, Erinnerungen, S. 357.Google Scholar
  786. 813.
    Max von Baden, Erinnerungen, S. 357–378; Lütge, Politik Max von Baden, S. 51.Google Scholar
  787. 814.
    Vgl. dazu die Einwendungen Payers am 3. 10.1918 in einer Besprechung mit den Bevollmächtigten des Bundesrats, IFA III, S. 50ff., ebenso: IFA III, S. 60f.Google Scholar
  788. 815.
    Matthias, IFA III, S. XXXIX.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1967

Authors and Affiliations

  • Udo Bermbach

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