Die Druckerei von 1856–1904

  • Friedrich Schulze

Zusammenfassung

Die Druckerei hatte mit Beginn der fünfziger Jahre ihren Kundenkreis nicht unerheblich erweitert. Es waren Geschäftsverbindungen angeknüpft worden, die ihr neue Arbeiten von beträchtlichem Umfange zuführten und zusammen mit den bestehenden ständig steigernde Anforderungen stellten. So besonders seit 1857 die Herstellung der von Louis Schaefer 1854 begründeten ersten deutschen mit Holzschnitten illustrierten Modenzeitung „Der Bazar“. Dieses Unternehmen war für die Entwicklung der Druckerei von besonderem Wert, nicht nur durch die umfangreichen und laufenden Aufträge, die es ihr zuführte, sondern auch durch die Einführung des Illustrationsdruckes, dessen Pflege sich die Firma in der Voraussicht seiner wachsenden Bedeutung für das Buchgewerbe von nun an besonders widmete. Auch nach der im Jahre 1871 erfolgten Umwandlung des „Bazar“ in eine Aktiengesellschaft verblieb die Drucklegung dieser Zeitschrift, der weitere Nebenausgaben angegliedert wurden, bis zum heutigen Tage in den Händen der Firma. Der gute Ruf, den sich die Teubnersche Druckerei durch ihren exakten Druck namentlich wissenschaftlicher Werke erworben, hatte ihr ferner verschiedene größere Verleger wie Spamer (Leipzig), Hahn (Hannover), Du Mont-Schauberg (Köln), Springer (Berlin), Herdersche Verlagsbuchhandlung (Freiburg), Ernst Keil (Leipzig), Gräbner (Leipzig), Hurter (Schaffhausen), Velhagen & Klasing (Bielefeld), auch auswärtige wie Williams & Norgate, John Murray, Nutt, Parker & Son in London, Möllmann in New York — es sind von 1850 bis 70 nicht weniger als etwa 140 verschiedene Firmen — als neue Kunden zugeführt. Besonders aber wurden auch die Beziehungen zu Behörden und Staatsinstituten, als dem Kultus- und Finanzministerium, dem Ministerium des Kgl. Hauses, der Kgl. Staatseisenbahn, dem Rat der Stadt, der Universität und dem Oberpostamt Leipzig u. a. weiterhin gepflegt. Hierzu kamen die an Zahl ständig zunehmenden Arbeiten für den eignen Verlag, die schon um die Mitte der fünfziger Jahre ein Drittel des Gesamtumsatzes der Druckerei ausmachten.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1911

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  • Friedrich Schulze

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