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Zusammenfassung

  1. 1.

    Es wurden laboratoriumsmäßige Kettschlichtversuche durchgeführt und danach die Scheuerwerte neben Reißfestigkeit und Bruchdehnung auf einem neuen Apparat untersucht.

     
  2. 2.

    Es wurde festgestellt, daß.Reißfestigkeit und Bruchdehnung so gut wie keine charakteristischen Unterschiede zeigten, während bei der Fadenscheuerung sehr deutliche Unterschiede, insbesondere vor und nach der Entschlichtung auftraten. Die geschlichteten Fäden ließen sich leichter aufrauhen als die ungeschlichteten, was eigentlich nicht der Fall sein sollte. Man konnte aber auf diesem Wege den Einfluß der Trockentemperatur sowie eines Zusatzes zur Schlichte sehr genau erkennen. Es wird darauf ankommen, diese Zusammenhänge genauer zu untersuchen.

     
  3. 3.

    Es wurde ein neuer Prüfapparat für die Fadenscheuerung entwickelt, der sich besonders durch langsamen Gang und eine große Scheuerlänge von etwa 23 cm auszeichnet. Hierdurch wird erreicht, daß nicht nur eine ganz kurze Fadenstrecke übermäßig beansprucht wird, sondern die Beanspruchung sich mehr verteilt. Der langsame Gang verhindert außerdem ruckartige Spannungsänderungen, die das Gesamtergebnis undurchsichtig machen.

     
  4. 4.

    Die Versuche zur quantitativen Entschlichtung haben gezeigt, daß es nicht immer aufschlußreich ist, die sich ablösende Hauptmenge der Schlichte zu Vergleichszwecken zu bestimmen. Die Schlichtereste, die Unannehmlichkeiten verursachen, können praktisch unwägbar sein; sie müssen im wesentlichen unter dem Mikroskop untersucht und nach ihrer relativen Menge geschätzt werden. Eine Bewertungstabelle unserer Versuche auf dieser Grundlage wurde aufgestellt. Sie zeigt, daß unsere laboratoriumsmäßig aufgetragenen Schlichten sich ziemlich leicht entfernen ließen.

     
  5. 5.

    Etwas anders verliefen Entschlichtungsversuche an betriebsmäßig herge-stellten Herrenfutterstoffen. Hier zeigten sich bei verschiedenen Ar- beitsweisen in der Entschlichtung ganz erhebliche Unterschiede in den Mengen der abgelösten Substanz. Entsprechend gab auch die mikroskopische Klassifizierung erheblich größere Unterschiede.

     
  6. 6.

    In den beiden unter 4) und 5) wiedergegebenen Versuchsreihen zeigen sich somit die Extreme nach unten und oben, zwischen denen sich die Praxis zu bewegen scheint, und es wird interessant und von größter Wichtigkeit sein, diese Zusammenhänge weiter zu verfolgen.

     

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1954

Authors and Affiliations

  • Textilforschungsanstalt Krefeld

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