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Die Linke in Schweden: Geschichte, Programme, Politik

  • Bernd Henningsen
Part of the Uni-Taschenbücher book series (2809)

Zusammenfassung

Böse Zungen behaupten über die deutsche Sozialdemokratie, daß, wenn man sie nach Schweden verlegte, sie am ehesten mit den dortigen Konservativen verglichen werden müßte. Auch wenn dieses Bild im ganzen nicht stimmt, so deutet es immerhin eine Verschiebung des Parteienspektrums an — geht man von den im Parlament vertretenen Parteien aus —, innerhalb dessen dann für die bundesrepublikanischen Unionsparteien kein Platz mehr wäre.

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Referenzen

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    Als Einführung in die schwedischen Verhältnisse eignen sich: Joseph B. jr. Board, The Government and Politics of Sweden, Boston 1970;Google Scholar
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    M. Donald Hancock, Sweden. The Politics of Postindustrial Change, Hinsdale, Ill. 1972.Google Scholar
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    Vergleichbare und empfehlenswerte deutsche Publikationen gibt es nicht. Von grundsätzlicher Bedeutung für das Gesamtthema ist: Arthur Thomson (Hrsg.), Samhälle och riksdag, 5 Bde., Stockholm 1966–67.Google Scholar
  4. 2.
    Im Zuge der Internationalisierung der ideologischen Debatte hat es hier allerdings in den letzten Jahren eine Angleichung an das mitteleuropäische Milieu gegeben. Einen Einblick in die linke Szene gibt das Sonderheft Vänstern i Skandinavien („Die Linke in Skandinavien“), das von den Zeitschriften Ord & Bild (Schweden), Kontrast (Norwegen) und Hug! (Dänemark) herausgegeben wurde: Ord & Bild, Heft 2–3, 1977. Es erscheint mir bemerkenswert, daß Schweden nach meinem Eindruck mit programmatischen Beiträgen unterrepräsentiert ist.Google Scholar
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    Die „Temperenzler“ (Enthaltsamkeit vor allem in bezug auf Alkohol) stellen traditionell und über Jahrzehnte eine starke Bewegung dar, die sich über alle Parteien und Gruppen erstreckt. Auf ihren Einfluß geht die — oftmals belächelte — restriktive Politik in Sachen Alkohol insbesondere in Schweden und Norwegen zurück (Staatsmonopol des Vertriebs).Google Scholar
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    Äke Sparring, Die Kommunistische Partei Schwedens, in: Ders. (Hrsg.): Die Kommunisten im Norden, Köln 1966, S. 17.Google Scholar
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    Vgl. zum Folgenden Hancock, a.a.O., S. 146ff.; Nils Elvander, Interessen-organisationerna i dagens Sverige. Lund 1966;Google Scholar
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  11. 8.
    Vgl. hierzu Jürgen Gebhardt, Politische Demokratie und soziale Gewaltenteilung in Schweden, in: Civitas. Jahrbuch für Sozialwissenschaften Bd. 15, S. 51–91. Zur besonderen schwedischen Dimension des Individualismus siehe Kaj Björk, Individualism and Collectivism, in: M. Donald Hancock, Gideon Sjoberg (Hrsg.) : Politics in the Post-Welfare State. Responses to the New Individualism, New York 1972, S. 246–255.Google Scholar
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    Zum Kollektivanschluß siehe S. 144.Google Scholar
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    Vgl. Lewin, a.a.O., S. 287f.Google Scholar
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    Allmänna valen 1970, a.a.O., S. 10; dass.: 1977, S. 10.Google Scholar
  22. 19.
    Dies wäre etwa die Position von Roland Huntford, Wohlfahrtsdiktatur. Das schwedische Modell, Frankfurt/M., Berlin, Wien 1973. In der Regel läßt sich jedoch auch die Kritik von ganz links hierunter aufführen.Google Scholar
  23. 20.
    Zur Geschichte der sozialdemokratischen Partei siehe u.a.: Herbert Tingsten, Den svenska socialdemokratins idéutveckling. 2 Bde., Stockholm 1941;Google Scholar
  24. 20a.
    Gunnar Gunnarson, Arbetarrörelsens kronika i ord och bild 1881–1970, 2 Bde., Stockholm 1970;Google Scholar
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    Jan Lindhagen, Socialdemokratins program, 2 Bde., Stockholm 21973. 74;Google Scholar
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    Knut Bäckström, Arbetarrörelsen i Sverige, 2 Bde., Göteborg 21977; Från Palm tili Palme. Den svenska socialdemokratins program 1882–1960, Stockholm 1972;Google Scholar
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    Gunnar Gunnarson, Socialdemokratins idéarv, Stockholm 1971;Google Scholar
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    Mats Dahlkvist, Staten, socialdemokratin och socialism. En inledande analys, Lund 1975.Google Scholar
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  30. 22.
    Gerade dies wird von ganz links in Abrede gestellt, vgl. Arvidsson, Reformismen kris, in: Ord & Bild, Heft 2–3/1977, S. 3–14. Die Sozialdemokratie erscheint darin als „Elastikum zwischen Arbeiterklasse und Industriekapital“, als „Sklave . . . der kapitalistischen Entwicklung“, wo sie doch deren „Herr und Dirigent“ sein sollte. S. 14.Google Scholar
  31. 23.
    Diesem Gedankengang geht Ursula Schmiederer nach: Skandinavien: die Volksfront auf der Regierungsbank? Die Sozialdemokratie und die Linke in Schweden, Norwegen und Dänemark, in: Kursbuch, Bd. 46, 1976 („Volksfront für Europa?“), S. 153–167.Google Scholar
  32. 24.
    Das Problem wird in einer Fülle von Einzelstudien zur schwedischen Sozialdemokratie behandelt; wobei nur zu häufig die eine Position zu Lasten der anderen besonders hervorgehoben wird — in Anbetracht der widersprüchlichen Materiallage kann dies auch nicht überraschen. In Anm. 20 ist nur ein kleiner Ausschnitt der diesbezüglichen Literatur angegeben.Google Scholar
  33. 25.
    Hjalmar Branting, Socialdemokratiens århundrade, Bd. 2: Tyskland, Sverge, Danmark, Norge, Stockholm 1906, S. 449.Google Scholar
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    Vgl. zu Palm u.a.: Yngve Palmgren, Född tili agitator. En Studie i August Palms politiska utveckling och verksomhet, Stockholm 1971; August Palm, Ur en agitators liv, Stockholm 1970. Um Anspielungen nicht verlegen, distanziert sich Branting in seiner Darstellung der Gründungszeit vorsichtig aber deutlich genug von Palm.Google Scholar
  35. 27.
    Vgl. Tingsten, a.a.O., Bd. 1, S. 182ff. von Vollmar leitete seit 1879 den „Sozialdemokraten“ im Züricher Exil, Mitarbeiter waren u.a. Bernstein und Kautsky. Er war 1881–87 und 1890–1918 Abgeordneter im deutschen Reichstag.Google Scholar
  36. 28.
    Zit. n. Tingsten, Bd. 1, a.a.O., S. 413; im Orginal deutsch.Google Scholar
  37. 29.
    Der Einladungsaufruf ist bei Bäckström, Bd. 1, a.a.O., S. 189f. abgedruckt.Google Scholar
  38. 30.
    Branting, Bd. 2, a.a.O., S. 449.Google Scholar
  39. 31.
    Zit. n. Rydenfelt, a.a.O., S. 45.Google Scholar
  40. 32.
    Frühere Zahlen sind nur schwer vergleichbar, da die SAP nicht in allen Wahlkreisen kandidierte und außerdem Listenverbindungen mit den Liberalen einging.Google Scholar
  41. 33.
    Dankwart A. Rustow, The Politics of Compromise, A Study of Parties and Cabinet Government in Sweden, Princeton, N.J. 1955, S. 163.Google Scholar
  42. 34.
    Zu Brantings Initiativen als Friedensvermittler siehe ausführlich Martin Graß, Friedensaktivität und Neutralität. Die skandinavische Sozialdemokratie und die neutrale Zusammenarbeit im Krieg, August 1914 bis Februar 1917, Bonn-Bad Godesberg 1975. Darin umfangreiche Quellen- und Literaturangaben, mit deren Hilfe Brantings oftmals heroisierte Rolle zurechtgerückt wird.Google Scholar
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    Siehe u.a. Axel Hadenius, Facklig organisationsutveckling. En Studie av Landsorganisationen i Sverige, Stockholm 1976.Google Scholar
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    Lennart Forsebäck, Sozialpartner und Arbeitsmarkt in Schweden, Stockholm 1977, S.11.Google Scholar
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    Zum „Großstreik“ (storstrejken) siehe u.a. Bernt Arvid Schiller, Storstrejken 1909. Förhistorica och orsaker, Göteborg 1967.Google Scholar
  46. 38.
    Einblick in die sozialen und wirtschaftlichen Umstände der schwedischen Gesellschaft geben u.a. Kurt Samuelsson, From Great Power to Welfare State. 300 Years of Swedish Social Development, London 21972; für die Zeit bis zum 1. Weltkrieg: Eli F. Heckscher, An Economic History of Sweden. Cambridge, Mass., 31968.Google Scholar
  47. 39.
    Bäckström, Bd. 1, a.a. O., S. 269.Google Scholar
  48. 40.
    Gunnarson: Arbetarrörelsens kronika, Bd. 2, a.a.O., S. 312ff. Die Zahlenangaben schwanken je nach Quelle; so gibt Samuelsson z.B. für 1902 66.000 LO-Mitglieder an, was 25% aller Industriearbeiter entsprechen soll, für 1909 dann bereits 231.000 Mitglieder, entsprechend zwei Drittel aller Arbeiter. S. 208.Google Scholar
  49. 41.
    Graß, a.a.O., S. 34.Google Scholar
  50. 42.
    Siehe u.a. Lennart K. Persson, Syndikalismen i Sverige 1903–1922, Stockholm 1975.Google Scholar
  51. 43.
    Zu Hansson u.a.: Sigurd Klockare, Den unge Per Albin — marxisten, Stockholm 1974;Google Scholar
  52. 43.
    John Lindgren, Per Albin Hansson i svensk demokrati, 1882–1920, Stockholm 1950.Google Scholar
  53. 44.
    Siehe dazu Olle Nyman, Svensk parlamentarism 1932–1936. Från minori-tetsparlamentarism tili majoritetskoalition, Uppsala, Stockholm 1947.Google Scholar
  54. 45.
    Die Ereignisse von Adalen spielen nicht nur in der Geschichte der SAP eine bedeutende Rolle, sondern sind darüber hinaus für die Bewußtseins- und Sozialgeschichte des modernen Schweden nicht zu unterschätzen. In Politik, Literatur und Film (zuletzt hat Bo Widerberg mit „Ådalen 31“ von 1971 eine filmische Version geliefert) wird immer wieder auf sie Bezug genommen.Google Scholar
  55. 46.
    Kriser och krispolitik i Norden under mellankrigstiden. Nordiska historiker-mötet i Uppsala 1974, Uppsala 1974.Google Scholar
  56. 47.
    Vgl. dazu die auch persönlich abgefaßten Beiträge in der Festschrift für Ernst Wigforss: Idé och handling, Stockholm 1960.Google Scholar
  57. 48.
    Die Arbeitslosenkasse wird in Schweden von den Gewerkschaften verwaltet. Daher gehen in die Arbeitslosenzahl in der Regel nur die LO-Mitglieder ein, die tatsächliche Zahl ist höher. Aus diesem Grund auch schwanken in den diversen Quellen die Angaben über die Arbeitslosigkeit nicht unerheblich; so gibt Samuelsson (S. 233) für die Zeit zwischen 1931 und 1935 einen Durchschnitt von 19% an, mit dem höchsten Stand von 23% im Jahre 1933.Google Scholar
  58. 49.
    Arthur Montgomery, How Sweden overcame the Depression 1930–1933, Stockholm 1938.Google Scholar
  59. 50.
    Ernst Wigforss, Minnen. 3 Bde., Stockholm 1950–54 Paul Lindbiom, Ernst Wigforss. Socialistisk idépolitiker, Kristianstad 1977.Google Scholar
  60. 51.
    Vgl. Samuelsson, a.a.O., S. 235ff.Google Scholar
  61. 52.
    Zu nennen wäre hier vor allem Bertil Ohlin, der als Wirtschaftsprofessor und maßgeblicher liberaler Politiker (1944–66 dann Vorsitzender der „Volkspartei“) für den „Sozialliberalismus“ verantwortlich ist. Mit ihm fanden die Ideen des Staatsinterventionismus, der Wirtschaftsplanung und der aktiven Sozialpolitik Eingang in die liberale Partei, die damit den Vorstellungen Wigforss’ entgegenkam. Ohlin erhielt 1977 den Nobelpreis für Wirtschaft. Vgl. Olof Wennås, Bertil Ohlin, socialdemokratin och socialliberalism, in: Tiden, H. 8, 1970, S. 498–505;Google Scholar
  62. 52a.
    Leif Lewin, Planhushållningsdebatten, Stockholm 1967. Auf die zum üblichen Schema konträre Ideengrundlage der Konservativen (in bezug auf Individualismus, Kollektivismus und Wirt-Schaftsliberalismus) kann hier nur verwiesen werden; siehe dazu Erik Anners, Conservatism in Sweden, in: M. Donald Hancock, Gideon Sjoberg (Hrsg.): Politics in the Post-Welfare State, a.a.O., S. 257–278.Google Scholar
  63. 53.
    Die Übersichten geben ein der Bundesrepublik ähnelndes Bild. Vgl. Casten van Otter, Sweden: Labor Reformism reshapes the System, in: Solomon Barkin (Hrsg.), Worker Militancy and its Consequences, 1965–75. New Directions in Western Industrial Relations, New York 1975, S. 194–234.Google Scholar
  64. 54.
    Tingsten, Bd. 2, a.a.O., S. 418.Google Scholar
  65. 55.
    Bernd Henningsen, Skandinavischer Sozialismus, in: Merkur, H. 7, 1975, S. 649–666.Google Scholar
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    Siehe hierzu Lindhagen, Bd. 2, (= „Bolsjevikstriden“), a.a.O.Google Scholar
  67. 57.
    Die SAP gab sich insgesamt fünf Programme: 1897, 1920, 1944 und 1975.Google Scholar
  68. 58.
    So bringt etwa Nothin, der unter Branting und Hansson der Regierung angehört hatte, eine Abrechnung mit Erlander: Torsten Nothin, Från Branting till Erlander, Stockholm 21955. Zur Personen- und Parteigeschichte siehe auch die Erlander-Memoiren: Tage Erlander, 1901–1960, 4 Bde., Stockholm 71972ff.Google Scholar
  69. 59.
    Gunnar Adler-Karlsson, Funktionssocialism — ett alternativ till kommunism och kapitalism, Stockholm 1967 (deutsch: Funktionaler Sozialismus. Ein schwedisches Glaubensbekenntnis zur modernen Demokratie, Düsseldorf 1973); siehe dazu auch Bernd Henningsen, Skandinavischer Sozialismus, a.a.O., S. 659ff.Google Scholar
  70. 60.
    Die scharfe Trennung zwischen „Staat“ und „Gesellschaft“ ist den Skandinaviern unbekannt; so würden wir häufig von „Staat“ sprechen, wo der Schwede „Gesellschaft“ (samhälle oder auch samfund) sagt.Google Scholar
  71. 61.
    Es kann hier nicht auf die Ursachen und Wirkungen dieser Politik eingegangen werden. Einen gründlichen Einblick mit einer Fülle von Daten liefern Erik Gurgsdies, Klaus Wieser, Wohlfahrtsforschung in Schweden. Ein Bericht über die Ergebnisse des sogenannten Niedrigeinkommen-Komitees, Berlin, Bonn-Bad Godesberg 1975.Google Scholar
  72. 62.
    Forsebäck, a.a.O., S. 80.Google Scholar
  73. 63.
    Gurgsdies, Wieser, a.a.O., S. 24ff., auch Forsebäck, a.a.O., S. 80ff.Google Scholar
  74. 64.
    Etwa 40% aller Beschäftigten sind heute Frauen.Google Scholar
  75. 65.
    Forsebäck, a.a.O., S. 82f.Google Scholar
  76. 66.
    Samulesson, a.a.O., S. 268.Google Scholar
  77. 67.
    Zur Einführung der Zusatzrente siehe B. Molin, Tjänstepensionfragan, Göteborg 1965; bei Gebhardt wird ausführlich auf die politische und psychologische Bedeutung des Problems eingegangen.Google Scholar
  78. 68.
    Auf das komplizierte Rentensystem soll hier nicht eingegangen werden; siehe: Öffentliche Sozialleistungen in Schweden hrsg. vom Schwedischen Institut, Stockholm (wird jährlich revidiert vorgelegt).Google Scholar
  79. 69.
    Hancock hat m.W. als erster auf die sich abzeichnenden Veränderungen hingewiesen: Sweden: A Multiparty System in Transition? Denver 1968; zum folgenden siehe dort.Google Scholar
  80. 70.
    Zu den bürgerlichen Parteien in der Opposition siehe u.a. Nils Stjernquist, Opposition ohne Alternative? Ein Schlagwort der fünfziger und sechziger Jahre und neuere Entwicklungen in Skandinavien, in: Heinrich Oberreuter (Hrsg.), Parlamentarische Opposition. Ein internationaler Vergleich, Hamburg 1975, S. 177–205.Google Scholar
  81. 71.
    Geschichte und Wirkungsweise der schwedischen Institutionen sind ausführlich behandelt bei Nils Herlitz, Grunddragen av det svenska statsskickets historia, Stockholm 71967.Google Scholar
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    Zum Generationenwechsel und Altersaufbau der SAP siehe u.a. Olle Svensson, Generationsväxlingar inom socialdemokratin, in: Tiden, H. 5, 1969, S. 310–315.Google Scholar
  83. 73.
    Ohne Zweifel gehört hierzu die vor allem finanzielle aber auch diplomatische Hilfe für Nordvietnam, die Errichtung einer nordvietnamesischen Botschaft wie eines NFL-Büros in Stockholm, die internationalen „Kriegstribunale“ und die Aufnahme amerikanischer Kriegsdienstverweigerer; aufgezählt werden müssen ebenso aber die finanziellen Hilfen für Kuba, Chile und die Befreiungsbewegungen in Afrika.Google Scholar
  84. 74.
    Olof Palme, Politik är att vilja, Stockholm 1968, S. 40f. Desweiteren: Att vilja gå vidare, Stockholm 1974.Google Scholar
  85. 75.
    Vgl. z.B. „Dagens Nyheter“, 17.11.1977: „Pragmatikeren Palme“.Google Scholar
  86. 76.
    Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuß hat jetzt einen Bericht vorgelegt, wonach die Trennung von Staat und Kirche eingeleitet werden sollte. Vgl. „Süddeutsche Zeitung“, 27.1.1978: „Ein wenig Entstaatlichung für Schwedens Kirche“. Die liberale Minderheitsregierung unter Ola Ullsten (seit 1978) hat diese Pläne allerdings wieder auf Eis gelegt.Google Scholar
  87. 77.
    Vgl. „Dagens Nyheter“, 24.11.1977: „Palme — symbol für svensk social-demokratisk tröghet“.Google Scholar
  88. 78.
    An anderer Stelle bin ich auf den ideengeschichtlichen Hintergrund des skandinavischen Politikverständnisses eingegangen: Bernd Henningsen, Die Politik des Einzelnen. Studien zur Genese der skandinavischen Ziviltheologie, Göttingen 1977.Google Scholar
  89. 79.
    Zu nennen wären vor allem die Arbeiten von S.M. Lipset, Daniel Bell und Manfred Friedrich.Google Scholar
  90. 80.
    Für das Gleichheitsinteresse spielten auch die umfassenden Ergebnisse des „Niedrigeinkommen-Komitees“ eine große Rolle, das 1965 von der Regierung zur Untersuchung der Lebensverhältnisse der Niedrigeinkommensgruppen eingesetzt worden war. Siehe dazu Gurgsdies, Wieser, a.a.O.Google Scholar
  91. 81.
    Aus dem Umfeld der linken Kritik sind zwei Anthologien auf deutsch erschienen: Horst Schröder (Hrsg.), Schweden zum Beispiel. Eine Politanthologie, Frankfurt/M. 1970;Google Scholar
  92. 81a.
    Viktor Pfaff, Mona Wikhäll (Hrsg.), Das schwedische Modell der Ausbeutung. Texte zum Arbeitsleben und zur Klassenstruktur im Wohlfahrtsstaat, Köln 1972. Daß es sich beider neomarxistischen Kritik um einen Import handelt, der so gut wie keine Beziehung zur „schwedischen Kultur“ hat, wird deutlich bei Lars Gyllensten, Swedish Radicalism in the 1960s: An Experiment in Political and Cultural Debate, in: M. Donald Hancock, Gideon Sjoberg (Hrsg.), Politics in the Post-Welfare State, a.a.O., S. 279–301.Google Scholar
  93. 82.
    Jämlikhet. Första rapport frå SAP-LO’s arbetsgrupp för jämlikhetsfragor, Borås 1969; gekürzte deutsche Ausgabe: Walter Menningen (Hrsg.), Ungleichheit im Wohlfahrtsstaat. Der Alva-Myrdal-Report der schwedischen Sozialdemokraten, Reinbek 1971. Menningen hat dem Bericht eine umfangreiche und ausgezeichnete Einführung vorangestellt. Die Fortsetzung erschien in einem zweiten Bericht: Jämlikhet — alias deltagende i arbetsliv och politik. Andra rapporten frân SAP-LO’s arbetsgrupp för jämlikhetsfrågor, Borås 1972.Google Scholar
  94. 83.
    Jämlikhet 1969, a.a.O., S. 164.Google Scholar
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    Zum Reduktionsproblem siehe Michael Hereth, Freiheit, Politik und Ökonomie, München 1974.Google Scholar
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    Die allgetneine „Unlust“ und die Notwendigkeit, die „Werte hinter den Reformen“ klarzumachen, diskutieren Jan Erik Furubo, Harry Flam: Att göra socialismen möjlig, in: Tiden, Bd. 63, Jg. 1971, S. 590–595.Google Scholar
  97. 85a.
    Mit der Alternative „Gleichheit oder wirtschaftlicher Wachstum“ wird das Reduktionsproblem angeschnitten von Gösta Edgren, Jämlikhet eller ekonomisk tillväxt, in Tiden, Bd. 60, Jg. 1968, S. 414–417.Google Scholar
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    Einen Abriß zu diesem Problem gibt Rüdiger Bernd Wersich, Betriebsdemokratie und Mitbestimmung in Schweden, in: Aus Politik und Zeitgeschichte. Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament, 11.5.1974, S. 25–38.Google Scholar
  99. 86a.
    zum LKAB-Streik, siehe u.a.: Walter Korpi, Varför strejkar arbetarna, in*. Tiden, Bd. 62, Jg. 1970, S. 69–72; auch von Otter, a.a.O. Die Mitbestimmungsfrage ist inzwischen durch eine erste umfassende gesetzliche Regelung zur „ökonomischen Demokratie“ gelöst worden. Das bisherige Recht der Arbeitgeber auf „to hire and to fire“, das im berühmten § 32 der Satzung des Arbeitgeberverbandes verankert war und das Ursache vieler wilder Streiks und heftiger politischer Debatten war, ist aufgehoben; bei Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten sitzen zwei Belegschaftsvertreter im Aufsichtsrat.Google Scholar
  100. 87.
    Partiprogram och kommunalt principprogram. Fastställda av 1975 års partikongress, Borås 1975.Google Scholar
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    Ebd., S. 5.Google Scholar
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    Petersson, a.a.O., S. 150.Google Scholar
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    Daß durch eine Kampagne der Fehlzitate und die „gewaltige bürgerliche Dominanz in den Massenmedien“ die Sozialdemokraten eine Niederlage erlitten hätten, wie Olof Palme erklärt (Olof Palme, Med egna ord, Stockholm 1977), muß bezweifelt werden, denn die Presse in Schweden war schon immer bürgerlich — gemessen an der Zahl der Zeitungen aber erst recht an ihrer Auflage.Google Scholar
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    Pomperipossa i Monismanien. En saga av Astrid Lindgren. Das Märchen wurde als Sonderdruck von „Expressen“ verteilt, vorangestellt ist eine Widmung: „Ein Märchen zugeeignet allen Kleinunternehmern Schwedens, die des Nachts wach liegen und die Steuer fürchten.“Google Scholar
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    Vgl. die Wahlanalyse von Petersson: „Dagens Nyheter“ 17.12.1977: „Rörlighet Palmes fall“; Nordisk Kontakt, H. 14, 1977: „Kärnkraft och socialisering främsta orsakerna till den gamla regeringens fall“, S. 849.Google Scholar
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    Vgl. u.a. Neil McInnes, The Communist Parties of Western Europe; London, New York, Toronto 1975, S. 41 ff.Google Scholar
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    Bei der Darstellung der Geschichte der kommunistischen Partei stütze ich mich weitgehend auf Äke Sparring, Die Kommunistische Partei Schwedens, in: Ders. (Hrsg.): Kommunisten im Norden, Köln 1966, S. 17–49. Eine erweiterte und modernisierte Fassung: The Communist Party of Sweden, in: A.F. Upton, The Communist Parties of Scandinavia and Finland, London 1973, S. 61–101. Eine detaillierte Materialanalyse liefert Sparring in: Från Höglund till Hermansson. Om revisionismen i Sveriges kommunistiska parti, Stockholm 1967. Siehe außerdem Sven Rydenfelt, Kommunismen i Sverige. En samhällsvetenskaplig Studie, Lund 1954;Google Scholar
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    Die Haltung des offiziellen, vor allem aber des halboffiziellen Schwedens während des Krieges und die Verständigung mit deutschen Stellen ist so gut wie überhaupt nicht erforscht. Zum Attentat auf die „Norrskensflamman“, siehe: Ulf Oldberg, Händelser 1938–40 och ett modernt förskningsprojekt, in: Ord & Bild, H. 3, 1971, S. 172–176.Google Scholar
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    Vgl. Sparring, a.a.O., S. 43 und McInnes, a.a.O., S. 110.Google Scholar
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    Sie ist bei Sparring ausführlich dargestellt; siehe auch Sven Landin, Uppbrott från stalinismen. Till en socialismen med mänskligt ansikte, Stockholm 1973.Google Scholar
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    Vgl. zum folgenden McInnes, a.a.O., S. 139f.Google Scholar
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    Die Schwierigkeiten auf der Linken nach der Wahl 1976 haben die Vokabel wieder belebt. Auch sind die Kommunisten weiterhin im Außen- und Ver-teidiguhgsausschuß des Reichstags nicht vertreten — sie reklamieren hierfür auch erst gar keinen Sitz. Vgl. „Dagens Nyheter“, 12.10.1977: „Vpk i utskotten“.Google Scholar
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    McInnes, a.a.O., S. 200.Google Scholar
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    Vgl. u.a. VPKs „Lilla Fakta“-serien oder „Temamöten“.Google Scholar
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    Vgl. Halvarson, a.a.O., S. 28f.Google Scholar
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    Zum folgenden siehe Nordisk Kontakt, H. 5, 1977: „Kupp gav nytt kom-munistparti“; „FAZ“ 1.3.1977: „Schwedens Kommunisten treiben der Spaltung zu“; „FAZ“ 2.3.1977: „Schwedens Kommunistische Partei ist auseinandergebrochen“.Google Scholar
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    „Dagens Nyheter“, 3.11.1977: „Bade vpk och apk Sovjets ‚bröder‘ “, 4.11.1977: „Lars Werner kritisk mot Moskvaledarna“.Google Scholar
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    Nordisk Kontakt, H. 14, 1977, S. 847: „Vpk åter över fyra proc i svensk Sifo“.Google Scholar
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    „Dagens Nyheter“, 4.1.1978: „ ‚Vi är på väg bli alternativ för svenska arbetare’ “; 5.1.1978: „ ‚Krisen avslöjar myt om välfärd “‘.Google Scholar
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    Zur Europafrage siehe u.a.: Hans Engman, Sverige och Europa. Om internationellt handelspolitiskt och fackligt samarbete, Lund 1973;Google Scholar
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    Siehe u.a. das Vorwort zu: Med sikte på 80-talet. Förslag till aktions-program, Boras 1977.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1979

Authors and Affiliations

  • Bernd Henningsen

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