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Der Gang der Weltgeschichte

  • Karl Weidel
Chapter
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Part of the Philosophische Quellenhefte book series (PQ, volume 7)

Zusammenfassung

Die abstrakte Veränderung überhaupt, welche in der Geschichte vorgeht, ist längst in einer allgemeinern Weise gefaßt worden, so daß sie zugleich einen Fortgang zum Bessern, Vollkommenern enthalte. Die Veränderungen in der Natur, so unendlich mannigfaltig sie sind, zeigen nur einen Kreislauf, der sich immer wiederholt; in der Natur geschieht nicht Neues unter der Sonne, und insofern führt das so vielformige Spiel ihrer Gestaltungen eine Langeweile mit sich. Nur in den Veränderungen, die auf dem geistigen Boden vorgehen, kommt Neues hervor. Diese Erscheinung am Geistigen ließ in dem Menschen eine andere Bestimmung überhaupt sehen als in den bloß natürlichen Dingen, — in welchen sich nur eine und dieselbe Bestimmung, ein für immer stabiler2 Charakter kundgibt, in den alle Veränderung zurückgeht und innerhalb dessen sie sich als ein Untergeordnetes einschließt, — nämlich eine wirkliche Veränderungsfähigkeit und zwar, wie gesagt, zum Bessern, Vollkommenern —, ein Trieb der Perfektibilität3. Dieses Prinzip, welches die Veränderung selbst zu einem Gesetzlichen macht, ist von den Religionen, wie der katholischen, ingleichen von den Staaten, als welche statarisch4, wenigstens stabil zu sein als ihr wahrhaftes Recht behaupten, übel aufgenommen worden.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1927

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  • Karl Weidel

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