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Die Entwicklung der Großindustrie, die industrielle Kartellbewegung und die Entstehung der gewerblichen Arbeiterfrage

  • Ludwig Pohle
Part of the Aus Natur und Geisteswelt book series (NAG, volume 57)

Zusammenfassung

Wenn auch Handwerk und Hausindustrie die typischen gewerblichen Betriebsformen des deutschen Wirtschaftslebens vor 100 Jahren waren, so hat es doch schon lange vor dem 19. Jahrhundert vereinzelte zentralisierte Großbetriebe, Manufakturen und Fabriken, im deutschen Gewerbewesen gegeben. Unternehmungen, die den normalen Umfang eines handwerksmäßigen Betriebs übertrafen, waren in älterer Zeit, d. h. in den letzten Jahrhunderten des Mittelalters, z. B. in Gestalt von Eisen- und Kupferhämmern sowie von Messinghütten vorhanden, auch gab es größere Betriebe in der Glasfabrikation, der Bierbrauerei und der Papiermüllerei. In etwas späterer Zeit gesellte sich hierzu der Großbetrieb in der Buchdruckerei, der Farbenfabrikation, der Spiegelmanufaktur, der Tabaksverarbeitung, der Zuckerraffinerie, der Stärkegewinnung und anderen Gewerbezweigen mehr. Auch entwickelten sich auf dem Gebiete der Textilindustrie im 17. und 18. Jahrhundert schon vereinzelte Großbetriebe. So wurde im Jahre 1676 eine Seiden- und feine Wollenmanufaktur in Neustadt-Ostra bei Dresden gegründet, und 1686 eröffnete ein Unternehmer in Halle a.S. eine Tuchfabrik, in der ein Jahr später schon 350 Arbeiter beschäftigt waren.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1923

Authors and Affiliations

  • Ludwig Pohle

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