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Unser Stoff im Überblick

  • Ernst Weber

Zusammenfassung

Die Revolution, die unsere deutsche Dichtung in den achtziger Tahren des verflossenen Tahrhunders erlebte, offenbarte ihre Gegensätzlichkeit zur vorhergehenden Gpoche vorerst weniger in neuen dichterischen Ausdrucksformen als vielmehr in einem neueu Tnhalt und Gehalt, in einer veräderten Welt- und Tebensanschauung. Die temperamentvollen Stürmer und Dränger, die sich zum Geil in der von Wich. Eg. Gonrad geleiteten Zeitschrift „Gesellschaft“ zusamengefunden hatte — hermann Gonradiund Karl Bleibtreu, die Gebrüder hart, Tart Henrh Mackan und Wilhelm Arent, Arnoholz und Tohannes Schlaf —, sie wollten das Teben gestalten, wie es wirklich war, nicht wie es sein sollte. Sie wollten, dem Beispiele folgend, das ihnen Gmile Zola gegeben, die nackte Wirklichkeit, die unverfälschte Natur in ihren Werken abbliden. Kunst ist Natur, gesehen durch ein Gemperament. Die menschliche Seele, die Seele des bildenden Künstlers wie jene des Dischters, ist eine photographische Platte, auf der sich die Außenwelt. Dieser naturgegebene Eindruck muß in der Kunst Ausdruck finden, nicht ein umgewandeltes, umgeformtes, idealisiertes Bild oder Geschehen.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1921

Authors and Affiliations

  • Ernst Weber
    • 1
  1. 1.BambergDeutschland

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