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Die Periodos nach Form und Inhalt auf Grund der Fragmente

  • Friedrich Gisinger
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Zusammenfassung

Nach Ukert, Geogr. d. Griech. u. Röm., Weimar 1816, I 1 S. 90 umfaßte die Periodos acht Bücher. Dieselbe Auffassung teilten Unger, Philol. N. F. IV 228/9, der sogar ein neuntes Buch vermutete, und Hultsch, R.-E. u. Eudox. 8, 22, beide auf Grund der Lesart des fr. 37 bei Brandes, wonach Harpokration ein achtes Buch zitiert hat. Daß es sich indes hierbei um die falsche Schreibung einer späteren Zeit handelt, zeigt ein Blick auf den kritischen Apparat zu fr. 37 in den Harpokrationausgaben von Bekker und Dindorf, die den Hss. folgend 2) in ihrem Text selbst beide ως Ευδοξος ζ’ πεϱιόδου bieten. In fr. 37 ist also keinesfalls von einem achten, sondern vom siebenten Buche der Periodos die Rede, und nichts deutet in der antiken Literatur auf mehr Bücher hin. Doch auch der Inhalt der einzelnen Bücher spricht, soweit er durch die Fragmente noch feststeht, dafür, daß die Periodos nicht mehr als sieben Bücher enthielt. Denn bei der durch die Überlieferung gut begründeten Aufstellung, daß Eudoxos in den drei ersten Büchern seiner Erdbeschreibung über Asien, in den folgenden über Europa, im sechsten überdies über Libyen und im siebenten schließlich über die Inseln der Ökumene geschrieben hat, bliebe die Frage offen, welchem Zwecke ein achtes Buch gedient haben sollte. Noch ein anderes Moment spricht für bloß sieben Bücher der Periodos.

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Notes

Literatur

  1. 1).
    Für einen Teil der Eudoxoszitate hat jedenfalls mit guten Gründen E. Stemplinger, Stud. zu den Ethuika des Steph Byz., Progr. München 1902, S. 29/30 unter Ausschaltung Herodians den Favorinus als Quelle glaubhaft gemacht, wiihrend B. Niese, De Steph. Byz. auctoribus, Kiliae 1873, S. 15/16 für die unwahrscheinlichere Annahme der direkten Benutzung des t.udoxos durch Stephanus von Byz. eintritt.Google Scholar
  2. 2).
    Die älteste Harpokrationhs., d. Heidelbergensis 376 (s. Bekker, Harpocr. praef. p. 3, in der Ausg. von Dindorf praef. p. XV), hat hier, auf fol. 30, eine Lücke.Google Scholar
  3. 1).
    Vgl. über diesen Roscher, Hebdomadenlehren d. griech. Philos. u. Arne Abh. Sachs. Ges. Bd. XXIV (1906), Anm. 65 und über weitere Werke mit sieben Büchern Anm. 276.Google Scholar
  4. 2).
    Vgl. Boll, R.-E. u. Glob. Sp. 1429/30.Google Scholar
  5. 1).
    Berger, Gesch. d. wiss. Erdk. d. Gr 2 S. 171 ff.; ders., Die Lehre von d. Kugelgestalt d. Erde im Altert., Geogr. Zeitschr. 12 (1906) 27–37.Google Scholar
  6. 2).
    Diels, Doxogr. 1879, S 166; Tiber diese Lehre bei Platon, in dessen Kreis Eudoxos verkehrte und möglicherweise mit der Theorie des Parmenides bekannt wurde, s. Friedländer, Die Anfange der Erdkugelgeographie, Jahrh. d. Arch. Inst. XXIX (1914) 98.Google Scholar
  7. 3).
    Auch die Erwähnung der άντοικοι in fr. 64 setzt die Erkenntnis der Kugelgestalt der Erde bei Eudoxos voraus; denselben Gedanken finde ich nachträglich bei der durch den Krieg verzögerten Revision meiner Arbeit bei P Friedländer, a. a. O. S 118, der ebenfalls in Eudoxos eine der geographischen Quellen des Aristoteles erkennt. Vgl. hierzu auch Hultsch, R.-E. u. Eudoxos 8, 15; Günther, Hdbch. d. math Geogr. 1890, SS. 40. 617ff.; H. Künsberg. Eudoxos v. Knidos, Progr. Dinkelsbühl 1888, S. 24; Schafer, Entw. d. Ansicht d. Alten über Gestalt u. Größe d. Erde, Progr. Insterburg 1868, S. 17f.Google Scholar
  8. 1).
    Hultsch a. a. O. 8, 15; P. Tannery, Wm. de la Soc. des Sciences de Kord. 2 sér. V (1883) 239 ff (= Tannery, Mém. scientif. I 372 ff)Google Scholar
  9. 2).
    Strab. p. 94; Berger a. a. O. S. 208; ders. in Geogr. Zeitschr. 12 (1906) 442; Hultsch R.-E. u. Astronomie § 7; Berger, Die Entsteh. d. Lehre v. d. Polarzonen, Geogr. Zeitschr. 3 (1897) 89. Vgl. aber neuestens gegen Berger K. Reinhardt, Parmenides (1916) S. 147f., wonach die Nachrichten über Parmenides’ Zonenlehre mit Vorsicht aufzunehmen sind, weil ihre Fassung auf Poseidonios zurückgeht.Google Scholar
  10. 3).
    Nach einer Vermutung Müllenhoffs, Deutsch. AItert. I (1870) 243, bíitte er die Breite dieser Zone auf 30° berechnet. Wenn statt der fünf Erdzonen in einer eudoxischen Partie bei Diodor I40, 1ff. bloß drei genannt sind, so ist daran zu erinnern. daß es sich an jener Stelle lediglich mit die für den Lauf des Nils in Betracht kommenden Zonen handelt.Google Scholar
  11. 1).
    Berger S. 325; Shnlich war die Ökumene nach Ephoros gestaltet: vgl. E. Dopp, Die geogr. Stud. d. Ephoros, Progr. Rostock 1900, S. 5; P. Friedlander a. a. O. S. 119 faßt die aristotelische Maßangabe als eino Korrektur der eudoxischon auf.Google Scholar
  12. 2).
    P. Camena d’Almeida, De Caspio mari apud veteres, Paris 1893, S. 22; Berger S. 166.Google Scholar
  13. 3).
    Vgl. W. Sieglin, Beitr. z. alt. Gesch. u. Geogr., Festschrift f. H. Kiepert, Berl. 1808, S. 325, 1; die Zeugnisse des Ktesias bei Strab. p. 689.Google Scholar
  14. 4).
    Vgl. J. Großstephan, Beitr. z. Periegese des Hekatäus v. Milet, Diss. Straßburg 1915, S. 20 f.; F. Strenger, Strab. Erdkunde v. Libyen, Quell. u. Forsch. 28 (1913) 3. 50; F. Jacoby, R.-E. VII 2703f. und G. Pasquali, Hermes 48 (1913) 187, 4 haben daher unrecht.Google Scholar
  15. 1).
    Die auf fr. 71 sich stützende Meinung Günthers (lldb. d. math. Geogr., 1890, S. 247, 1; vgl. auch Küusberg a. a. O. S 25f.), Eudoxos babe wie nach ihm Eratosthenes die Ökumene in Klimata eingeteilt, ist durch jenes Fragment kaum begründet, wennschon er sie gelegentlich berücksichtigte (s. S. 130).Google Scholar
  16. 1).
    Die irrige Meinung Ilultschs (R.-E. u. Eudox, 8, 22), Eudoxos habe in seiner Periodos die Beschreibung Asiens mit Armenien begonnen, ist wohl daraus entstanden, daß fr. 9 über Armenien von Brandes — abgeseh. v. fr. 7. S — als erstes Fragment aus Buch I genannt ist.Google Scholar
  17. 2).
    Auch bei Eratosthenes (Berger, Die geogr. Fragm. d. Erat., S.238. 253ff.) wie umgekehrt viell. ähulich hei Hekataios von Milet (s. Jacoby a. a. O.) folgt auf Indien die Persis. Für die Rekonstruktion des weiteren Ditrstellungsverlaufes bei Eudoxos läßt sich indes die Periegese Asiens bei Erato-thenes nicht verwerten, da dieser im Gegensatze zu Eudoxos, der zunächst Asien (abgesehen von Kleinasien und Ägypten) in Buch I und dann erst Ägypteu in Buch Il behandelte, zuvörderst ganz Südasien mit Ägypten und hierauf erst Nordasien beschrieben hat.Google Scholar
  18. 1).
    Nur offenbar fehlerhafte bee. Varianten: Euduxus Cod, L(eid.) VII, Endoxius (vgl. über diese nicht seltene Verderbnis Boll, Catal. codd. astr. VII 182; auch Ptolem. ed. Heiberg vol. ‘I p. 30, 19 im Apparat) Excerpt. Ylob. Cricklad. — feminas… strutophodes L. Vindob. CCXXXIV, Crickl. — appellantur L. u. Florent. (nach Machoff).Google Scholar
  19. 2).
    Das Weib i. d. IN atur-u. Vblkerkunde, Leipzig 1908, I 183; s. auch h. Koßmann u. J. Weiß, Mann u. Weib i. ihren Bezieh. z. Kult. d. Gegenwart 1I1 469; C. H. Stratz, D. Rassenschönheit d. Weibes, Stuttgart 1001, `S. 81. 163.Google Scholar
  20. 3).
    Das durch fr. 58 bezeugte Vorkommen des Beinamens Struthopodes in Asien spricht dafür, daß der Strauß in Asien auch im Altertum vorkam, was übrigens bereits auf Grund der Xeuophonstelle Anal). I 5, 2 in einem in Peterm. Mitt. 16 (1870) 380 anonym erschienenen Aufsatze ‘C her das Vorkommen des Straußes in Asien’ vermutet ist. — Falsch gibt der Scholiast zu Aristoph. Av. v. 877 die Auslegung μεγαλόπουν für στονόποδα.Google Scholar
  21. 1).
    eudoxius Paris. lat. 6797 — zoroastrem Paris. lat. 6797 u. 6795, dem die alten Herausgeber und Detlefsen folgten, zoroasten cod. incogn., aus dem die Verbesserungen des cod. Florent. Riccard. stammen, sowie der cod. Paris. lat. 6796.Google Scholar
  22. 2).
    Vgl. A. V. W. Jackson, Die iran. Relig., Grundr. d. iran. Philologie, Straßburg 1896, II 627ff., r32ff., 618ff. Die Belege in der antiken Literatur s. bei Kleuker, Anh. z. Zendavesta II 1 (Leipzig-Riga 1783) S. 5ff.; vgl. auch Rapp, Relig. u. Sit t. d. Perser u. übrig. Iran. n. d. griech. u. röm. Quell., Zeitschr. d. Deutsch. Morgenl. Ges. XIX (1865) 77 ff.Google Scholar
  23. 1).
    Xanth. fr. 29 b. Diog. Laert. prooem. 2: Ξάνος δε ό Λνδός εις τήν Ξεσξον διάβσιν άπό του Ζωσοάστσου εξακισχίλια: so zu lesen statt dem i axtiet.a zweier anderer los; denn wie alle übrigen Autoren des früheren Altertums, die über die Zeit Zoroasters schrieben, Theopomp (bei Plut. de Is. et Os. 46: denn Quelle Plutarchs für dieses wie für das 47. Kapitel war sehr wahrscheinlich Theo-pomp. da Kapitel 46 zum Teil mit der Theopompstelle bei Diog. Laert. a. a. O. sich deckt und Theopomp zudem gegen Ende des Kap. 47 von Plutarch ausclriicklich als Quelle genannt ist), Eudoxos in fr 59, Hermodor bei Diog. Laert. prooem. 2 und Hermipp a. a. 0., so hat ohne Frage auch Xanthos di-• Zeit Zoroasters nicht um Jahrhunderte, sondern um Jahrtausende in die Vergangenheit zurückverlegt; übrigens scheint Xanthos nicht bloß für Eudoxos, sondern auch für Theopomp, Hermodor und Hermipp Quelle gewesen zu sein: denn seine Zahl von 6000 Jahren setzt die Zeit Zoroasters mitten in eine große Weltperiode (s. S. 23 Anm. 1) von 12 000 Jahren. verrät also noch deutlich den persischen Ursprung. Theopomu, Hermodor und Hermipp dagegen lassen in ihren Angaben den persischen Ursprung nur noch schwer erkeLnen, da sie vom trojanischen Kriege bis auf Zoroaster 5000 Jahre rechneten. Sie haben also wohl die Angabe des Xanthos benutzt, aber wie Eudoxos in ihrer Weise modifiziert.Google Scholar
  24. 1).
    Vgl. Jackson, The Date of Zoroaster, Journ. of the Americ. Orient. Soc. XVII (1896) 3: Such extraordinary figures (6000 years), however, are presumably due to the Greeks have misunderstood the statements of the Persians, who place Zoroaster’s millennium amid a great world-period of 12 000 years, which they divided into cycles of 3000 years, and in accordance with which belief Zoroaster’s fiavashi had in fact existed several thousand years. — Cumont, Textes et Monuments de Mithra I 310,6: L’histoire du duel entre Ormuzd et Ahriman comprend pour les Mazdéens trois ou quatre périodes de 3000 ans.Google Scholar
  25. 2).
    S. Geldner, Encycl. Brit. 11. ed. XXVIII (1911) unter Zoroast. S. 1041/2; Jackson, The Date of Z. SS. 15 f. 19 ff.: Grundr. d. iran. Philol. S. 621 f.Google Scholar
  26. 2).
    Daß die Geschlossenheit dieses Meeres wie für Ilerodot (s. E. Eichwald. Alte Geogr. d. Kasp. Meeres, Berlin 1838, S. 11ff.; de Hell, Les steppes de la mer Caspienne, Paris 1844, III 147 ff.; J.-B. Paquier, De Caspia atriue Aralica regione Asiae, Paris 1876, S 19 ff.; P. Camena d’Almeida, De Caspio mari ap. vet., Paris 1893, S 16ff.) und Aristoteles (meteor. 1 13 = 351 a 8ff.; Il 1 354 a 3ff.), so auch für Eudoxos wohl feststand, ist schon oben (S. 17) berührt.Google Scholar
  27. 3).
    P. Camena d’Almeida a. a. O. S. 17; D. A. G. Kephalides, De historia maris Caspii, Gott. 1814, S. 7ff.; Eichwald a. a. O. S. 13.Google Scholar
  28. 1).
    Von ihm berichtet Polybios X 48, 2 ähnliches wie Eudoxos in fr. 75, wofern er nicht gar nach Prof. Marquarts Vermutung, die ich mir hier wiederzugel en gestatte, die Angabe des Eudoxos über die Flüsse Hyrkaniens in rein theoretisierender Weise auf den Oxus übertragen hat. S. auch Rößler, Die Aralseefrage, Sitz.- Ber. d. Wien. Akad. d. Wiss., phil.-bist. KI. 74 (1873) 229, nur ist hier (S. 229 Anm. 2) fr. 75 ebenfalls falschlich auf den Oberlauf des Oxus bezogenGoogle Scholar
  29. 2).
    Vgl. E. Huntington, The pulse of Asia, Lond. 1907, S. 329, worauf mich zur Rechtfertigung meiner Hypothese dankenswerterweise Herr Dr. Herrmann-Berlin verweist; s. auch Walter, Peterm. Mitt. 44 (1898) 212 und Halbfall, Geoar Zeitschr. 20 (1914) 346. Kiessling, R-E. u. Hyrkania Sp. 456 spricht von Kii,tenstellen des Kaspischen Meeres, wo das Gebirge hart ans Meer tritt.Google Scholar
  30. 1).
    Vgl. auch Kiessling a. a. O., sonach die Griechen ursprünglich unter Hyrkanien ein sehr viel weiteres Gebiet als das südöstliche Küstengebiet verstanden.Google Scholar
  31. 4).
    Außer von den Massageten ist diese Sitte aus dem Altertum bezeugt von den Persern (Procop. bell. Pers. 15 = Corp. scriptt. bist. Byz. part. II vol. 114 C), den Tyrrhenern (Athen. XII 14 p. 517 e), den Nasamonen, Agathyrsen (Herod. IV 172. 104) und den Skythen Europas (Strak. p. 302); s. auch E. Meyer, Gesch. d. Altert I 1 (1910) 25 ff., Minns, Skythians and Greeks, Cambridge 1913, S. S 1. 111, wo auch ( 93) auf das Fortbestehen der Sitte bei mongolischen Völkern in den einst von den Massageteu bewohnten Länderstrichen aufmerksam gemacht ist.Google Scholar
  32. 2).
    S. Herod. IV 45: Soph. fr. 502, Ps.-Arist. 393 b 25/6, 30/1, Ephoros b. Ps: Skymn. 874; Ps.-Skyl. 68, Erat. bei Berger, D. geogr. Fragm. d. Erat. 1880 S. 64, Polyb. III 37, 3, Artemid. bei Plin. Nat. hist. V 47, Diod. I 55, 4, Strab. p. 490. 509, Dionys. perieg. 14, Arrian. Peripl. Pont. Eux. 29, Anonym. Peripl. Pont. Eux. 43, Agath. I 3 u. a.; s. auch Forbiger, Hbch. cl. alt. Geogr.’ II 39; tikert, Geogr. cl. Griech. u. Römer III 2 S. 193; Berger, Gesch. d. wiss. Erdk. d. Griech.1 S. 88.Google Scholar
  33. 3).
    Vgl. auf der einen Seite E. Meyer, Gesch. d. Alt. IY (1909) 613: `Wahrscheinlich erst in dieser Zeit (um 700) haben die Armenier von Phrygien aus sich in das Bergland am oberen Euphrat und bis an und über den Wansee in dasjenige Land vorgeschoben, das -eitdew nach ihnen benannt wird’; S. 614: `Dagegen wird die Überlieferung, daß Thraker, Phryger und Armenier eng verwandt sind, durch ihre Spra, hen durchaus bestätigt’; vgl. auch H. 1+’. B. Lynch, Armenia, travels and studies, London 1:101, 11 67. Dagegen aber Bartholumae in Hoops, Reallexikon der german. Altertumskunde II 577: ‘Das Phrygisch-Thrakirche, dessen Zusammengehörigkeit mit dem Armenischen zum mindesten fraglich bleibt’.Google Scholar
  34. 1).
    Vgl. auch H. O. Lenz, Mineral. d. alt. Griech. u. Römer, Gotha 1861, SS. 139. 153/4; J. H. Krause, Pyrgoteles od. die edl. Steine d. Alt., Halle 1856, S. 225; H. Blümner, Technol. d. Gewerbe u. Künste bei d. Griech. u. Röm. IV (1887) 353; Roßbach, R.-E. n. Gemmen S. 1103.Google Scholar
  35. 3).
    S. Th. Reinach, Mithridate Eupator, Paris 1890, S. 14, 4.Google Scholar
  36. 1).
    Hekat. fr. 195; Äsch. Prom. 740ff.; Xenoph. anab. IV 5, 34; 7, 35, V 5, 1; Ephor. fr. 80. 82. 103; vgl. auch F. Cumont, Ubi ferrum nascitur, Rev. de phil. 96 (1902) 280,1; Buge, 13,.-E. u. Chas. 1. Außerdem findet sich •das Eisen der Chalyber erwähnt bei Soph. Trach. 1260 (schol. zu 1259); Eurip. Alk. 980/1; Kratin. fr. 247 (Kock); Ps.-Arist. Mir. anse. 48; Schol. zu Apoll. Rhod. fi 1323, ß 141, 373, 375/6, 1001ff., 1005; Lykophr. 1109 (u. Schol. hierzu); Daim. fr. 9 = FHG II 442; Strab. p. 549–51; Dionys. perieg. 768’9 = GGM II 152; Arrian. fr. 51 = FHG III 596, fr. 58 ebenda S. 597; Suid. u. Χάλυβ.; Hesych. u. χάλυβ.; Etym. Mago. u. χάλυβ; Catcall 66, 48; Prop. I 16, 30; Ovid. fast. IV 405; Vergil. Georg. I 58, Aen. VIII 421, X 174; Silius Hal. I 171, II 107; Val. Flacc. Argon. IV 611/2; Senec. Thyest. 364; Luean. IV 223, VI 397. 547. 797; Plin. Nat. hist. VII 197, VIII 222; Amm. Marc. XXII 8, 21; Avien. 947,8 (= GGM11185); Priscian. perieg. 744/5 (= GGM II 196) u. a.Google Scholar
  37. 1).
    Für Gades und Tarsos s. Frazer, Adonis, Attis, Osiris2 1907 S. 99, 2 Gruppe a. a O S. 1278, 2; im übrigen vgl. für die Erklärung der fr. 7. 8 Baudissin a. a. O. 305 ff.Google Scholar
  38. 2).
    S. Gruppe a. a. G. S. 373, 4; ders. in Griech. Kult. u. Myth. S. 380; Bäthgen, Beitr. z. sem. Relig., Berlin 1888, S. 46. — Daß der Name Iolaos in phönikischen Verträgen vorkam, lehrt Polyh. VII 9, 1–2; s. such Nöld.eke, Zeitschr. d. Deutsch. Mori. Ges. 42 (1888) 47 1, wo die auf phönikischen Inschriften wiederkehrende Wortwurzel mit dem Namen [Maus in Zusammenhang gebracht ist, sodann Daudissin a. a. O. SS. 22.). 279, 2. 305. Uher die Ableitung des Namens Herakles aus dem Phönikischen s. Zwicker, R.-E. unter Herakles Sp. 5.28.Google Scholar
  39. 3).
    S. Meyers Konv.-Lex. 6. Aufl. (1902) u. Brockhaus Konv.-Lex. 14. Aufl. (1908) unter Askalon; Meistermann, Durchs heilige Land, München 1913, S. 63. Wie der (jetzt †) Dir. d. kath. deutsch. Hospizes St. Paul, P. E. Schmitz, aus Jerusalem mir in Bestätigung obiger Angaben dankenswerterweise noch weiter mitteilte (am 31. VIII. 13), könnte bei besseren Verkehrsverhältnissen die Zwiebelart Askalons noch jetzt einen wertvollen Exportartikel Pallistinas bilden, so aber sei die Fracht bis Jaffa oder Gaza umständlich und teuer.Google Scholar
  40. 4).
    In Italien als scalogno, in Frankreich als échalotte und in Deutschland als Schalotte eingeführt: s. Meistermann a. a. O.Google Scholar
  41. 1).
    Bolchert, Aristoteles’ Erdkunde von Asien u. Libyen, Berlin 1908, Quell. u. Forsch. z. alt. Gesch, u. Geogr. Hft. 15 B. 43.Google Scholar
  42. 1).
    Ähnlich andere Geographen: s. Berger, Gesch. d. wiss. Erdkunde d. Griech. S. 87f. 91f.; Strenger, Strabos Erdkunde von Libyen, Quell. u. Forsch. 28 (1913) S. 2. 53; möglicherweise ist Timosthenes b Plin. Nat. hist. V 47 wie sonst (s. S.112, 2) so auch in seiner Begrenzung Südwestasiens durch die kanopische Mündung dem Eudoxos gefolgt. — Außer Ägypten wurde von Eudoxos ähnlich wie auch von Herodot und dem von Eudoxos vielleicht abhängigen Aristoteles (s. Strenger S. 3) wohl auch das in fr. 65 genannte und von ihm im Süden Ägyptens liegend gedachte Äthiopien zu Asien gerechnet.Google Scholar
  43. 2).
    Daraus erklärt es sich vielleicht, weshalb Eucloxos Ägypten in einem besonderen, im zweiten Buche behandelte im Gegensatze zur Beschreibung des iibrigen Asiens in Buch I und III (s. S. 18).Google Scholar
  44. 3).
    Außerdem ist der Aufenthalt des Eudoxos in Ägypten bezeugt durch Strab. p. 806 7, Diod I 96, 2. 9S, 4, Sen. quaest. nat. VII 3, Plut. de Is. 10, Clem. Al. strom. I 15 § 60, 1, Philostr. vit. Apoll I 35, 1, vit. soph. I 1, Iambi. de myst. 11, Suid. unter Χάλυβ. Die aus einer unbekannten Quelle stammende Nachricht bei Strab. p. 806, Eudoxos babe zusammen mit Platon 13 Jahre in Ägypten zugebracht, ist schon im Hinblick auf die oben angeführte, wohl auf Hermipp zurückgehende alte Angabe bei Diogenes Laert. zu verwerfen. Doch ist die weitere Notiz bei Strabo a. a O. liber einen Aufenthalt des Eudoxos in Heliopolis wohl glaubwürdig; denn zu ihr paßt die Bemerkung bei Diog. Laert VIII 8, 90, daß der bedeutendste der den knidischen Geographen in ägyptischen Dingen unterweisenden Priester, Chonuphis, aus Heliopolis war. Demgeenüber beruht Plut. de Ie. 10, jouer Priester sei aus Memphis gewesen, auf einem Irrtum, oder die Stelle bezieht sich auf einen andern Priester, der bei dem Aufenthalte des Eudoxos in Memphis dessen Lehrer war.Google Scholar
  45. 4).
    Daß es Priester waren, die ihn in Ägypten unterwiesen, geht außer aus den unter vorstehender Anm. angeführten Stellen auch aus fr. 17. 61. 65 hervor.Google Scholar
  46. 2).
    Auf Nikagoras oder die in fr. 64/5 noch erhaltene Periodosstelle gehen zurück die gleichlautenden Erklärungen der Nilschwelle bei Mela I 54, Olymp. comm. in Aristot. XII (p. II), Berol. 1910, S. 94 zu meteor. 348a 14; Procl. in Plat. Tim. A 22 E ed. Diehl S. 120. — Mit der Lehre von der Kugelgestalt der Erde steht übrigens fr. 64 nicht im Widerspruch; die Einwände Diodors a. a. O. und Bauers, Antike Ansicht. üb. d. jährl. Steig. des Nils, Hist. Unters. A. Schäfer gewidm., Bonn 1882, S. 84 gegen fr. 64 sind also hinfällig.Google Scholar
  47. 1).
    Dafür spricht namentlich auch, daß Eudoxos die ihm von ägyptischen Priestern gewordene Mitteilung von den äthiopischen Regen durch die vermutlich von Nikagoras übernommene, von ihm selbst aber wohl gebilligte begründet. Nach Eudoxos lag also die Ursache der Nilschwelle darin, daß zur Zeit, da in Ägypten Sommer ist (s. fr. 64 in fr. 65 bezieht sich ebenfalls auf den ägyptischen, nicht den lthiopischen Sommer), die Äthiopen Winter haben, und daß dann wohl ähnlich wie nach Demokrit (s. Capelle, N. Jahrb. a. a. O. S. 341ff.; Bolchert, N. Jahrb. f. d. klass. Alt. XXVII (1911) 154/5) die durch Schneeverdunstung in den nördlichen Gegenden entstandenen Wolkenmassen durch die Etesien nach den mit der Antiökumene (s. S. 16) identischen südlichen Regionen getrieben werden, daselbst als Regen an den kalten Bergen Äthiopiens sich niederschlagen und so die dem Nil zuströmenden Wassermassen vermehren. Denn daß bei Eudoxos in der Erklärung der Nilüberschwemmung den Etesien eine gewisse Bedeutung zukam, ergibt sich doch wohl schon daraus, daß auch in einer eudoxischen Partie bei Plut. de Is. et Os. 39 (s. Bauer a. a. O. S. 83, 2), wo wie bei Eudoxos die Nilschwelle durch äthiopische Regen erklärt ist, die Etesien als Ursache dieser Regen genannt sind. Auch der Umstand, daß Eudoxos die Dauer der Etesien gleich den Ägyptern auf 50 Tage berechnete (s. E. A. Wagner, Die Erdbeschr. d. Timosth. v. Rhodos, Leipzig 1883 S. 44, 3; Rehm, R.-E. unter Etes. 4), scheint mit dem Aufenthalte des Eudoxos in Ägypten und seinen wegen des Nilproblems über die Etesien daselbst angestellten Beobachtúngen zusammenzuhäingen. Wenn auch im einzelnen die Erklärung der Nilschwelle nach Eudoxos irrig ist (so namentlich die Vorstellung von dem auf der, also der südlich gemäßigten Zone entspringenden -und daher ungeheuer langen Nil, von dem äthiopischen Winter und von den vom Mittelmeer statt vom Indischen Ozean (s. Capelle, N. Jahrb. a. a. O. S. 359] her wehenden, wasserreichen Etesien), so gibt sie doch als letzte Ursache der Nilschwelle richtig die äthiopischen Regen an. — Was außer dem Obigen Landi, Atti e Mem. d. R. Acad. d. scienze, lett. ed arti, Pad. 1910, XXII 209–31 bei späteren Autoren für Angaben des Eudoxos über das Nilproblem hielt, hat bereits Capelle (Berl. Phil. Noch. 1913 S. 1989ff.` als nichteudoxisch erwiesen. — S. Nachträge.Google Scholar
  48. 1).
    Ist die Periodos a a. O. (s. auch oben) in den Meteorologica benutzt, dann ergibt sich für diese als terminus post quern das Jahr 347 v. Chr. (s. S. 5, i).Google Scholar
  49. 2).
    τόν πνόν vermuten Gesner und Hercher (vgl. Aelian. ed. Hercher, Paris. 1858, Praef. p. 36).Google Scholar
  50. 1).
    Die Meinung Hultschs, R.-E. unter Eudox. 8 § 22 Sp. 947/8, in fr. 18 sei für zu lesen und dementsprechend Asdynis für eine Insel der Maiotis zu halten, da Eudoxos im zweiten Buche seiner Periodos nicht über Ägypten geschrieben haben könne, wird schon durch fr. 17 widerlegt, das gleichfalls aus Buch II zitiert ist und sich auf Ägypten bezieht; vgl. auch Forbiger I 113. Zudem klingt schon der Name Asdynis, wie auch der ähnlichlautende Name der ägyptischen Ortschaft Asphynis (vgl Pietschmann, R.-E. unter A.) zeigt, echt ägyptisch.Google Scholar
  51. 2).
    Vgl. H. Brugsch, Geogr. Inschrift. = T (1857) Geographie d. alt. Ägypten S. 231/2; ich verdanke diesen Hinweis Herrn Prof. Ranke-Heidelberg.Google Scholar
  52. 3).
    Vgl. R. H. Brown, The Fayûm and lake Moeris, London 1892, S. 69ff.; ibm stimmt bei Ed. Meyer, Gesch. d. Alt-’, Berlin 1909, I 2 S. 268; über Krokodilopoli.. vgl. Steph. Byz. unter Alyvnréo; vgl. auch Wiedemann, Herod. Il. Buch, Leipzig 1800, S. 5.24.Google Scholar
  53. 1).
    Wenn Eudoxos bei Plin. Nat. bist. XXXVI 79 unter den Verfassern von Schriften bzw. Berichten über die Pyramiden nicht genannt ist, so beweist das noch nicht, daß er keine derartige Erzählung gegeben hat, sondern höchstens, daß der Verfasser des Autorenkatalogs bei Plinius (s. F. de Bissing, D. Bericht d. Diodor über die Pyramiden, Berlin 1001, S. 11ff.) die eudoxisehe Pyramidenschilderung nicht gekannt hat.Google Scholar
  54. 2).
    Daß die diodorische Erzählung zunächst auf der des Hekataios beruht, zeigt E. Schwartz R.-E. u. Diod. 38 Sp. 671.Google Scholar
  55. 3).
    Daß Hekataios von den Beziehungen des Eudoxos zu Ägypten gewußt hat, lehrt schon Diod. I 96, 2, eine Stelle, die zugleich auch den Hekataios als Autor Diodors erweist. Denn daraus, daß bei Diodor a. a. O. die Namen der griechischen Besucher Ägyptens von der ältesten Zeit an nur bis auf Eudoxos aufgezählt sind, geht deutlich hervor, daß dieser Narnenskatalog von einem Autor Diodors herrührt, der, wie dies für Hekataios v. Teos zutrifft, bald nach Eudoxos gelebt hat.Google Scholar
  56. 1).
    Die Ansicht von P. Frisch (de composit. libri Plut., qui inscribitur, Diss. 1907, S. 47), Plutarch sei bei der Abfassung der Schrift de Is. einem Kompilator gefolgt, bedeutet, wie P. Corssen (Berl. Phil. Woch. 1908, Nr. 18) mit Recht betont, eine gänzliche Verkennung der äußerst glatten und gewandten Kompositionsweise Plntarchs. Schon die völlige Ignorierung der von Plutarch selbst genannten Gewährsmänner, des Eudoxos, Hekataios u. a. muß den Weg, den Frisch zur Analyse der plutarchischen Schrift eingeschlagen hat, als von Grund aus verfehlt erscheinen lassen. `gl. auch Schmid, Christs Gesch. d. gr. Lit 5 Ih 3837.Google Scholar
  57. 2).
    Die zu Eingang des Kapitels gegebene Notiz you der Abneigung der Priester von Heliopolis gegen den Wein konnte dem Eudoxos schon deshalb leicht zufließen, weil außer Priestern von Memphis (s. S. 36, 3) n. Strab. p. 806 u. Diog. Laert. VIII 90 wohl auch solche aus Heliopolis seine Lehrer und diese Stadt selbst sein Aufenthaltsort war.Google Scholar
  58. 2).
    Vgl. K. Kircher, Die sakrale Bedeut d. Weines im Altert., Gießen 1910 = Religionsgesch. Vers. u. Vorarb. IX 2, S. 82 ff.; fr. 17 ist hier S. 86 behandelt.Google Scholar
  59. 3).
    Vgl. die plut. Angaben über Oxyrhynchiten und Syeniten im Eingang von Kap. 7 mit den gleichlautenden Nachrichten bei Aelian de hist. animal. X 19 u. 46, wo vielleicht durch Vermittlung des Favorinus (s. S. 40) Eudoxos benützt ist.Google Scholar
  60. 2).
    Die Polemik des Eudoxos gegen die herodoteisehen Nachrichten über Agypten zeigt sieh zunächst in der Frage nach dem Grunde der Nilüberschwemmung, wo Eudosos unter Verzicht auf die Darlegung Herodots in der Periodos die ägyptischen Priester selbst zu Worte kommen ließ (vgl. S. 37), insbesondere aber auch in ti. 63, das gegenfiber der naiven Art der herodoteisehen Gleichsetzung griechischer und ägyptischer Gottheiten einer Absage gleichkommt (s. S. 57). vgl. über die Diskrepanz zwischen Herodot und Eudosos außerdem S. 54. 5s.Google Scholar
  61. 3).
    In der Frage der Nilanschwellung (vgl. S. 38,:) sowie in Notizen fiber den Osirisrnythoe (vgl. S. 50, O.Google Scholar
  62. 1).
    Die Hypothese Wellmanns, Hermes 31 (1896), S. 222ff., die Osirissage b. Plutarch stamme aus Apion, darf nach den obigen Darlegungen wohl als irrig bezeichnet werden, um so mehr, ale Apion von Plutarch nirgends zitiert und deshalb wohl als Quelle überhaupt auch nirgends benützt ist. (Vgl. auch L. Parmentier, Recherches sur la traité d’Isis et d’Osiris de Plutarque, Bruxelles 1913, wo S. 118ff. Apion als direkte Quelle Plutarchs bestritten ist.) Ohne Frage gehen die gleichlautendeu Notizen b. Plutarch und Aelian über den Hund und das Krokodil auf die nämliche Quelle zurück, zumal sie auch dieselben aus der Osirissage genommenen Begründungen aufweisen; und zwar hat jene Quelle, wie die angeführten Stellen b. Plutarch und Aelian noch zeigen, jedenfalls sowohl die Osiris-legende wie auch die hieraus gegebenen Motive für den ägyptischen Tierdienst enthalten. Bei der Frage nach dem Namen der Quelle wird in erster Linie an die Periodos des Eudoxos zu denken sein, keinesfalls an Apion. Denn die Periodos hat Plutarch auch sonst für de Is. et Os. häufig und zwar direkt benützt, während sie von Aelian (an den oben angeführten Stellen und auch sonst: vgl. S. 40) wohl nur durch Vermittlung Apions (vgl. W ellmann a. a. O. S. 248/9) oder, was wahrscheinlicher ist, des Favorinus, von dem auch sonst Eudoxos benutzt war (s. E. Stemplinger, Studien zu den Ethnika des Steph. v. Byz., Progr. München 1902, S. 29,’30; vgl. auch s. S. 69), exzerpiert worden ist. Ob auch die übrigen, aber ohne Zusammenhang mit dem Osirisinythos gegebenen, gemeinsamen Notizen bei Plutarch und Aelian über Tiere bei den Ägyptern auf Eudoxos zurückgehen (vgl. Plut. de Is. 75 mit Aelian de hist. anim. II ü5), sei dahingestellt. Möglicherweise war für diese und ähnliche Angaben b. Plutarch und Aelian Hekataios Quelle, der ja eine ausführliche Darstellung des ägyptischen Tierkultes geliefert hat: vgl. E. Schwartz R.-E, u. Diod. 38.Google Scholar
  63. 1).
    Auch der Umstand, daß bei Strab. p. 422 Apoll als weltdurchwandernd gedacht ist, zeigt wohl, daß die Vorstellung vom weltdurchziehenden Osiris zum mindesten nicht notwendig ägyptisch ist.Google Scholar
  64. 1).
    Dieselbe von Plutarch seiner Hauptquelle, Eudoxos, entlehnte Darstellung von dem 28 Jahre währenden Königtum des Osiris kennt auch Proklos zu Resiod.Google Scholar
  65. 2).
    Über die Bedeutung der 28 Jahre als der ‘28 Häuser’ des Mondes vgl. Reitzenstein, Poimandres, 1904, S. 263f.Google Scholar
  66. 3).
    Auch die weitere Notiz bei Aelian de bist. anim. XI 10 über Weissagung des Apisstieres stammt sehr wahrscheinlich indirekt (S.-4) aus Eudoxos. Denn nach Diog. Laert. VIII 90/1 zu schließen, wußte der Knidier von jener Art der-Prophetic end bat daher wohl auch darüber in der Periodos anläßlich der Beschreibung Ägyptens gehandelt. Auch schon deshalb, weil wir für die Notiz bei Diogenes und Aelian wohl Favorinus als gemeinsame Quelle anzunehmen haben (s. Rudolph, de fontibus, quibus Aelian. in var. hist. comp. usus sit, Leipz. Stud. 7, S. 56 ff.), wird gleich der Angabe des Diogenes auch die verwandte Notiz Aelians über den Apisstier auf Eudoxos, den Autor des Favorinus (s. S. 48,1), zurückzuleiten sein. Desgleichen mag Aelian X 45 über die Wachsamkeit, den Scharfblick und die Verehrung des Hundes als Stern bei den Ägyptern der Periodos des Eudoxos entnommen sein, da ähnliche Notizen in eudoxischen Partien b. Plutarch de Is. 21 u. 38 (vgl. S. 53. 55) wiederkehren und überdies auch hier Eudoxos als gemeinsame Quelle einerseits des Plutarch, andererseits des Favorinus, des Autors Aelians, schon an sich sehr wahrschein lich ist.Google Scholar
  67. 2).
    Daß die durch den Mythos begründete Notiz alter die Abneigung der Ägypter gegen gewisse Fischarten eudoxisch ist (Kap. is Ende), zeigt der Zusammenhang mit den Enthaltsamkeitsnotizen in Kap. 6. 7 (s. S. 44).Google Scholar
  68. 1).
    Mit dieser Angabe z. T. identisch ist die Bemerkung b. Steph. Byz. u. Βούσισις; sie geht daher auf die gleiche Quelle zurück wie die oben angeführte Notiz des Hekataios, nämlich auf Eudoxos, der einerseits von Hekataios, andererseits von t;tephauus Byz. wohl durch Vermittlung des Favorinus (s. S. 12,1) benützt ist.Google Scholar
  69. 2).
    Für Hekataios spricht, daß einzelne Partien in Kap. 20 mit der allerdings selbst vielleicht wieder von Eudoxos z. T. abhiingigen (Erwähnung des Apisstieres! s. S. 50,3) hekatiiischen Schilderung b. Diod. I 21, 10; 22, 3 ff. sich berühren; vgl. auch Schwartz, Rh. Alus. 40, 231, 1.Google Scholar
  70. 1).
    Dagegen scheint file die keinesfalls ägyptische Gleichsetzung Horns-Orion (vgl. Boll. a. a. O. 5.164/5) in Kap. 21 ebenso wie für die bei Plut, de Is. 52 stehende Osiris-Sirius lediglich der üleichkiang der Namen entscheidend gewesen zu sein. Und da weiter die Deutung Osiris-Sirius b. Plutarch a. a. O. hekatilisch ist (= Hekat. b. Diod. I 11, 3; vgl. Schwartz R.-E. u Diod. 38, Sp. 672), wird auch die andere lediglich auf dem Gleichklang der Namen beruhende Gleichung Horus-Orion in De Is. 21 auf Rechnung des fiekataios zu setzen sein (s. auch S. 55, i).Google Scholar
  71. 2).
    Über den echt ägyptischen Charakter dieser Anschauung vgl. Parthey, t!ber Is. u. Os., Berlin 1850, S. 219.Google Scholar
  72. 1).
    Über Eudosos als eine durch Vermittlung des Favorinus benützte Quelle Aelians vgl. S. 40. 48, 50, s. 31.Google Scholar
  73. 2).
    Vgl. auch Wellmann, Hermes 31, S. 241.Google Scholar
  74. 2).
    Daraus sind vermutlich auch die Stellen verwandten Inhalts b. aelian de hist. an. X 45. XII 7 und Macrob. sat. 121, 10 geflossen.Google Scholar
  75. 3).
    In den Worten hinter zoepoîmty folgt eine von Plutarch selbst herriihrende Erklärung; ebenso ist in Kap. 62 dem Eudoxoszitat eine mit den Worten beginnende exegetische Bemerkung Plutarchs beigefügt. — Ein ganz ähnlicher Bericht wie bei Plutarch de Is. 39 findet sich über das Trauerfest bei Herodot II 132, nur war nach der Darstellung Herodots die Kuh, das Symbol der Isis, nicht mit einem schwarzen wie bei Plutarch, sondern rotem +.gewande umhüllt. Diese Diskrepanz zwischen Plutarch und Herodot zeigt daher. daß der hierfür wohl in Frage kommende Autor Plutarchs, Eudoxos, wie sonst (vgl. S. 54) so auch hier in seinem Bericht über die Klagefeier von Herodot. offenbar auf Grund genauerer Informationen abgewichen ist. über den echt ägyptischen Charakter des Athyrfestes vgl. Wiedemann, Herod. II. Buch, Leipzig 1590, S. 262.Google Scholar
  76. 1).
    Vgl. Brugsch, Relig. u. Myth., d. alt. tAgypt., Leipzig 1888, 197: Osiris, er spendet dir den Nil: S. 626: Es steigt der Nil auf den Befehl deines (des Osiris) Mundes, und es finden die Menschen ihre Nahrung durch das Naß, das aus deinem Leibe hervorquillt; S. 638fft.; Wiedemann, Herod. Il. Buch, S. 225: Sokaris — Osiris, der große Gott, er hißt steigen den Nil.Google Scholar
  77. 2).
    Vgl. Erman, Agy-pt. Religion“, 1909, S. 117 ff.Google Scholar
  78. 3).
    Vgl, S. 48,1 und besonders S. 36, 2, wo bereits für andere Teile der obengenannten Aelianpartie de bist. anim. X 21 Eudoxos als Quelle Aelians angenommen ist.Google Scholar
  79. 1).
    S. auch über Zoroaster, Pythagoras, Protagoras, Demokrit S. 21 f. 78. 116f.Google Scholar
  80. 1).
    Vgl. Wellmann, D. Fragm. d. griech. Ärzte, Berlin 1901, I 17, 69. —Übrigens bezeugt auch das ausdrücklich als Periodoszitat bezeichnete fr. 30 die hier genannte Periodos als das Werk des knidischen Geographen. Denn einen knidischen Arzt des 5. oder 4. Jahrh. v. Chr. in einer Erdbeschreibung zu erwähnen, konnte für einen anderen Eudoxos als den von Knidos, der dem knidischen Arzt zeitlich, heimatlich und durch gleichgerichtete Studien nahestand, kaum von Interesse sein. Ú ber mediz. Studien des Astronomen Eudoxos s. Diog. Laert. VIII 86. 89; Baas, Grundr. d. Gesch. d. Med., 1876, S. 76. 85.Google Scholar
  81. 1).
    Hierauf ist besonderes Gewicht zu legen; denn da lediglich während der Hekatemysterien die Auffindung des Steines Raserei bewirkte, ist klar ersichtlich, daß es sich in fr. 53 nicht um eine Wundergeschichte (s. S. 7, i), sondern bloß um eine Erscheinung des Hekatekultes bandelt.Google Scholar
  82. 2).
    S. Nebert, Studien z. Antig. Karyst. I, N. Jahrb. f. Phil. u. Päd. 151 (1895) 369.Google Scholar
  83. 3).
    S. Plin. nat. bist. 11208, Apul. de mund. 17, Dio Cassius LXVIII 27,3, Paradoz. Vatic. Rohd. 37 = Keller. Rer. nat. scriptt., 1877, S. 111.Google Scholar
  84. 4).
    Hierauf fiihrt der Gebrauch der Tempora bei Amm. Marcell. XXIII 6, 18 batur. unde emergens itidem noxius spiritus perseueranti odore quicquid prope uenerat, conrumpebat absque spadonibus solis, quod qua causa eueniat, rationibus physicis permittatur. Nicht bald n. 39 n. Chr., wie Ruge R.-E. u Charon. 4 glaubt, sondern erst in der Zeit nach Dio Cassius, der (s. Dio Cass. LXVIII 27, 3) selbst von der Existenz der Höhle noch überzeugt war, verschwand das Plutonium von Hierapolis vom Erdboden. Andererseits wird die Meinung Webers, Philol. N. F. XXIII 157, das Charonion habe noch zu Zeiten des Joh. Lydus existiert, schon durch Ammian. Marc. a. a. O. widerlegt, ganz abgesehen davon, daß jener Schluß Webers aus.loh. Lyd de ost. 53 überhaupt nicht folgt.Google Scholar
  85. 1).
    S. E. Meyer, Gesch. d. Alt. I1 § 452ff.; Berger, Gesch. d. wiss. Erdkunde’ S. 43.Google Scholar
  86. 2).
    Vgl. P. A. Bohren, De septem sapientibus, Bonn 1867, S. 14.Google Scholar
  87. 1).
    Für das von Brandes fälschlich übernommene uvß•onólet i d. Antigonos-Hs, d. Palat. Graut. 398, schrieben schon Holsten (s Schneider, Callim. II [1873] 346), Niclas u. Bernhardi richtig Herausgeber (f. d. krit. Appar. s. Keller, Rer. nat. scriptt. I. p. 39 Anm. u. praef. p. 43 zu 39, 8; vgl. auch Müllenhoff, D. A. I 427).Google Scholar
  88. 2).
    Stammt dies Zitat, wie Keller a. a O. praef. 43 zu Antig. 162 vermutet, ans Phanias, so ergäbe sich, daß dieser (nicht umgekehrt, wie Keller S. 42 annahm) seinerseits wiederum gleich andern Peripatetikern (s. S. 13b) die Quelle des fr. 51, die Periodos des Eudoxos v. K., benutzt hat. Es wäre dann, zumal Eudoxos n. fr. 77 liber den Askaniasee geschrieben hat, mit Schneider, Callim. II 348 u. Keller a. a. O. S. 42 vielleicht auch für Antig. bist. mir. 156 Tiber den Askaniasee die Periodos als Quelle des Phanias zu postulieren. — tbrigeus scheint sich der eudoxische Charakter in Ps.-Arist. mir. ausc. 54 (s. oben) noch in den Eingangsworten zu offenbaren, die mit fr. 77 am Anfang Eirso wörtlich übereinstimmen.Google Scholar
  89. 1).
    Aristot. fragen. ed. V. Rose, Leipzig 188(1, p. 196 = fr. 24S: in Frigia sunt. putei, qui in hyeme quidem sunt sicci, in aestate auteur replentur. Vgl. Partsch a. a. O. Nur kurz erwähnt sind die Brunnen von Pythopolis von Rufus (s. Schneider a. a. O. u. Keller, praof. S. 43).Google Scholar
  90. 2).
    Darauf führt streng genommen die Pliniusstelle Nat. hist. V 148 fuere Pythopolis, Parthenopolis Coryphanta, die aber auch die Auffassung Tomascheks zuläßt (Zur hist. Topogr. v. Kleinasien i. Mittelalter, Wien. Akad. Sitzber. phil.-hist. Kl. 124 [1891] S. Abh, S. 11), daß der älteste Teil des späteren Prusa ursprünglich Pythopolis hieß.Google Scholar
  91. 4).
    Nach Stemplinger, Stud. z. d. Ethnika d. Steph. Byz., Progr. München 1902, S. 29 30; doch kann das Zitat von I’avorinus, wie Stempl. viell. glaubtGoogle Scholar
  92. 1).
    Über die Ostgrenze Europas s. S. 27.Google Scholar
  93. 2).
    Die Periegese Europas begann bei Hekataios v. Milet ebenfalls in einem besonderen Buche; s. Großstephan, Bcitr. z. Periegese cl Hekat., Straßburg 1915, S. 25.Google Scholar
  94. 5).
    Üer die Lage von Halos vgl. außer Stahlin R.-E. u. Aloe 1, Herod. VII 173, Strab. p. 433, Plin. nat. hist. IV 28, Mela II 3 § 44; s. auch Forbiger, Hdbch. d. alt. Geogr. I (1877) 112. III 596; Breithaupt, de. Parmenisco grammatico (Stoicheia TV, 1915) S. 16, 53Google Scholar
  95. 6).
    Eine ähnliche Heilquelle wie die von Halos kannte Strati. p. 347 in Elis.Google Scholar
  96. 1).
    Vgl. F. Dümmler, K1. Schr. II (1901) 137 ff.Google Scholar
  97. 2).
    Vgl. Oberhummer R.-E. u. Askra 1; Forbiger Hdbch. d. alt. Geogr. III 628.Google Scholar
  98. 3).
    Vgl. auch Eustath. zu Hom. B 498. 507.Google Scholar
  99. 5).
    Bemerkenswert ist, daó wie Eudoxos auch Strabo bei der Erwähnung Askras und der Insel Samos Hesiods bzw. des Pythagoras (s. S. 116f.) gedachte (Eudoxos daher wohl auch hier Vorbild Strabos: s. S. 131).Google Scholar
  100. 1).
    Vgl. auch Wellmann, ß.-E. u. Conger; dati übrigens das ausdrücklich als Periodoszitat bezeichnete fr. 25 ob seines Inhaltes auf die gleiche Entstehungszeit. hinweist wie die inhaltlich verwandten Zitate aus Philemon und Archestratos (s. oben), auf das IV. Jahrh. v. Chr., schon das lehrt gewissermaßen, daB Eudoxos, der Autor jener Notiz und somit der Periodos, nicht später als im IV. Jahrh. gelebt hat, d. h. daß er mit dem Astronomen von Knidos identisch ist.Google Scholar
  101. 2).
    Über das Vorkommen von. in griechischen Meeren im allgemeinen. Th. de Beidreieh, La Fanne de Grèce, Athène 1878, S. 90.Google Scholar
  102. 2).
    In taediü cl. Paris. Lat. 6797, Tolet. u. Harduin i. s. Ausg., ich lese n. Mayhoff taedio — ebenso üs statt tis i. Cod. Leid. Voss., his i. Paris. Lat. 6797 u. 6795 verb. n. Caesar. Ausg. u. der Lesart i. Vatic. Lat. 3861 — ait n. Harduin mit Mayhoff statt att i. Paris. 6795, at i. Paris. 6797 u. i. d. meist. Ausg. u. ad i. d. übrig. FIss. (für d. krit. Teil s. S. -20, e).Google Scholar
  103. 3).
    So fehlt bei Plinius der Hinweis auf die Melampussage sowie der Name der Landschaft., der bei Eudoxos nachweislich gestanden hat (s. Steph. Byz.), und bei Steph. Byz. die genaue Lokalisierung der Quelle bei Klitor, die ebenfalls auf Eudoxos zurückgeht (s. fr. 27).Google Scholar
  104. 4).
    Für diese vgl. die nachträglich für diese Abhandlung noch benützte (s. S. 122) Dissertation Oehlers, der ebenfalls das Phylarchzitat auf Endoxos zurückführt (Oehler a. a. O. S. 79) und auch die sonstige spätere Überlieferung über das Paradoxon von Klitor in ihrem Verhältnis zu Eudoxos betrachtet. Doch ist wohl sein Versuch, dieselbe ganz, einschließlich des bei Ps.-Sot. 24, Vitruv usw. (s. unten) überlieferten Epigramms, auf Eudoxos zurückzuleiten, nicht einwandfrei, da der, abgesehen you der Weglassung des Namens Klitor, doch wohl noch gut erhaltene eudoxische Wortlaut hei Steph. Byz. keinerlei Schluß auf die Beifügung des Epigramms durch Eudoxos zuläßt. Übrigens hält Oehler S. 77 selbst, hierin Weißhäuptl, Wiener Eranos 1909, S. 112/3 folgend, Vers 1–4 des Epigramme für nacheudoxisch; daß aber lediglich jene Verse, nicht das ganze Epigramm nicht von Eudoxos überliefert sei, ist wohl kaum denkbar. Auch durch den Hinweis auf die t5berlieferung des Paradoxons bei Rufus -(e. Oehler S. 75 bis 78) vermag Oehler seine Darstellung nicht zu stützen. Denn die sowohl das Epigramm wie die eudoxische Tradition berührende Erzählungsweise des -Rufus könnte auch auf einen Autor zurückgehen, der, teils dem Eudoxos, teils einem das Epigramm überliefernden Gewührsmanne folgend, beide Traditionen vereinigt bat. Dagegen ist es nicht ausgeschlossen, daß, was auch WeiBhäuptl au-deutet, Eudoxos das überlieferte Epigramm zum mindesten in seinem letzten Teile gekannt und für seine Notiz über die Quelle bei Klitor benützt hat, worauf insbesondere die enge Übereinstimmung zwischen den SchluBversen des Epigramms und fr. 26 hinweist.Google Scholar
  105. 1).
    DaB Isigonos auf Phylarch zurückgehe, suchte nach Oder a. a. O. S. 349, Anm. 165 auch Oehler, S. 76, darzutun. Es frägt sich aber, ob Isigonus seine Notiz nicht vielmehr Varro entlehnt hat, den Oehler selbst S. 159/160 für andere Paradoxa als Quelle des Isigonus sehr wahrscheinlich gemacht hat, und den wohl auch Plinius für das Paradoxon von Klitor als Autor benützte (s. auch S. 122, i) Varro selbst hängt vermutlich von Theophrast ab, der wie sonst (s. S. 28. 70. 122) auch seine Notizen über Quellen bei Klitor (s. Oehler S. 6, s) wohl aus Eudoxos entlehnt hat.Google Scholar
  106. 2).
    Notizen Theophrasts liegen n. Kornemann a. a. O. noch vor bei Plin. u. Val. Max. a. a. O.; über die Weinquelle von Klitor vgl. auch Ovid. Met. XV 322f. u. Kornemann, Oehler a. a. O.Google Scholar
  107. 3).
    Die Bemerkung Neigebaurs, Ildbch. f. Reis. i. Griech. II (1860) 242, die Quelle sprudle noch jetzt, beruht daher wohl auf einem Irrtum.Google Scholar
  108. 1).
    Der Apolloniosscholiast hat wie zu Argon. 1V 264 so auch sonst (s. S. 77) die Periodos benützt; dagegen hat sich in den Aristophanesscholien, abgesehen von dem mit dem Eudoxoszitat bei Apollonios sich berührenden fr. 41 sonst kein Periodosfragment erhalten. Der Scholiast des Aristophanes hat daher ohne Frage fr 41 nicht der Periodos direkt, sondern dem Apolloniosscholion zu Argon. IV 264 entlehnt, zumal auch der übrige Teil des — oben exzerpierten — Aristophanesscholions mit dem Apolloniosscholion sich deckt und Apollonios (und damit wohl auch der Scholiast zu Apollonios) vom Aristophanesscholiasten sogar genannt ist (s. oben). — Vgl. Nachträge.Google Scholar
  109. 1).
    Für das Eudoxoszitat bei Isigonos vgl. jetzt auch Oehler S. 5, a. 40. 73/4 (s. S. 12.2 dieser Abadlg.Google Scholar
  110. 2).
    Das Aelianzitat ist wohl durch. Vermittlung des Favorinus (s. S. 48,1) auf Eudoxos zurückzuleiten; vgl. Rudolph, Leipz. Stud. 7, 79ff., wo Aelian. Var. hist. XIII 16 auf Favorinus zurückgeführt istGoogle Scholar
  111. 2).
    Aus der Nennung des Artemidor hinter Eudoxos darf wohl auf eine Benützung der Periodos durch Artemidor geschlossen werden (s. auch S. 27).Google Scholar
  112. 1).
    Für die Lage Japygias vgl. Herod. III 138, Thukydid. VII 33, 4; Forbiger III 498, Schulze a. a. O. S. 18, Philipp a. a. O. u. J. GroBstephan, Beitr. z. Perieg. d. Hekat. v. Mil., Diss. 1915, S. 14I Vermutlich ist der Name Phelessäer eine Kollektivbezeichnung für die zwischen den Umbrern und der Japygia se Bhaft gewesenen Völkerschaften.Google Scholar
  113. 2).
    Für die Lage vgl. Strabo p. 261, Plin. nat. hist. III 95, Mela II 68, Ptol. Geogr. 8, 1, 10; Forbiger III 514.Google Scholar
  114. 1).
    Vielleicht ist an den drei zitierten Stellen, die infolge des eigentümlichen Gebrauches des Namens Siziliens ohne Frage auf einen Autor zurückgehen, statt zu lesen, was allerdings für die Erweiterung des geographischen Begriffs Italien bei Eudoxos von großer Bedeutung wäre. Daß die Benennung auf einem geographischen Trrtum des Eudoxos beruht, ist wohl kaum anzunehmen. Leider ist die oben zitierte Definition Bruttiuws bei Steph. Byz. in dem Artikel Hülsens in R.-E. u. Bruttii übersehen.Google Scholar
  115. 2).
    Vgl. auch Polyb. XXXIV 1, 5 ff.; Forbiger Ill 386.Google Scholar
  116. 4).
    Für den Begriff Italiens bei Theophrast vgl. J. Großstephan, Beitr. z. Perieg. d. Hek. v. Mil., Diss. Straßburg 1915, S. 36.Google Scholar
  117. 1).
    Daß die Beschreibung Westeuropas in Buch VI endete und demnach fr. 66 diesem Buche angehörte, läßt sich schon daraus folgern, daß in Buch VI (wohl im Anschluß an die Europas) bereits die Periegese Libyens gegeben war (s. S. 105). Die Meinung Ungers, Philol. N. F. IV (1891) 229, Eudoxos habe in einem neunten Buche der Periodos über die westliche Ökumene gehandelt, mit andern Worten, er habe in Buch VI die Beschreibung Europas abgebrochen, um in Buch VII zu der Libyens überzugehen und später wieder zu der Europa. zurückzukehren, ist daher völlig unhaltbar. Zudem hat die Periodos mehr als sieben Bücher überhaupt nicht enthalten (s. S. 12f.). — Was übrigens die Behauptung Ukerts, Geogr. d. Gr. u. R., Weimar 1816 ff., II 1, S. 249f. angeht, Nachrichten des Eudoxos über Westeuropa lägen noch bei Aristoteles (u. Basilius) vor, so trifft sie entgegen der Auffassung Müllenhoffs, D. A. I 226f., wohl zu, zumal bei der in geographischen Dingen vielfach erweisbaren Abhängigkeit des Aristoteles von Eudoxos (s. S. 135). — S. Nachträge.Google Scholar
  118. 2).
    Daß Strabo in seinen Nachrichten über Westeuropa im Gegensatze zu denen über die östliche (Ökumene den Eudoxos als Autor nicht mehr nennt, hängt wohl damit zusammen, daß Eudoxos Tiber den Westen nur wenig berichtete und daher für Strabo als Quelle nicht mehr in Betracht kam.Google Scholar
  119. 1).
    Vgl. auch den der Zeit des Eudosos sehr nahestehenden Periplus des Ps.-Skyl. 3 (= G G M I 171 wonach die Ligyer von Emporium bis zur Rhone hin wohnten, ferner Hecat. Miles. fr. 20 u. hierzu Athenstaedt, De Hecat. Miles. fragm., Leipz. Stud. XIV (1893) 711f., Jacoby, R.-E. n. Hekat. v. Mil. 3 § 12, 2; Geffcken, Timaeus’ Geogr. d. West., Philol. Unters. 13 (1892) 150; Niese, Röm. Gesch. 1910, S. 28; Forbig., Handb. d. alt. Geogr., 1877, III 393.Google Scholar
  120. 2).
    Durchaus nichtig ist das Argumentum ex silentio lingers, Philol. N. F. IV (1891) 221, zur Zeit des Ps.-Skylax könne Agathe noch nicht existiert haben, da es von diesem in seinem Periplus nicht erwähnt sei, und folglich könne auch fr. 66 unmöglich einem Werke des Eudoxos v. K. entstammen, sondern gehöre, wie auch die Periodos, der es entlehnt sei, einem Eudoxos des späteren Altertums. Denn für die Zeit der Entstehung Agathes besagt das Schweigen des Ps.Skylax so gut wie nichts, vielmehr lehrt gerade fr. 66, das Unger ohne Grund eben für spat ansieht, daB die Stadt zur Zeit des Eudoxos v. B. bereits bestand. Ist ihre Erwähnung wie so manches andere bei Ps.-Scymn. 208 (s. Dopp, D. geogr. Stud. d. Ephoros, Progr. Rost. 1900, S. 13/4) durch Ephoros veranlaßt, so konnte sie von Eudoxos, dem jüngeren Zeitgenossen des Ephoros (s. S. 5,i), um so leichter schon erwähnt werden. Wohl schon im 5. oder 4. Jahrh. r. Chr., bald nach Massilia, war die Stadt gegründet worden (s. auch E. Meyer, Gesch. d. Alt. III [1901] 672–674). Dem Ephoros oder Eudoxos scheint bei der Nennung Agathes wie auch sonst (s. S. 112,2) schon Timosthenes fr. 38 (n. E. Wagner. Die Erdbeschr. cl. T. v. Rhod., Leipzig 1888, S. 8/9 u. 72) gefolgt zu sein.Google Scholar
  121. 1).
    Die Lesart in diesem Fragment h (s. S.108,1), wonachEudoxos über die Gyzanten entgegen fr.: 4 erst in Buch VII der Periodos gehandelt hätte, ist offenbar fehlerhaft und wohl irrtümlich aus €v s entstanden. Denn es ist kaum anzunehmen, daß Eudoxos nach Beendigung der Periegese Asiens und Europas in Buch VI mit der an sich wohl nur kurzen (s. oben S. 105) Schilderung Libyens noch zu einem neuen, dem siebenten Buch (s. S. 110f.), übergegangen ist, in dem (entgegen der irrigen Annahme blüllenhoffs, D. A. I 239) als letztem nachweislich Inseln behandelt waren. Seltsamerweise hat übrigens Strenger (s. oben) bei seinem geschichtlichen Exkurs über Libyen die Behandlung dieses Erdteils hei Eudoxos völlig übersehen.Google Scholar
  122. 1).
    S. auch Aly, Rh. Mus. 66 (1911) 600 ff.; Meltzer, Gesch. d. Karth. 1 105;:1. v. Gutschmid, KI Schr. 1250. lI 90 f.; Unger, Ith. Mus. 35 (1880) 31.Google Scholar
  123. 2).
    fr. 21 (= F H G I 197); s. auch Aly a. a. O. S. 601; Meltzer, R.-E. u. Dido.Google Scholar
  124. 1).
    S. Fischer, D. Dattelpalme, Pet. Mitt. Erg.-Heft 64 (1881) 26; S. 25 das. ist auf eine Dattelart in Tunis verwiesen, die Honigmutter heilt. Leider hat der Verfasser die Zeugnisse Herodots u. des Eudoxos über die Honigbereitung bei antiken afrikanischen Völkern übersehen, wahrend er andererseits (auf S. 7) mit Recht darauf hinweist, daB n. Herod. I 193 u. Strab. XVI 1, 14 auch in Mesopotamien künstliche Honigbereitung nicht unbekannt war. S. noch Neumann a. a. O. S 62, 1; Baehr, Herod. II 654, Anm. zu ‘roI,lr) d’fri u. Forbig., Handb. d. alt. Geogr. II 842, Anm. 70.Google Scholar
  125. 1).
    Nach Plin. nat. hist. VI 189. 196, wo das Meer ausdrücklich als das Ltote bezeichnet wird, ist auch hier rubro zu ergänzen, nicht Aethiopico mit Brandes, der wie Detlefsen, D. Anord d. geogr. Bücher d. Plin. u. ihre Quellen, Quell. u. Forsch. z. alt. Gesch. u. Geogr. 18 (1909) 145, fr. 51 bloß auf Inseln des äthiopischen Meeres bezogen wissen wollte. Denn da Plinius in dem geographischen Exkurs über die Länderstriche von Barmanien bis Äthiopien Nat. hist. VI 95–197 von den zugehörigen Inseln noch nicht abschließend gehandelt hat, ist in VI 198 augenscheinlich auf Inseln des ganzen östlichen Meeres verwiesen, das auch den persischen und arabischen Meerbusen umfaßt (s. Detlefsen a. a. O. S. 133). Auch die Eingangsworte einer weiteren Angabe in Nat. hist. VI 198 contra sinum Persicum…. scheinen anzudeuten, daß Plinius im vorangehenden Satze mit eo mari auch den persischen Meerbusen einbegriffen hat. In diesem Sinne ist die seiner späteren (s. oben) Ansicht gewissermaßen widersprechende Konjektur Detlefsens, in fr. 57 statt eo wie an zwei anderen Pliniusstellen Eoo mari zu lesen (s. Wagner a. a. O. S. 66), wenn auch handschriftl. nicht begründet, zutref’end.Google Scholar
  126. 2).
    In der Folgezeit hat wohl, n. fr. 57 zu schließen, Timosthenes die Nachrichten des Ephoros und Eudoxos über Inseln im Roten Meere verwertet (s. auch Wagner a. a. O. S. 40/1).Google Scholar
  127. 2).
    Über dieselbe Eigenart bei böotischen Rindern s. Schol. z. Aristoph. Plut. 706.Google Scholar
  128. 4).
    Auch von den geologisch wohl iîhnlich gestalteten (vgl. Ch. Fellows, A Journal in Asia Minor, London 1819, S. 216; W. M. Leake, Journal of a tour in Asia Minor, London 1824, S. 191 von Kilikien; F. Beaufort, Karmania or a brief description of the South-coat of Asia Minor, Loudon 1817, S. 38. 44. 208/4. 210) Nachbarländern der Chelidonischen Inseln wird in neuerer Zeit ausdrücklich auf Siifwasserbildung hingewiesen: vgl. Hamilton, Asia MVlinorII (1842) 338. 341. 349. 350; derselbe in Journal of the Royal Geogr. Soc. 8 (London 1838): Journey in Asia Minor S. 156; Ch. Fellows a. a. O. S. 184 (Pamphylien).Google Scholar
  129. 1).
    Die an das Fragment anknüpfende Alternative Hultschs, It.-E. u. Eudox. 8 § 22, Sp. 547, Eudoxos habe die Gehurt des P. bei d. Beschreib. v. Samos od. bei d. Gründunggeschichte Sidons berichtet, ist schon deshalb unnötig, weil aus der .Jamblichstelle überhaupt nicht ersichtlich ist, ob nach Eudoxos Pythagoras in Sidon geboren ist. — Über die Bestreitung der Echtheit des Fragmentes durch Rohde, KI. Sehr. JI s. S 10, 1.Google Scholar
  130. 1).
    Nach W. Bertermaun, De Jambl. vit. Pyth. font., Diss. Königsberg 1913, S. 40 ff. gehen die §§ 3–8 bei Jamblich, in denen das oben wiedergegebene Endoxoszitat enthalten ist, auf Timaios v. Tauromenion zurück. Für diese Herkunft d. fr 86 spricht, daß in der chronologisch geordneten Leihe der Autoren, die den Pythagoras für einen Sohn Apollos hielten (s. oben das Eudoxoszitat: Epimenides, Eudoxos, Xeuokrates), kein Autor genannt wird, der nach Timaios gelebt hat, sondern nur solche, die von ihm benutzt sein konnten. Daß n. § 7 bei Jambi. Epimenides über Pythagoras geschrieben hat, spricht ebenfalls für eine Zurücktührung jener Partie auf Timaios. Denn nach der noch bei Justin. XX 4, 4 u. Antiphon (bei Diog Laert. VIII 3) vorliegenden Tradition des Timaios stand Epimenides dem Pythagoras nicht bloß zeitlich, sondern auch persönlich sehr nahe (s. Berterm. a. a. O. S. 42f) Stammen aber die Partien (bei Jambi 3–8. 222, Diog. Laert. u. Just. a. a. O.), in denen Pythagoras mit Epimenides in Beziehung gebracht ist, aus Timaios, so folgt weiter, daß Timaios vielleicht durch Vermittlung des Xenokrates, der bei Jambl. a. a. O. hinter Eudoxos genannt wird und daher diesen offenbar benützt hak aus Eudoxos geschöpft hat. Denn nach § 7 bei Jambi., worin Epimenides vor Eudoxos genannt ist und daher wohl auch als eine Quelle des Eudoxos für das Leben des Pythagoras anzunehmen ist, war es Eudoxos, der von Beziehungen und Angaben des Epimenides über Pythagoras zu berichten wußte. Diese Angaben des Eudoxos waren alab offenbar die Quelle des Timaios, und so ist es für uns noch ersichtlich, weshalb er den Epimenides zum Schüler und Begleiter des Pythagoras (s. Jambi. § 222 u. Diog. Laert. VIII 3, Just. XX 4, 4; vgl hierzu Berterm. S. 42) machen konnte. Die innerlich zusammengehörigen, von Berterm. a. a. O. S. 41. 67 ff. auf Timaios zurückgeführten §§3–24. 215–222 bei Jambi sind also wohl von der Tradition des Eudoxos beeinflußt. 13ezeichnend für die tiberlieferung des Eudoxos fiber Pythagoras u. Epimenides a. a. O. ist, daß in ihr die Zeit des Epimenides richtig fixiert wird, da ja nach ihr und dem von ihr abhängigen Timaios Epimenides entgegen antiker Legendenbildung (s. Kern, R.-E. u. Epim. 2) jünger als Pythagoras gedacht ist. Die bisher als glaubwürdig betrachteten antiken Angaben über die Zeit des Epimenides vor den Perserkriegeu erfahren also durch die alte Überlieferung des Eudoxos eine willkommene Bestätigung. Auf Grund der Abhängigkeit des Timaios von Eudoxos erklärt es sieh auch, weshalb Timaios bei Jamblich § 18,9 (s. Berterm. S. 75) und Justin. XX 4,3 sowie z. T. der von Timaios wohl abhängige (s. Berterm. S. 72) Neanthes hei Porphyr. vit. Pyth. 1 über den Aufenthalt des Pythagoras bei den Ägyptern und Chaldiiern gleiches berichten wie Eudoxos in dem von mir erweitert (s oben) wiedergegebenen fr. 36. Mit den auf Eudoxos zurückgehenden Angaben des Timaios über des Pythazoras Aufenthalt im Orient stimmt auch Antiphon bei Diog L. VIII 3 und Andr.tkydes, eine der Sekundärquellen des Jamblich, überein Andr. b. Jambi. § 157/8 n. Bert. S. 24 f., aber auch § 159 An£). Zweifelsohne gehen daher auch die genannten Notizen auf dieselbe Quelle (s. auch Berterm. S 35) zurück, wie die des Timaios, auf End oxos. Die Auffassung Bertermanns S. 23/4, Androkydes babe für die genannte Notiz eine ps.-philolaische Schrift, nämlich in pythagoreischen Kreisen entstandene ύπομνήματα Tiber Pythagoras, benützt, ist daher wohl so zu modifizieren, daß Androkydes aus Eudoxos geschöpft hat und jene ύπομνήματα nur durch Vermittlung des Eudoxos gekannt hat, der sie n. fr 36 benutzte. Die Benutzung des Eudoxos durch Androkydes ist um so wahrscheinlicher, als sich ein durch kndrokydes bei Jambi. 108 (s. Berterm. S. 23) uns erhalten gebliebener Symbolum des Pythagoras auch bei Eudoxos in fr. 80 findet. Auch die Angaben des Androkydes üb. d. Symb. ähnliche Apophthegmata des Pythagoras bei Jambi. 161/2, die nach Rohde u. Berterm. S. 25 ff. mit den oben von Androkydes auf Eudoxos zurückgeführten §§ 157/8 bei Jambi. zusammenhängen, sowie das Symbolum bei Jambi. 227 stammen wohl kaum, wie n. Bert. S. 28 f. zu vermuten, aus der jenem Autor bekannten Quelle, dem ύπομνήματα sondern ace Eudoxos, da sich jene Apophthegmata und Symbola z. T. auch bei Plutarch in De Is. et Os. finden, der in dieser Schrift aus Eudoxos als einer Hauptquelle geschöpft hat und dabei (s. S. 53) die eudoxische Überlieferung über die Lehre der Pythagoreer nachweislich berücksichtigte. Daß Plutarch an den genannten Stellen dem Androkydes, nicht dem Eudoxos, gefolgt ist, halte ich nicht für wahrscheinlich, wenn schon Berterm. S. 31 mit Hoelk den Androkydes für eine Stelle bei Plut. (Ps: Plut.?) de edue. lib. als Quelle vermutet. Trifft die obige Darlegung des Quellenverhältnisses EudoxosAndrokydes-Timaios das Rechte, so ist wohl noch manche andere von Bertermann u. Rohde von Jamblich und Porphyrios auf Timaios u Androkydes (s. besonders Berterm. S. 75–77) zurückgeführte, aber im einzelnen wohl kaum mehr genau bestimmbare Angabe in letzter Linie auf Eudoxos zurückzuleiten. In Betracht kommen hierfür die n. Berterm. u. z. T. n. Rohde timSischen Partien bei Jambi. 3–24, 25, z. T. 26–32 (s. Berterm. 67ff.), 33–36 (u. die hiermit z. T. identischen Angaben bei Porphyr. vit. Pyth. 21/2; s. Berterm. S. 45. 70, Rohde a. a. O. S. 131), 37–57 (u. hiermit übereinstimmend Porphyr. 18/9; s. Berterm. S. 35, Rohde S. 133f.), 60–62 (= Porphyr. 23–25; s. Berterm. 60, Rohde S. 135f.), 63 (s. Berterm. S. 60), z. T. 64–67 (=Porphyr. 31; s. Berterm. S.60f., Rohde S. 136), 68–78 (s. Berterm. S. 61$.), 91–93 (s. Berterm. S. 60), 112–13 (s. Berterm. S. 65), 122–26 (s. Berterm. S. 66), 127–28 (s. Berterm. S. 8/9), 132/3 (s. Berterm. S. 50. 74), 134–36 (s. Berterm. S. 58), 140–44 (s. Berterm. S. 6. 60), 164–66 (s. Berterm. S. 15), 167–69 (s. Berterm. S. 74), z. T. 170 (= Porphyr. 4; Rohde S.158), z. T. 171–73 (s. Berterm. S. 19), 177/8 (s. Berterm. S. 50f.), 185 (s. Berterm. S. 67), 187/8 (s. Berterm. S. 62), z. T. 189–94 (s. Berterm. S. 67), 195 (s. Berterm. S. 74), 214 (s. Berterm. S. 74), 213–22 (s. Berterm. S. 41), z. T. 223–30 (s. Berterm. S. 73. 76). 237–39 (s. Berterm. S. 73), 241–43 (s. Berterm. S. 69), 215–46 (s. Berterm. S. 70), 252–53 (s. Berterm. S. 72), 254–66/7 (s. Berterm. S. 67. 77). Des weiteren kommt die Periodos als Quelle in Frage für die (einschließlich der bereits oben erwähnten) auf Androkydes zurückgehenden Angaben bei Jambi. 80,/1. S8/9 (z. T. = Porphyr. 37; s. Berterm. S. 20), 103–9 (s. Berterm. S. 21–23), 137–39 (s. Berterm. S. 9/10), 145–56 (Porphyr. 27–29; s. Berterm. S. 32f. 37, Rohde S. 152), 157/8 (s. Berterm. S. 24f5), 161–63 (s. Berterm. S. 13. 25), z. T. 170–73 (s. Berterm. 5.19), 186 (s. Berterm. S. 23), z. T. 198/9 (s. Berterm. S. 76). z. T. 223–36 (s. Berterm. S. 73), z. T. 244–17 (s. Berterm. S. 69 f). Besonders die unter dein Namen des Aristoteles bei Jambi. 31;32. 62. 82–86 (s. Berterm. S. 69. 58. 29/30; u. a. vorliegenden Angaben gehen vielleicht teilweise auf Eudoxos zurück, ebenso solche aus Aristoxenos (s. Berterm. S. 75 ff.): doch ist hier ein sicheres Urteil wohl kaum noch möglich.Google Scholar
  131. 3).
    So schon Bacchylides XVI 4; für die Benennung Kretisches Meer in der Folgezeit vgl. Sophocl. Trach. 118/9, Thukydid. IV 53, 3, V 110, 1, Ps. Scymn. 550 = GGM I 218, Dionys. perieg. 109 = GGM II 109, Strab. p. 474, Plin. nat. hist. IV 19, Eustath. zu Dionys. perieg. 110/2 = GG11II 237; Forbiger, Hdhch. d. alt. Geogr. II 20/1.Google Scholar
  132. 1).
    Theophrast hat also wie sonst (s. 70) so auch hier direkt ans Eudoxos geschöpft, während die Notizen bei Antigonos u. Ps: Sotion sowie bei Varro r. r. 1 7, 6 u. Plin. nat. hist. XII 11 durch Kallimachos bzw. Theophrast vermittelt sind. Die Kenntnis der Varrostelle verdanke ich H. Oehler a. a. O. S. 39, 4, dessen Ab-. handlung ich bei der durch den Krieg verzögerten Revision dieser Arbeit noch benutzen konnte, und der gleich mir (s. oben) den Grund des Paradoxons ebenfalls bei Theophrast wiederfand. Auch in der Zurückführung der Stellen bei Antig. und Ps.-Sotion 4 anf Eudoxos stimmt er mit der oben gegebenen Darlegung überein und leitet außer Plin. a. a. U., wie schon erwähnt, auch Varro auf Theophrast zurück; Plinius selbst benutzt den Theophrast wohl nur durch Varros Vermittlung (s. auch S. 19. 86. 95. 114. 123). Über die Bedeutung bei Antig. n. Ps.-Sot. s. Oehler S. 143.Google Scholar
  133. 1).
    Hestiaeotide a. d. Cod. Florent., Riccard.(?) u. Gel. mit Mayhoff statt dem offenbar verderbten aeuticae i. Cod. Leid. Voss., estiaeotide i. Paris. 6797, hestiaeodicae i. Paris. 6795 u. hestia (-iaea llermol. Barb.) euthice alt. Herausgeb. (Mayhoff verweist zur Begriind. s. Lesart auf Thukyd. I11t, 3, Strab. X 1, 3, p. 445 Diod. XII 22, a.) — Çerona: so n. Urlichs entsprechend d. Melea statt Ceronam nach Mayhoff u. ceronem nach Herausgeb. vor Salmasius — Slelea: so n. d. wohl fehlerhaft mit 2 1 geschrieb. mellea i. Cod. Leid. Voss., Riccard., Paris. 6797 u. Tolet. statt Nelea n. Mayhoff, der hierfiir auf Strab., Ps.-Grist. u. Antig. verweist, n. Harduin, melle i. Paris. 6795 u. d. noch durch d. Korrekt. i. Cod. Riccard. bekannten Hss.: melam Caesarius n. Plin. II 230, mellem alt. Herausgeb. — Ub. d. Lage d. Hest. s. Bursian, Geogr. v. Gr. II402.Google Scholar
  134. 2).
    Vgl. die Zusammenstellung bei Oehler a. a. O. S. ä9, auf die sich die obige Parallele bei Kallimachos stützt. Doch hat Oehler S. 58 mit seiner Kritik der Pliniusstelle (erravit Plinius non solum colores ex contrario indicans sed etiam Euboicam Hestiaeotidem cum Thessalica confudit) wohl unrecht.Google Scholar
  135. 3).
    Für die mytholog. Deutung des Keron u. Melons vgl. Gruppe, Gr. Myth. u. Relig. 480, 2; Weizsäcker, Bosch. Lex. u. Mel. 1, Sp. 110.Google Scholar
  136. 4).
    Ob auch die Nachrichten über farbebestimmende Flüsse bei Aristoteles hist. anim. III 12 p. 519a 11ff. gleich anderen Notizen bei ihm auf Eudoxos zurückgehen, ist unsicher, wenn auch nicht unwahrscheinlich.Google Scholar
  137. 3).
    Die Benutzung Herodots durch Eudoxos berührt kurz Oehler a. a.O. S.50, die des Herodot u. Ktesias, wie ich ebenfalls noch nachträglich erfreulicherweise feststellen kann, Capelle in seiner neuesten Schrift, Berges-u. Wolkenhöhen bei den griech. Physikern, 5. Heft, S. 12, 2, wobei seine Worte „der hier zitierte Eudoxos“ es freilich noch zweifelhaft zu lassen scheinen, dal Eudoxos v. Knidos der Autor des fr. 49 ist. Es sei hier übrigens nicht unerwähnt, daß für die von Capelle S. 3ff. behandelten geographischen Partien bei Aristoteles in erster Linie auch die von ihm häufig (s. S. 135) benutzte des Eudoxos von Knidos als Quelle in Frage kommt, so möglicherweise für die Angaben des Aristoteles über die westliche Ökumene (s. S. 104, 1).Google Scholar
  138. 4).
    Spätere antike Überlieferung über die Pechquellen von Zakynthos, die wohl in letzter Linie auf Herodot oder Eudoxos zurückgeht, bei Vitruv. VIII 3, 8 § 195, Plin. nat. hist. XXXV 178, Dioscur. I 99 (Med. Graec. opp. XXV 101); Lentz, Mineral. d. Griech. u. Röm., 1861, S. 13, 39.Google Scholar
  139. 5).
    Vgl. Bibliotheca Geogr. II (189 6) 186; Bürchner, Berl. Philol. Wochenschr. 22 Zante, Pet. Mitt. 37 (1891) 166/7; A. Philippson, Über die Erdbeben auf Zante, Zeitschr. d. Ges. f. Erdkunde Berlin 20 (1893) 160 ff. 169; A. Issel, Cenno sulle costituzione geologica e sui fenomeni geodianamici dell’isola di Zante 1892/3; Neumann u. Partach, Phys. Geogr. v. Griech., Breslau 1885, S. 270, 3; Baehr zu Herodot (1857) II 195 AnmGoogle Scholar
  140. 2).
    Vgl. Ps.-Skyl. 13 (= G G M I 22); Strab. p. 20 u. 258; Hafer in Rosthers Lex. n. Liparas u. ebend. Schirmer u. Liparos.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1921

Authors and Affiliations

  • Friedrich Gisinger
    • 1
  1. 1.PforzheimDeutschland

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