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Einleitung

  • Alfred Hettner
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Zusammenfassung

Die Formen der Erdoberfläche sind seit alters ein Gegenstand der Geographie; denn man kann sich ein Land gar nicht ohne seine Berge und Täler, seine Hochländer und Tiefländer vorstellen. Freilich ist die Behandlung Jahrhunderte hindurch sehr dürftig und äußerlich geblieben; erst im Laufe des 18. Jahrhunderts hat die Ausbildung der Meßmethoden eine richtige und vollständige Auffassung der Formen möglich gemacht, erst im 19. Jahrhundert hat die Ausbildung der Geologie die Grundlage eigentlich wissenschaftlicher, d. h. die Ursachen und das Wesen der Erscheinungen erfassender Betrachtung gelegt. Es gehörte zu den größten Aufgaben, ja vielleicht kann man sagen, es war die größte Aufgabe, die der Geographie in den letzten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts gestellt war, eine Formenlehre (Morphologie) der festen Erdoberfläche zu schaffen. Wenn man unbefangen urteilt, kann man nicht leugnen, daß in diesen fünfzig Jahren viel geleistet worden ist. Natürlich waren viele Ansätze in der Geologie und der physischen Geographie und in wissenschaftlichen Reisebeschreibungen vorhanden; aber wer eine geographische Darstellung von damals und heute in die Hand nimmt, dem wird ein Unterschied in dem Maße und der Art der Behandlung der Formen der Erdoberfläche entgegentreten, wie er größer kaum gedacht werden kann.

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Notes

Literatur

  1. 1).
    In dieser Hinsicht hebe ich namentlich die Untersuchungen Philippsons in Griechenland und Kleinasien hervor. Eine besonders wichtige morphologische Untersuchung war Pcncks Vergletscherung der deutschen Alpen. Die Summe des morphologischen Wissens wurde in Noë und Margerie, Les formes du terrain 1888 und in Pencks Handbuch der Morphologie, 2 Bde., 1894 (mit großer Beherrschung des Stoffes, aber nicht eigentlich geographisch, sondern mehr im Sinne einer besonderen Sachwissenschaft und nicht frei von Scholastik), kürzer auch in.Supans Grundzügen der physischen Erkunde 1884 zusammengefaßt. Neuerdings kann auch Passarge,Grundlagen der Landschaftskunde, Bd. III, 1920, hierher gestellt werden, wo namentlich die Vorgänge sachkundig besprochen werden.Google Scholar
  2. 2).
    Zuerst in einer Reihe.einzelner Arbeiten, von denen die wichtigsten allgemeineren Inhaltes in den Geografthical Essays, Boston o. J., gesammelt worden sind, später in einem in deutscher Sprache verfaßten zusammenfassenden Werke: Die erklärende Beschreibung der Landformen, Leipzig 1912, daneben in einem kleineren Lehrbuch: Physical Geography, deutsche Ausgabe von Braun: Grundzüge der Physiogeographie 1911, 2. Aufl. 1915. Eine gute Übersicht seiner Lehre gibt der Aufsatz von Rühl: Eine neue Methode der Morphologie, in Abderhaldens Fortschritten der naturwiss. Forschung VI 1912.Google Scholar
  3. 1).
    Ich habe die Kritik, von mehr gelegentlichen älteren Äußerungen abgesehen, mit einem Aufsatze über die Terminologie der Oberflächenformen 1911 begonnen und in den folgenden Jahren in einer Reihe von Aufsätzen in der Geogr. Zeitschrift fortgefiilirt. Eine ähnliche Kritik durch. dringt Passarges Physiologische Morphologie (1912) und den eben (Herbst 1920) erschienenen 3. Band seiner Landschaftskunde. Auch Suftan hat die Davissche Lehre in der letzten Auflage seiner Physischen Erdkunde (1916) abgefertigt.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1921

Authors and Affiliations

  • Alfred Hettner
    • 1
  1. 1.HeidelbergDeutschland

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