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Vorbereitung der Ausgabe

  • Otto Stählin
Chapter

Zusammenfassung

Eine ideale Ausgabe muß so beschaffen sein, daß sie ihre Vorgängerinnen entbehrlich macht. Deshalb muß ein Herausgeber zunächst die früheren Ausgaben kennen lernen. Es ist das in vielen Fällen eine mühsame und zeitraubende, dabei oft wenig ergiebige Arbeit. Aber A. Elter scheint mir doch recht zu haben, wenn er Gnomica homoeomata II (Univ.-Programm, Bonn 1901) Sp. 130 sagt:

‘Wenn unsere heutige Arbeit Anspruch darauf erhebt, nicht umsonst oder nur für den Erfolg des Tages gemacht zu werden, so darf auch die Arbeit vergangener Zeiten nicht unbesehen übergangen werden; und so lästig es scheinen oder sein mag, sich mit dem alten Quark zu quälen, so muß das doch als wissenschaftliche Pflicht nicht nur proclamirt, sondern auch bethätigt werden, daß man das Alte vollständig verarbeite, um es zu überwinden und für einen gesunden Fortschritt reine Bahn zu machen — was man einem Leser nicht zumuthen würde, aus dem Schutt der Vergangenheit Verlornes aufzustöbern, das eben muß ihm der Herausgeber ersparen.’

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Referenzen

  1. 1).
    Welche Mühe z. B. J. A. Bengel hatte, die Handschriften für seine Ausgabe des Neuen Testaments zusammenzubringen, kann man bei E. Nestle, Bengel als Gelehrter, ein Bild für unsere Tage (in Marginalien und Materialien und als Sonderdruck, Tübingen 1893) nachlesen.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1914

Authors and Affiliations

  • Otto Stählin
    • 1
  1. 1.UniversitätErlangenDeutschland

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