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Einleitung

  • Otto Stählin

Zusammenfassung

Die folgenden Ausführungen beschränken sieh im wesentlichen auf ein Gebiet der Editionstechnik, nämlich auf wissenschaftliche, d. h. mit Einleitung, textkritischem Apparat und Registern versehene Ausgaben literarischer Texte des klassischen Altertums. Unberücksichtigt bleibt also die Technik der reinen Textausgaben, der Schulausgaben mit erklärenden Anmerkungen, der Urkunden und der nicht klassisch-antiken Texte. Auch die besonderen Aufgaben, welche die Herausgabe von Papyri und Inschriften stellt, sind nur so weit erörtert, als es sieh auch hier um literarische Texte handelt. Doch gilt naturgemäß manches von dem, was im folgenden besprochen wird, auch für andere Arten von Ausgaben. Es sind ja trotz aller Verschiedenheit im einzelnen die Aufgaben und Ziele der verschiedenen Ausgaben sehr ähnlich; darum berühren sich auch die Methoden, diese Aufgaben zu lösen. Im Interesse der Benutzer, die für die verschiedenen Arten von Ausgaben oft die gleichen Personen sind, wäre es aber gelegen, daß die gleichen Aufgaben, soweit es möglich ist, mit den gleichen Mitteln gelöst würden und nicht jeder Herausgeber eine andere Zeichensprache verwendete.

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Referenzen

  1. 1).
    Zu der technischen Anlage des oben erwähnten Bandes vgl. auch W. Köhler, Theol. Lit.ztg. 33 (1908) Sp. 391.Google Scholar
  2. 1).
    Krumbacher ist nicht der erste, der einen solchen Gedanken ausgesprochen hat. Wenigstens für die Ausgabe von Urkunden hat A. Giry bereits 1880 in einer Rezension des ersten Bandes der Monumenta Germaniae historica (Hannover 1879), die mir durch E. Bernheim, Lehrbuch der historischen Methode, bekannt wurde, den Torschlag gemacht, durch einen internationalen Kongreß gleichmäßige Editionsprinzipien festzustellen. Er sagt in Bibliothèque de l’école des chartes 41 (1880) S. 404 f.:... Il y a là, on ne saurait le nier, matière à réflexion pour tous ceux qui publient des textes. Avec les progrès de la critique, les devoirs des éditeurs augmentent; les éditions anciennes ne peuvent plus servir sans révision aux études de diplomatique, les nouvelles, même les plus soignées, manquent d’une méthode commune. Chaque école ou même chaque érudit publie à sa guise, se crée sa doctrine, fait porter son attention et ses soins sur les seuls points qui l’intéressent et néglige presque toujours beaucoup de précautions. Il serait bien à désirer que les savants pussent s’entendre dans toute l’Europe pour adopter des règles à peu près uniformes à appliquer aux publications de documents. Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1914

Authors and Affiliations

  • Otto Stählin
    • 1
  1. 1.UniversitätErlangenDeutschland

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